Kleinerer Honigraum

  • Servus zusammen,
    ich arbeite bei meinen Bienen (Carnica) mit der Einfachbeute (10 Waben, Zander) von Dr. Liebig.
    Jetzt bin ich aber am überlegen, ob ich einen Zwischenboden baue, welcher mir die Wabenanzahl von 10 auf 8 reduziert. Natürlich brauche ich dann auch Magazine für 8 Waben.
    Der Grund:
    Bei einer Leppertracht, muss mann den Honig im 10 Waben-Magazin suchen.
    Er wird oft über alle 10 Waben verteilt.
    Ein weiterer Grund ist das Gewicht bei einem vollen Honigraum.


    Jetzt würden mich eure Meinungen und ggf. auch eigene Erfahrungen interessieren.


    Vielen Dank für eure Antworten!!!
    Gruss AJ

    Grüsse aus dem (sym)badischen Bretten

  • Hallo AJ,


    ich würde es lieber mit Halbzargen für den Honigraum versuchen. Dadurch kannst Du alle vorhandenen Teile (Absperrgitter, Boden/Deckel, Bienenfluchten usw.) weiterverwenden.

    Gruß Thomas (Hatte mal vier Jahre lang Bienen. Dann aufgrund einer Bienengiftallergie aufgehört.)

  • Hallo AJ,



    Den Gedanken auf 8 Waben um zu stellen halte ich für Schwachsinn, jedes Jahr sind andere Trachtverhältnisse und Blühzeiten, 8 Waben pro Zarge sind einfach zu wenig, was ist dann in der Schwarmzeit ?, halte ich schlicht einfach für Unsinn.
    Wie sind deine Trachtverhältnisse, wo stehen deine Völker?
    Ich habe mit Läppertracht keine Probleme.
    Es hängt auch von der Völkerführung ab, ob stark oder schwach Völker.
    Zu schwache Völker geben wenig oder überhaupt keinen Ertrag ab.
    Man muss die Völker auch auf das Trachtverhältnis anpassen, Raum geben oder entfernen.
    Ich arbeite auch mit Halbzargen, bei geringer Tracht ganz gut, bei guter Tracht muss man schnell erweitern, vom Gewicht her nicht so schwer.
    Kann Thomas Vorschlag nur anschließen.

  • Hallo Thomas, Hallo Michel,
    ich will eigentlich keine Halbzargen, da ich sonst 2 verschiedene Rähmchengrößen brauche.
    Das schreckt mich etwas ab.
    Ich versteh auch nicht, warum 8 "Ganz-Zander-Waben" nicht reichen sollen, wenn 10 "Halb-Zander-Waben" reichen.


    Bei sehr guter Tracht könnte ich notfalls auch ein normales Zandermagazin als Honigraum verwenden.


    So wie ich es geplant habe kann ich auch Absperrgitter, ... weiter verwenden.
     
    Ich denke ich werd es mal ausprobieren.


    Gruss
    AJ

    Grüsse aus dem (sym)badischen Bretten

  • Moin AJ,


    laß' ma die Finger von schmaleren Magazinen. Das wird erfahrungsgemäß Unsinn. Du kannst nicht sinnvoll erweitern, wenn Du merkst, daß Dir die schmalere Kiste doch voll wird. Du mußt dann ja die Waben allesamt umsortieren. Die Störung ist dann deutlich größer, als wenn jemand 'ne Halbzarge aufsetzt oder auch zwischenschiebt. Da büßt Du gleich paar Trachttage ein. Außerdem ist ja gerade der Vorteil der Halbzargen, daß am Ende alle Waben gleichmäßig reif und verdeckelt sind, weil sie im Kugelkörper ungefähr auf dem selben Radius liegen. Bei Deinen hohen 8-Waben-Kisten ist das aber eben gerade nicht so. Die Wabenhöhe bleibt ja gleich. Daher sind auch die Wege länger. Herbstliche brutnestnahe Honigstapelung kann man mit Engsetzen und den Flachzargen "retten". Mit den normalhohen Waben, bloß´halt schmal, geht sowas nicht.


    Mein Rat also: Lerne mit den normalen Magazinen zu imkern und passe Deine Bienen oder Deine Betriebsweise an oder probiere Halbzargen, wobei Du Deine Betreibsweise aber wohl auch umstellen mußt bzw. kannst.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Hallo zusammen,
    ich hab da mal noch ne Frage zur Höhe von Halbzargenrähmchen.
    Am Wochenende war ich beim Händler und der hat mir erzählt, dass es verschiedene Höhen für Halbzargen gibt. Er hat sogar 2/3 Rähmchen mir einer Höhe von 16 cm.


    Gibt es hier einen Standard?
    Mit welchen Halbzargen arbeitet ihr?
    Welche Höhe macht Sinn?


    Irgendwie bin ich ein wenig verwirrt.


    Danke für eure Hilfe
     :)


    Gruss AJ

    Grüsse aus dem (sym)badischen Bretten

  • Moin AJ,


    es gibt unterschiedliche Höhen, bei meinen Segeberger sind das 110 mm Höhe.
    Die Frankbeute (Kunststoff) hat bei den Halbrähmchen 125 mm Höhe, frag mich nicht warum die anders sind, das weiß ich selbst nicht. :D
    Die 2/3 Rähmchen sind für Flachzargen gedacht also höher als ein Halbrähmchen aber auch kleiner als ein Ganzwabenrähmchen, liegt etwa in der Mitte.
    Für Imker die Rückenprobleme haben sind solche Halbzargen optimal, vom Gewicht her um einiges leichter, für Sortenhonig gut geeignet.
    Man kann mit allen arbeiten nur hat man wieder ein Extrarähmchen, wer damit zu Recht kommt dem ist es sicher egal.
    In Deutschland gibt so viele Rähmchenmaße. :P

  • Hallo Michael,


    für meine Segeberger gibt es sogar 1 1/2 und 2/3-Zargen, kannst du nicht wissen,da ich einer von denen bin, die gleich um die Ecke von wo der Stehr die herstellt wohnt bin.
     :lol::lol::lol:


    Dann zu dem AJ: natürlich kann man im Honigraum die Anzahl der Rähmchen veringern. Wie von den Vorredner schon beschrieben, haben sich über die Verkleinerrung des Honigraums schon andere, ältere Imker den Kopf zerbrochen und sind so bei den Halbzargen gelandet. Da nun wieder etwas Neues zu ersinnen, scheint mir auch Unsinnig. Man könnte ja auch mal darüber nachdenken, ein oder zwei der drei Bruträume unten wegzulassen. :lol::lol::lol: 
    Das mit unterschiedlichen Maßen seh ich in dem Fall von Teilzargen nicht so wild, immerhin passen die ohne grossen Aufwand in jeweils andere Beutenteile hinein. Schwieriger wird es dann schon, ein Zanderrähmchen in einer Segeberger unterzubringen. Das ist dann wirklich umständlich.


    Ein anderer Aspekt, der mir einfallen würde wäre, dass man die Honigwaben besonders leicht von den Brutwaben trennen könnte. Diese haben dann ja eine andere Höhe. Dazu muß man natürlich die Betriebsweise entsprechend anpassen, vermutlich die Brutwaben in den unteren Bruträumen rotieren lassen, oder ähnliches, wenn man vorher mit Brutdistanzierung gearbeitet hat.


    Aber es ist ja nicht alles so unsinnig, was du dir da ausdenkst, der Zwischenboden ist eine gute Sache, nicht wie von dir angedacht als Redstück, sondern als Multifunktionsstück, da kannste ja nochmal Hirnschmalz investieren.
    Man könnte ja verschiedene Einsätze dafür entwickeln. z.B. mit Platte und Flugloch, um da einen Ableger auf das Volk zu setzten,
    -einen Einsatz für Bienenfluchten, ah nee, Honig haste ja nicht :lol::lol: 
    -das vielleicht ein Absperrgitter rein passt oder ein Rahmen mit Drahtgeflecht, dann kann man ihn zur Drohnenaufzucht oder als Wanderdeckel/boden benutzen. Mehr fällt mir zur Zeit nicht ein!



    Grüsse 8) :wink:

    Bis die Tage, ich komm wieder, keine Frage !

  • Hallo Zusammen,
    warum immer wieder das Rad neu erfinden?
    Wer eine Beute mit kleineren Honigraumwaben sucht,
    nehme doch einfach Dadant.
    Viele Grüße
    Lothar

    Solange Menschen denken, das Tiere nichts fühlen,
    müssen Tiere fühlen, das Menschen nicht denken.

  • Ich arbeite nicht mit Halbzargen. Das höhere Gewicht ist eine Frage der Transporteinrichtung und Technik. Eine Blütentracht vorherzusagen ist schwierig. Auch wenn Halbzargen bei Läppertracht evtl. Vorteile bringt, mag ich nicht über das Rähmchen und Zargenchaos nachdenken. Bei einer Massentracht darf ich dafür die doppelte Anzahl an Waben bereithalten oder dann wieder Brutraummaß verwenden? Ich bleibe bei einem Rähmchenmaß, weil einfach einfach einfach ist.:wink: 
    Gruß
    Simon

  • Halbzargen ist doppelte Arbeit in jeder Hinsicht. Die Biene von heute braucht keine Halbzarge und Läppertrachten sind im Volk zu belassen.


    Das Halbzargenimkern ist für mich, wie ein 100 KW Schlepper vor einem Leiterwagen. Das Gerät muss zusammenpassen und ein Bienenvolk trägt auf einige Tage einen Honigraum voll Blüten - oder Waldhonig, da muss eben der "Stall" groß genug sein. Lieber ein wenig mehr Kapazität an freiem Honigraum als zu wenig, ansonsten kleckern die Bienen womöglich noch im Brutraum. Auch bei einer Rapswanderung ist Halbzarge ein Handicup.


    Alles andere ist Mehrarbeit und Spielerei, zumindestens auf meine Imkerei bezogen.

  • Huhu, Xare,


    Zitat

    Halbzargen ist doppelte Arbeit in jeder Hinsicht. Die Biene von heute braucht keine Halbzarge und Läppertrachten sind im Volk zu belassen.


    Aber der Imker von heute möchte gern seinen Rücken schonen, von daher sind Halbzargen gar nicht so verkehrt.
    Allerdings sollte man immer zwei mehr draufhaben, als man meint zu brauchen.


    Mal ganz ehrlich, wenn die Kohle für ausgefeilte Hebetechnik noch nicht reicht, wer möchte 12erDNM aus der 5.Etage so ganz locker rauf- und runterheben?
    Bei einem Volk mag das ja noch gehen, aber so ab 50 stell ich mir das doch eher als Bandscheiben-Mord vor...


    Ich mag meine Halbzargen. Vor allem als Naturbau....

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Hallo Bernie,


    du denkst ich lebe hintern Mond ich habe für die Segeberger alle Teile die bis jetzt auf Markt sind, außer dem Multifunktionsboden für flach und hoch. :D


    @ Lothar
    Ich muss mir kein Dadant zulegen um Halbzargen zu haben, ich bin ehrlich gesagt kein Freund von Dadant.
    Ich selbst kenne viele Imker, davon einige die es als Beruf betreiben, keiner davon hat Dadant.


    Franz
    Mit deiner Meinung stellst du das Dadantmaß was ja immer als Supermaß hier dargestellt wird in Frage, da gibt es nichts anders als einen halben Honigraum.
    Hin oder her, es muss jeder selber wissen was man nimmt und mit was man arbeiten will, ich selbst teste gern, unötig ist nur das was keiner mag und keiner will, Halbzargen haben schon ihren Sinn und Zweck.

  • Michael2 schrieb:

    Franz
    Mit deiner Meinung stellst du das Dadantmaß was ja immer als Supermaß hier dargestellt wird in Frage, da gibt es nichts anders als einen halben Honigraum.
    Hin oder her, es muss jeder selber wissen was man nimmt und mit was man arbeiten will, ich selbst teste gern, unötig ist nur das was keiner mag und keiner will, Halbzargen haben schon ihren Sinn und Zweck.


    Hallo Michael2,
    anscheinend hast du noch nie eine Dadant Honigzarge gesehen bzw. deren Maße mit einer DNM Honigzarge verglichen, sonst würdest du den Dadanthonigraum nicht als halben Honigraum bezeichnen.


    Sabine ,
    so spart man sich den Kraftraum. Wenn ich keine Zarge mehr heben, höre ich mit dem Imkern auf und züchte Kanarienvögel, die ich noch heben kann.
    Spass beiseite, ich würde mir auf meinem Bienenstand eine einfache Hebehilfe bauen, ist immer noch besser als Spielzeughonigräume.