Kosten für die Eichung der Waage

  • Hallo zusammen,
    hat jemand Informationen, was das Eichen einer Waage kostet?


    Eigentlich MUSS ja jeder Imker (auch Hobby-) eine geeichte Waage vorweisen können. Diese Waage muss alle 2 Jahre neu geeicht werden.
    Könnt ihr das alle bieten? :roll: 
    Ich hab 5 Völker und bin am überlegen, ob ich mir überhaupt so ein Teil anschaffe.
    Digitale Waagen kosten mehrere Hundert Euro.
    Alternativ kommt eine "alte" eichbare Tellerwaage vom Flohmarkt in Frage.


    Wie handhabt ihr das?
    Über eure Beträge würde ich mich freuen.


    Viele Grüüse
    AJ

    Grüsse aus dem (sym)badischen Bretten


  • Hallo
    ich muß jetzt auch ne Waage kaufen und bin auf Kern Waagen gestoßen.
    Da bekommst du für 200-300€ ein Eichbares Teil, das Nacheichen kostet (glaube ich zu wissen) um die 80€. Mir fällt schon auf dass Kern der günstigste Anbieter bei noch guten Waagen ist
    Schwierig wirds bei der Auswahl der Waage. Die Skalierung geht halt rauf ins grobe wenn du Waagbereiche bis 25kg brauchst. (ich verkaufe viel Honig auch Eimerweise in 12,5 und 25kg Eimern)
    Ich weis nicht was ich mache
    Entweder jetzt eine günstige Waage (ebay nicht eichbar 50€) und mittelfristig auf eine Abfüllanlage sparen
    oder ne teurere Kern Waage und die Abfüllanlage vergessen


    Soviel zu mir, halt uns auf dem laufenden wie du dich entscheidest.


    Grüsse max

    Ich mag keine Signaturen mit ach so Schlauen Sprüchen.

  • Hallo AJ,


    das Eichen selber ist nicht so teuer, bei uns in der Gegend ca. 28 Euro, dafür kommen die Kontrolleure vom Eichamt sogar raus, sind halt feste Sätze, die sie dafür nehmen. Ruf einfach mal beim für Dich zuständigen Eichamt an. Dort kann man Dir auch sagen, bei welcher Firma Du Deine gebraucht gekaufte Waage zur Inspektion/Reparatur abgeben kannst, bevor Du damit zum Eichen vorstellig wirst!


    Bei der Wahl einer Waage ist halt wichtig zu sehen, welchen Gewichtsbereich Du abdecken musst. Willst Du auch kleine Gläschen abwiegen, muss die im Bereich unter 100 gr genau sein.


    Manchmal hat man Glück und findet in Kleinanzeigen o. ä. eine nicht-digitale genaue eichbare Waage, z. B. wie sie früher die Metzger oder Obsthändler hatten. Die muss man dann zwar vom Fachmann überholen lassen, aber mann ist dann auch Strom-unabhängig ;-)


    Neblige Grüße
    Hedy

  • Moin Imkers,


    stimmt das wirklich, daß man eine eichbare Waage vorweisen muß oder reicht es, daß die Inhalte aller abgefüllter Honiggläser nicht untergewichtig sind? Ich kaufe ja kein Wachs auf und ich verkaufe auch keine lose Ware.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Ich war am Samstag auf dem Honiglehrgang in der Imkerschhule Heidelberg.
    Laut Dozent braucht jede, auch noch so kleine, Imkerei eine eichbare Waage.
    Diese muss alle 2 Jahr geeicht werden.
    So die Worte der Lesung :lol:


    Gruss AJ

    Grüsse aus dem (sym)badischen Bretten

  • Hallo,


    ich hatte Anfang des Jahres auch einen Honigkurs in Mayen belegt.
    Dort hat man uns den Trick verraten, sich eine gutgehende eifacheWaage zu besorgen, (damit man halt das Wiegegut in den gesetzlichen Bestimmungen halten kann).
    Allerdings reicht es aus, wenn man bei einer Kontrolle des DIB zB sagen kann, man hat auf der Waage seines Metzgers oder Gemüsehändlers in der Nachbarschaft gewogen, der seine Waage sowieso eichen lassen muß. Der sollte aber vorher schon informiert und mit Honig geschmiert sein.


    :roll:

  • Sorry, ich nochmal,


    wer schreibt die geeichte Waage vor? Der DIB?

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Hallo Henry,


    nicht der DIB schreibt das vor, sondern die Lebensmittelüberwachung!


    Jeder, egal ob DIB Glas verwender oder anders abfüllender Imker, der fertig abgepackte Ware verkauft, muß im Besitz einer entsprechenden geeichten Waage sein!


    wenn du 500g auf das Etikett schreibst, müßen da auch 500g drin sein! nicht zuviel und schon garnicht zu wenig!


    auch zuviel "Einwaage" kann (muß aber nicht) bestraft werden!


    Wenn den eine Überwachung statt findet, wird man auch dannach gefragt wie man diese 500g denn feststellten tut!


    so einfach ist das!


    Die preiswertesten Waagen sind die, welche auch die Wochenmärktler frühr benutzten. Also solche bei denen Gewichtssteine verwendet werden. Die Eichkosten sind dort nicht teuer, weil das Eichamt die Waage und die Gewichtssteine mit Granulat selbst justiert!


    Man muß also nicht vorher noch zu ner Firma!


    Die elektronischen Waagen kann man sich auch bei den Firmen eichen lassen, was dann auch etwas teuerer ist!


    Grüßle


    Grüßle

    geht´s den Bienen gut, geht´s der Umwelt gut!

  • Moin Imkers,


    also bin ich schonnewidder ein Verstoßer. Oh Gott. Da Füllt man nun Honiggläser mit Honig und wenn man das zwar richtig macht, aber keine geeichte Waage nimmt, dann ist man dran. Gnadenlos. Wahrscheinlich gehört man als Nichtgeeichtwieger ausgerottet, obwohl man ja 500g ins 500g-Glas tat. Man konnte ja nicht wissen, ob's nicht doch mehr oder weniger war. Also tut man vielleicht 510g rein, zu Sicherheit. Doch das ist ja unfair, weil ja jetzt der Kunde viel, viel, viel (...) lieber beim ängstlich überfüllenenden Ungeeichten kaufen wird. Obwohl ja auch die Kundschaft vermutlich nicht über geeichte Waagen verfügt, den ergatterten Vorteil zu ermitteln. Doch darauf kommt's nicht an, denn schließlich bescheißt ja das Imkerschwein mit der absichtlichen Überfüllung die Kollegen und will sich für diese Vorteilsnahme mit der ungeeichneten Waage rausreden. So einer bin ich also. :cry: 
     
    Muß ich jetzt eigentlich auch nachweisen, daß ich die geeichte Waage auch richtig ablesen kann, meine Brille also ordentlich angepaßt ist und vor allem das Licht im Abfüllraum ein ordentliches Ablesen überhaupt zuläßt? Und was wäre denn, wenn meine Waage klingonische Zahlzeichen hätte? Ich aber vielleicht Analphabet bin?


    Langsam habbich das echt satt hier und ich frage mich wer da vor wem geschützt wird. Schön, daß unser eben geworbener Jungimker nun neben den Kosten seiner eigentlichen Imkerei auch noch 'ne Geeichte braucht. Das ist ja schon fast Förderung. Weiter so!

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Zitat

    Also tut man vielleicht 510g rein, zu Sicherheit.


    ...das gibt massiven Ärger mit den Lebensmittelkontrolleuren! Weil das gegen entsprechende Gesetze/Verordnungen gegen den "unlauteren Wettbewerb" (ich habe es vergessen, wo es genau geschrieben steht....) verstößt: es dürfen im 500g Honiglas nur zwischen 500 und 503g Honig drin sein. Mehr wird in diesem Lande von der Obrigkeit nicht toleriert.
    Wer schon mal Lebensmittelkontrolleure im Hause hatte, weiß, von was ich rede.

    "Moral ohne Sachverstand ist naiv und manchmal sogar gefährlich"

  • Moin Imkers,


    ich sag's ja, hängt sie, diese miesen Überfüllerschweine! Nieder mit den Honigverschenkern! Rotten wir sie aus! Sie schaden massiv dem Imkerwettbewerb und dem Ruf der absoluten Knausrigkeit aller Imker vereinigt Euch!. Das versaut uns allen die Preise. Hier liegt das wirkliche Absatzproblem. Und wehe Ihr bringt Honig in den Verkehr der zwar auf einer geeichten Waage abgefüllt wurde, der aber noch 'nen Tropfen zuviel vom Quetschhahn eingefangen hat. Der Honig ist sofort unschädlich zu machen und zu entsorgen! Nachgedröpfeltes gehört sowieso verboten. Wer seinen Quetschhahn nicht so schließen kann, daß nach Abreißen der letzten Honigbahn mehr als 503g im Glas sind, dem gehören die Bienen weggenomme. Wer's eben nicht kann, der solls lassen. Oder müssen wir's ihm erst verbieten? Zu unser aller Schutz. Da muß man doch endlich mal aktiv werden! Laßt sie uns wenigstens bis in den Ruin verklagen! Strafe muß schließlich sein.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Mensch Henry,


    nun lass doch mal das Herumgenöle sein. Wenn bei Dir eines Tages das Eichamt auf der Matte steht, und Du kannst keine geeichte Waage nachweisen, dann haben sie Dich bei der Büx.

  • Hallo zusammen,
    oben wurden drei Gramm als zulässige "Übermenge" erwähnt.
    Mir ist aber drei Prozent geläufig.
    Das wären bei 500 Gramm aber 15 Gramm.
    Damit liegt "Sir Henry" noch im Toleranzbereich.
    Wichtiger als eine geeichte Waage erscheint mir allerdings eine Waage mit Tara-Taste zu sein.
    Habt Ihr schon mal DIB-Gläser nachgewogen?
    Mindestens drei verschiedene Gewichte haben die.
    Es wurden halt öfters mal die Hersteller gewechselt.
    Noch ein Grund, für Neutralgläser?!


    Viele Grüße
    Lothar

    Solange Menschen denken, das Tiere nichts fühlen,
    müssen Tiere fühlen, das Menschen nicht denken.