Varroa Simulations Programm für Imker

  • Hallo allerseits,
    habe gerade bei E-Bay folgendes gefunden:


    "Varroa Simulations Programm für Imker


    Optimieren Sie Ihr Varroa Bekämpfungskonzept mit dieser Software. Sie basiert auf Excel und ist daher mit MS Excel wie auch mit Open Office voll lauffähig. Sie sehen sofort, wieviel Ihre Behandlungen nützen und wann Sie den optimalen Zeitpunkt für die Behandlung wählen. Die Software wird in der nächsten Zeit in der Schweiz, in Schweden, in den USA und ev. in Deutschland in den Imkerzeitschriften vorgestellt werden.


    Nutzen Sie die Winterzeit, um eine optimale Strategie zur Bekämpfung der Varroa im kommenden Jahr festzulegen!"


    Das "Ding" kommt aus der Schweiz, das Mindest Gebot liegt bei 13 Euro.


    Kennt jemand von Euch das Programm bereits?


    Vielleicht ist der Hersteller ja auch hier und kann schon mal ein bischen mehr dazu sagen.


    Viele Grüße Hubert

  • Die Hochrechnung bzw. Simulation der Varroapopulation eines Volkes hängt von einigen Faktoren ab. Eine allgemeingültige Vorhersage halte ich für sehr schwierig. Der natürliche Milbenfall ist in der Praxis ein sehr wichtiger Hinweis, aber für eine Hochrechnung nicht genau genug.
    Die Schwierigkeit wird auch in der jahreszeitlichen Abhängigkeit, dem Brutstand und der Volksstärke liegen. Ich habe den Vergleich zwischen dem oben gelinkten Varroarechner und einer anderen Hochrechnung mit Bienenproben und anschließender Kontrolle gezogen:
    http://www.arcor.de/palb/einla…d%2FjdwM8wDOMBvD01w%3D%3D
    Zumindest die Tendenz der Simulation ist zutreffend, ganz nett ist der Warnhiweis, der bei einem starken Befall eingeblendet wird.
    Wie das angebotene "Varroa Simulations Programm" mit den beeinflussenden Faktoren umgeht wäre interessant. Aber dazu müsste der Imker auch seine Völker kennen. :wink: 
    Gruß
    Simon

  • Aber dazu müsste der Imker auch seine Völker kennen.
    Gruß
    Simon[/quote]


    Ich kann Dir nur zustimmen.
    Insbesondere der letzte Satz Deiner Ausführungen ist der Schlüsselsatz.
    Es gibt immer noch zuviele Imker, die gar nicht wissen, wieviel Varroa gerade in Ihren Völkern leben.
    Und dazu muß der Totenfall regelmäßig kontrolliert werden.
    Daraus Voraussagen zu errechnen ist dann mit dem Wetterbericht vergleichbar: Für die allernächste Zeit in der Regel sehr genau, aber je länger der Zeitraum der Voraussage wird, umso größer werden die Abweichungen durch die vielen Variablen in der Formel.


    Un darum muß der Imker immer wieder den Totenfall der Varroa kontrollieren.
    Es gibt immer noch zuviele Imker, die Ihre Völker behandeln, ohne zu wissen, wieviel Milben vorher und hinterher abfallen.
    Die Mitteilung:" Es sind 2000 Milben bei der Herbst Behandlung gefallen" befriedigt zwar den Imker, weil er den Milben mal gezeigt hat, "wo der Hammer hängt".
    Aber es sagt gar nichts darüber aus, ob die Zahl der Milben im Volk soweit verringert wurde, das es ungeschädigte Winterbienen erzeugen kann.




    Gruß Hubert

  • Hallo,


    hier kann man das Programm laden, völlig kostenlos.
    http://gears.tucson.ars.ag.gov/soft/vpop/vpop.html


    simon


    Deine Völker stehen aber sehr Bodennah, im Winter völlig ungeignet, wegen Bodenkälte und für Mäuse sehr günstig, die errichten unter der Beute Nester die für die Bienen nicht günstig sind.
    Im Sommer ist das egal, die Kästen sollten ca 20 cm vom Boden entfernt stehen.
    Meine stehen auf Balkenlage und Hohlblocksteinen.

  • Hallo Michael,
    meine Bienen vertragen die Bodenkälte hervorragend. Brauchen deine Bienen im Winter Abstand zum Boden? Meine nicht, auf 10cm Balken stehend genügt das. Ich überwintere u.a. auch auf 800m, das verschafft Vorteile bei der Auslese auf Kälteresistenz. :wink: 
    Wegen der Kälte bilde ich mir gar nichts ein, auch die Mäuse stören nicht. Mich würden die Böcke erheblich beim Wandern stören und das mach ich doch so gerne!
    Gruß
    Simon

  • Hallo Simon,


    das ganze hat mit Auslese nichts zu tun, es ist keine Luftzirkulation da, und die Waben können auch schimmeln, weil ja kaum Luft dran kommt.
    Ich kenne keinen der die Völker im Winter so dich am Boden stehen hat, im Sommer ist das ja auch egal, weil ganz anderes Klima und andere Temperaturen sind.
    Da brauch ich auch keine Böcke beim Wandern.
    Gut ist es sicherlich nicht, und für die Kästen auch nicht, alles leidet bei Feuchtigkeit.
    Es sieht auch besser und optisch gut aus wenn alles sauber auf Balken steht, als kreuz und quer auf Boden.
    Muss jeder selber wissen, optimal ist das ganze sicherlich nicht.