Soll ich ? oder nicht ?

  • Moin , Moin aus Hamburg,
    Ich habe bisher erst einmal mit Ameisensäure 60 % und Schwammtuch von oben behandelt. Durch das regelmäßige Schneiden sind meine ohnehin kaum milbenbefallenen Völker (Durchschnitt nach Behandlung 40 Stück) fast milbenfrei gewesen :D . Auch der natürliche Totenfall ging gegen Null. :D:D:D 
    Aufgrund des schönen Wetters, welches wir vor allem auch noch am Wochenende bekommen sollen, wollte ich noch einmal gezielt kontrollieren. Wenn ich jetzt was finden sollte, würdet ihr bei den Temperaturen noch einmal nachbehandeln oder dann erst , wenn die Völker brutfrei sind (Oxalsäure geträufelt).


    Viele sonnige Grüße aus dem schönen Hamburg


    Daniel

    Die Quelle des ewigen Lebens liegt nicht im Finden eines Heilmittels zum ewigen Leben, sondern im Akzeptieren des Sterbens, im Eingehen in die Kreisläufe der Natur. Alles muß vergänglich sein, um seine Bestandteile immer wieder in den Gral des ewigen Lebens einzubringen, sich neu zu fügen,zu entstehen und zu vergehen. (Meine Ansicht)

  • Moin Daniel,


    wie wohl schon erwartet meine Antwort: Behandle so spät wie möglich!


    Jetzt also nicht! Noch fliegen Bienen und bei Deinen Nachbarn (immer sind es die Nachbarn und natürlich auch deren Nachbarn :evil: ) die Milben ein und vor allem aus. Die hättest Du sonst wieder in den Kisten. Warte bis in den Dezember.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Für die OS Behandlung sieht es momentan nicht mehr so gut aus. Waren vor zwei Wochen die meisten Alt-Völker bei mir brutfrei, so sind nun in etwa 50% Stifte und auch schon wieder gedeckelte Brut zu finden. Bin mal gespannt, wann die Völker wieder aus der Brut gehen. Habe ich doch heute in einem ca. 1500 frisch angelegte Brutzellen gesehen, ich glaube es wird Frühling! An einem Standort, dort stehen nur Jungvölker, sind aus jedem Volk 2000+ Milben gefallen, davon an die 1000 durch OS. Nach wie vor wirkt die OS am Besten, wenn die Völker brutfrei sind. Ich hoffe, dass mit dem nächsten Frost die meisten Völker brutfrei werden. An einigen Standorten brüten die Völker schon wieder im Dezember, deshalb gilt dort: wer zu spät kommt, den bestraft der Destructor. Oder auch nicht, wenn man die richtige Methode wählt. :wink: 
    Gruß
    Simon

  • Mich wundert immer wieder, wer um diese Zeit in die Völker guckt und die winterfesten Beuten auseinanderrupft. Habt Ihr nix besseres zu tun?

  • Da ich die momentan Wetterlage für außergewöhnlich halte, erlaube ich mir in ein paar meiner Völker zu schauen. Ich fühle mich nicht sonderlich sicher dabei, aber ich wollte den Brutstand meiner Völker sehen. Vielleicht profitiert der eine oder andere Leser aus der Region davon?
    Gruß
    Simon

  • hallo simon!
    war heute auch bei meinen bienen. auch sie haben wieder nach der brutfreiheit vor zwei wochen wieder brut. auch die auf dem hohenstaufen. einiges an larven und auch schon verdeckelte zellen.
    heute war ja super wetter. das propolis war so geschmeidig, dass die finger wieder gelb wurden. grüße, klaus

  • Tierhalter? Man hat in dieser Eigenschaft eine gewisse Fürsorgepflicht gegenüber der Kreatur.


    Ein Landwirt lernt zuerst in der Berufsschule, dann in der Landwirtschaftsschule den Umgang mit den Tieren und das, obwohl er schon seit Kindesbeinen an mit dem Umgang der Tiere vertraut ist. Das sollte auch für einen Imker gelten.


    Bitte lasst doch jetzt die Bienen in Ruhe. Einen Grundsatz sollte jeder Imker wissen, jeder Eingriff in das Volk sollte einen wichtigen Grund haben und zur Verbesserung der Lebensbedingungen der Bienen dienen.
    So z.B. kann man sich vorstellen, dass ein Volk zur "Milchsäurebehandlung" noch "zerlegt wird.


    Reißt ihr eure Kinder auch aus dem Schlaf, um zu sehen, ob es ihnen gut geht und ob diese fest geschlafen haben? Der Vergleich ist nicht unreell.



    Nix für ungut.


    Der "Grantler" aus Niederbayern!

  • Unter Fürsorgepflicht verstehe ich aber auch den richtigen Zeitpunkt für eine Winterbehandlung zu finden. Und die ist doch die Wichtigste? Wenn sie wirkt!
    Wie Klaus es mit dem Propolis treffend beschrieben hat, war es heute ordentlich warm. Also bitte keine Vergleiche mit tiefschlafenden Kindern! Noch mehr Moralgeschichten und ich werde sauer oder konvertiere zu einer anderen Religion um damit besser umzugehen.
    Gruß
    Simon

  • Bumblebee schrieb:

    Unter Fürsorgepflicht verstehe ich aber auch den richtigen Zeitpunkt für eine Winterbehandlung zu finden. Und die ist doch die Wichtigste?


    Hier gilt auch die Regel, dass man auch ohne ein Volk zerlegen zu müssen, vieles am Flugloch erkennt oder erkennen sollte.


    Wie wäre es, wenn du als Behandlungszeitpunkt drei Wochen nach den ersten knackigen Frösten nehmen würdest, das würde dir jetzt eine Menge Arbeit und den Bienen jede Menge Unruhe ersparen oder willst du jede Woche die Völker durchsehen, bis du Brutfreiheit feststellst.


    Bumblebee schrieb:


    Noch mehr Moralgeschichten und ich werde sauer oder konvertiere zu einer anderen Religion um damit besser umzugehen.


    Simon, war doch nicht bös gemeint und vielleicht denkst du doch über meinen Ratschlag nach.
    Deine Bienen könnten es dir mit einer guten Überwinterung danken.
     
    Tut mir leid, aber ich kann eben solch Vorgehensweise nicht verstehen, da tun mir echt die Bienen leid. Aber es sind deine Bienen und du kannst damit tun, was du für richtig hälst.


    Nix für ungut!

  • Warum macht ihr das?


    ich kontrolliere nichts mehr als das Gesamtgewicht und füttere gerade die letzten Opfer stiller Räuberei nochmal nach.


    Das Bild am Flugloch sagt mir doch genug, da muß ich nicht das mühsam verkittete Zeugs wieder aufmachen...*kopfschüttel*


    Das Risiko, dabei jetzt versehentlich die Königin zu quetschen ist mir einfach zu hoch.
    Ich werde in drei Wochen wieder OS "nebeln gehen". Deckel hoch, Aufsatzdeckel drauf, Nebel an, 5 min., Aufsatzdeckel ab, Deckel drauf, fertig. Der Nebel ist warm, allerdings nicht so heiß wie aus einem Verdampfer, und die Bienen vertragen ihn anscheinend sehr gut.Die Eintragmenge ist dieselbe wie beim Verdampfen, nur als Nebel weniger gefährlich mit einer P2 Maske für mich.
    Zählen tu ich immer noch nicht, aber anscheinend funktioniert es tatsächlich.
    (DWD oder MWD hab ich nicht mehr *freu*)
    Es ist umständlicher als Träufeln, aber schonender als Sprühen der Einzelwaben.
    ich bin gespannt aufs Frühjahr....

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Moin Jetz-Behandler,


    mal ganz anders gefragt: Wenn Ihr jetzt schon behandelt, war's das dann bis nächstes Jahr? Oder macht Ihr dennoch eine Winterbehandlung? Wie ermordet Ihr die Milben, die jetzt noch zufliegen? Also im November?


    PS: Den Kinderaufweckvergleich finde ich so schlecht nicht. :cry:

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Hallo, Henry,


    ich werd lt. Plan jeden Monat einmal behandeln.
    Ist zwar viel Schlepperei, weil das System noch verbesserungsbedürftig ist, aber da es zu funzen scheint, tu ich das.
    Normalerweise sollte ich damit *fast* alle erwischen.
    Inklusive Re-Invasion.

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Auch wenn es noch im "Betastadium" der Erprobung ist, "meine" OS Kontaktbehandlung funktioniert mit ordentlichem Erfolg. Bei einigen Völkern hat die Brutfreiheit wie eine Bombe eingeschlagen. Im brütenden Zustand wirkte die Behandlung "nur" milbenausdünnend. Vor zwei Wochen, in der "Brutlücke", setzte ein gewaltiger Milbenfall ein. Im Vergleich zu den beträufelten Völkern scheint die Wirkung sehr gut! Die Vorteile liegen auf der Hand:
    -Überbrückung der Zeit zwischen der letzten AS Behandlung und dem brutfreien Zustand.
    -Eine Reinvasion wird vermindert, die Behandlung wirkt über eine sehr langen Zeitraum (evtl. auch noch in den Brutbeginn)
    -Sehr gute Bienenverträglichkeit (möglicherweise auch kompatibel zum OS beträufeln)
    -einfache und sichere Anwendung
    -unabhängig vom Brutstand
    -keine dauernde Störung des Bienenvolkes durch mehrfaches Bedampfen.



    Mögliche Nachteile:
    -KEINE Sanierungsbehandlung von stark befallenen Völkern!
    -Funktioniert nur zuverlässig bei zweizargigen Völkern
    -Dosierung ist nicht noch nicht zuverlässig ermittelt
    -Tragermaterial ist entscheiden!
    -Trägermaterial verbleibt evtl. im Volk
    -die Nachteile die eine "Streifenbehandlung" mit sich bringen kann
    -ALLE Risiken die man als "early adopter" haben kann...


    Gruß
    Simon

  • Hallo Bumblebee!


    Jetzt hast du mich aber neugierig gemacht. Habe ich das richtig verstanden? Du trägst OS auf ein Trägermaterial auf und hängst sie in die Beuten?
    Wärst du (schon) bereit deine Erfahrungen ausführlicher mit uns zu teilen? :lol:


    lg, Stefan