Baumaterial Beuten

  • Hallo Imkers und Beutenselbstbauer,


    ich möchte (muß) heuer Beutenmäßig was unternehmen, da ich sonst nächstes Jahr kein Volk mehr aufsetzen könnte.


    Welches Holzmaterial nehmt ihr zum Selberbauen.
    Wirklich Bretter zum Selberhobeln und verleimen????
    Oder fertige Platten aus dem Holzgroßhandel oder Schalungsplatten oder oder oder???
    Es gibt da viele Möglichkeiten.
    Laßt mich teilhaben an eurer Ideen!!


    Bin gespannt


    Gruß max

    Ich mag keine Signaturen mit ach so Schlauen Sprüchen.

  • Hallo, also ich bin gerade dabei Trogbeuten zu bauen (TBH´s), und
    verwende dafür Rau(h)spund, 19mm aus Fichte. Kostet der m2 6,99.- Euro
    Hat den Vorteil daß die Bretter Nut und Feder haben und an der Außen-
    seite fast ganz zusammenpassen ohne daß ein Spalt bleibt. Und muß man
    man einen mm korrigieren (Baumarkkreissägen sägen nicht 100% exakt)
    ist dies problemlos möglich. Die Bretter gibt es in 2m, 2,50m und 3m
    Länge so daß man recht wenig "Abfall" hat. Zudem denke ich daß das
    Holz aufgrund Nut und Feder genug Platz zum "arbeiten" hat. Nachteil an
    Fichte ist daß sie gegen Verrottung (Blaufäule) geschützt werden muß,
    also vor dem Lasieren mit einer Grundierung versehen werden muß.
    Ursprünglich wollte ich mir die Bretter gleich passgenau zuschneiden
    lassen, aber nach Liste Zuschnitte machen wollte kein Sägewerk.
    Ein Magazin habe ich auch schon probeweise damit gebaut, funktioniert
    auch sehr gut, muß allerdings gut verleimt werden.

  • Bin auch Zargenselbstbauer (Zander) - Böden kaufe ich fertig. Nehme Nut- und Federbretter (Fichte Tanne 19 mm) aus dem Baumarkt. Diese schneide ich mir in einer benachbarten Schreinerei auf Längen und Höhen zu, nachdem ich sie vorher verleimt habe. Klappt prima. Für das Zusammenschrauben der Teile habe ich mir eine Schablone (Dachlatten mit dem Innenmaß der Zargen auf eine Spanplatte geschraubt) gebaut, und kann dann die zurechtgeschnittenen Seiten problemlos und schnell verschrauben. Sind von den gekauften Zargen nicht zu unterscheiden.

  • Fichte kostet relativ wenig, leicht zu verarbeiten. Kiefer ist leichter und auch gut zu verarbeiten. Was haltet Ihr von der Zirbe?? Ist ja fast Kiefer, etwas teurer aber noch besser vom Verarbeiten her, da die Zirbe fast gar nicht "arbeitet"...

  • Hallo zusammen.
    Die Zirbe (Pinus cembra) gehört zur großen botanischen Gattung der Kiefern. Die Weymuthskiefer (Pinus strobus) wächst wohl nur in flacheren Gegenden glaub ich. Die festverwachsenen Äste der Zirbe bedeuten für das Holz keine Qualitätsminderung im Gegensatz zu anderen Baumarten und beim verarbeiten einer heimischen Zirbe kommt richtig Freude auf, schon allein wegen dem unverwechselbarem Geruch, einmalig... Da können mir sicher auch erfahrene Tischler zustimmen! :D

  • Die Leime die ich bisher alle getestet habe haben sich alle bei direkten
    Wasserkontakt wieder gelöst. Es gibt eine DIN Norm, steht auf den
    Verpackungen drauf, da ist D4 die höchste Stufe was Wasserfestigkeit
    angeht. Ich verwende Ponal X-Pert in der Kartusche. Der schäumt leicht
    aus beim trocknen und lässt somit kleine Ungenauigkeiten verschwinden.
    Zum Schluss mit Schleifpapier die Leimstelle verschleifen und mit einer
    Lasur (hier nehme ich Bondex) vor Verwitterung schützen.


    Zur Ergänzung:
    Verwende den Leim in Verbindung mit Spax, zum Auffüllen von kleinen
    Abweichungen (Baumarktmaschinen habens nicht so mit Genauigkeit).

  • Hallo!


    Habe auch mit PU-Leim (schäumt auf) schlechte Erfahrung gemacht.
    Fugen lösten sich schon nach einem Jahr.
    Zur Zeit nehme ich Ponal-Holzleim. Über die Haltbarkeit kann ich
    noch nichts sagen.


    MfG
    Imme

  • Hallo


    zum Leim kann ich folgendes sagen.
    Meine letzten Beuten habe ich vor ca. 10 Jahren gebaut, gebaut aus selbstgehobelten und auf 8cm besäumten Brettern. Diese wurden dann in 2 Schichten übereinander und zueinander stumpf verleimt und an den Ecken verschraubt.
    Als Leim verwendete ich damals Ponal B3 den man mit Zusatz auf B4 (oder wars D4??) aufmischen konnte, was ich aber nicht gemacht habe.


    Also der B3 von Ponal hält diese Beuten immer noch 1a zusammen, wenns wo reißt dann nie an der Leimfuge sondern daneben.
    Der ausgetrocknete Leim ist Glashart und ich kann mir nicht vorstellen dass der in den nächsten 10 Jahren "verschwindet".
    Ich denke entscheidend ist dass Holz.


    Max


    PS: Fertig verleimte Platten o.ä. verwendet also niemend von euch???

    Ich mag keine Signaturen mit ach so Schlauen Sprüchen.