Bienenkönigin über den Winter bringen

  • Habe mir eine teure Buckfastkönigin gekauft, die leider erst vor drei Wochen geliefert wurde. Nun will ich sie über den Winter bringen. Ich habe ein paar Bienen mit Waben dazugeben und eingefüttert, aber das Volk ist im Moment sehr sehr klein! Mehr Bienen habe ich derzeit nicht zum Zugeben. Wer hat eine Idee, ob ich es irgendwie schaffen kann sie über die kalte Jahreszeit zu bringen. Wäre es eine Lösung sie in eine Scheune mit Möglichkeit unter dem Tor durchzufliegen zu packen oder könnte man sie in einem kalten Zimmer im verschlossenen Kasten mit Belüftunggitter halten?
    Bin für jeden Ratschlag dankbar.

  • Danke Bumblebee für Deine Reaktion!
    Irgendwie ist das alles noch nicht die richtige Lösung. Vielleicht nehme ich den Ablegerkasten mit offenem Belüftungsgitter bei einer besonders kalten Nacht ins Zimmer....
    Hatte übrigens im besagten Ableger die Räuberei und verlegte dann das Urhebervolk sehr schnell an einen anderen Standort. Die restlichen "Räuberinnen" haben sich nun beim schwachen Ableger eingebettelt.
    Mal sehen, was noch passiert und welche Idee noch kommt.
    Gruß
    Hans-Joachim

  • Versuchen neue Königin oben in neue zarge, auf altes volk da zwischen ein absperr gitter. So habe ich gemacht mit 2 schwache Völker uber winter gebracht.

  • Ich hatte ein ähnliches Problem.Habs nach Bumbelbees Rat auch mit Absperrgitter einem starken Volk aufgesetzt.Bis jetzt lebt sie noch und ist in Eiablage.
    Bienen sind halt keine Geranien,die man bei kälte ins Zimmer stellt.Glaube nicht,das das gut geht.Und die eingesperrten Räuberbienen leben doch allerhöchstens noch drei Wochen,da keine Winterbienen.
    Ich glaube die einzige Option.
    Viel Glück

  • Jojobiene schrieb:

    Ich hatte ein ähnliches Problem.Habs nach Bumbelbees Rat auch mit Absperrgitter einem starken Volk aufgesetzt.Bis jetzt lebt sie noch und ist in Eiablage.
    Viel Glück


    Bei einem Absperrgitter können doch alle Bienen außer der Königin in den anderen Raum. Gab es da keine Stecherei? Oder hast Du ein bienendichtes Gitter genommen und oben ein zweites Flugloch gehabt?
    Das Problem scheint sich übrigens vielleicht auf andere Art zu lösen.
    (Siehe obiger thread)
    Danke für Eure Tips bisher!
    Hans-Joachim



  • Hallo
    diese Methode empfielt Liebig in EInfach Imkern.
    Ich konnte so im Frühjahr schon mehrere Jahre einen Schwachen Volk auf die Sprünge helfen.
    (Natürlich nicht immer den gleichen :wink: )


    max

    Ich mag keine Signaturen mit ach so Schlauen Sprüchen.

  • Die Methode ist eine Sanierungsmethode für's Frühjahr. Beschrieben in Zander bzw. DNM wobei ein Einzargiges Volk einem Zweizargigen aufgesetzt wird und zwar nachdem sich die Bienentrauben auch wieder bewegen können. Es kommt duch das Gitter zum Bienenaustausch, weil oben und unten ein, wenn auch bescheidenes Brutnest da ist, das gewärmt werden soll. Leerer, brutfreier Wabenbau würde verlassen und die König über oder unter dem Gitter würde erfrieren. (Typisches Bild, wenn im Winter ein Gitter in der Beute blieb. Die Bienen ziehen in der brutfreien Zeit dem Futter hinterher, die Königin kann nicht mit, Ende)

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Danke Henry, damit wären wir zum Glück wieder auf der Sachebene!!
    Ganz klar ist mir die Sache dennoch nich. Es kommt dann wohl trotz zweier unterschiedlicher Völker nicht zur Stecherei und es gäbe nur ein Flugloch unten?
    Scheint mir kein mögliches Konzept für die Dadant-Betriebsweise zu sein....?
    Herzlichen Gruß
    Hans-Joachim

  • Moin Hans-Joachim,


    also wenn Dir die Sache nicht klar ist, dann bist Du auch nicht auf der Sachebene. Ich bin dort sobieso nie. :lol: Mir geht's nicht um die Sache, mir geht's umme Bien.


    Eine Beute darf winters nur ein Flugloch unten haben und keine weiteren höheren Öffnungen. Wegen Durchzug. Das gilt auch noch im Frühjahr (und nur im Sommer kann man zur Propolisgewinnung oben öffnen) Wenn zwei Völker übereinander überwintert werden, dann geht das also entweder mit einem sehr dünnen aber geschlossen Zwischenboden mit Flugloch, der die Wärme nach oben abgibt oder mit einem Gitter. Ein Flugloch über dem unteren Volk erzeugt in diesem Zugluft und wäre dessen Tod. Besser als mit Notlösungen und Sanierungskonzepten in den Winter zu gehen wäre allerding rechtzeitiges Vereinigen zu großen Völkern.


    Warum befolgst Du nicht Simons Rat. Das würde doch alle Deine Probleme lösen. Warum solltest Du auch eine Königin über den Winter nehmen? Um- oder beweiseln kannste Dein zerkucktes Volk ja auch jetzt. Natürlich nicht ohne Risiko. Aber wenn sie Dir eingeht, die teure Königin, ist sie nicht direkt töter, als wenn sie die Dir abstechen. Vielleicht haste aber auch nächstes Frühjahr einen Zweiweiselstock und die kommen zu zweit 'ne Weile klar. Sowas gibts ja. Mit 'ner toten teuren geht das allerdings nicht.


    Falls Du mit dem Gedanken spielst, aus der Königin irgendwie ein Volk zu machen, weil Du mehr Völker haben willst, dann denk mal darüber nach:
    - Wenige starke Völker gehen gut durch den Winter und geben viele starke Ableger ab, die dann wieder starke Wintervölker werden. Wenige Völker brauchen weniger Futter.


    - kleine Völker werden krank oder gehen ein und bringen dann keine oder nur schwache Ableger und keine Ernte. Dafür wurden aber viele Völker aufgefüttert, behandelt, beweiselt ...


    Der kluge Imker (der auf der Sachebene :lol: ) hat also im Winter wenige große Völker und wintert davon viele aus, während die noch nicht ganz so schlauen viele Völker einfüttern und viele verlieren (die natürlich zum Stichtag allesamt gezählt wurden). Es ist also durchaus besser vorm Winter noch 10 auf 5 Völker zu vereinigen und im Frühjahr ordentliche Ableger zu bilden als die 6 oder 8 überlebenden Schwächlinge erst mal wieder aufzupäppeln und um jeden Preis jedes Bienenhäufchen aufzufüttern.


    Und das werden Dir alle bestätigen, die seit Jahren und Jahrzehnten deutlich weniger Winterverluste als der Schnitt haben und keine Ruhr und keine Nosema ect.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder