Nachbehandeln

  • Liebe Imkerfreunde,


    Herbst, Behandeln und Einwintern das sind fast die letzten Arbeiten an den Bienen.


    Ich habe meine Völker dieses Jahr mit THYMOVAR® behandelt. Nach der zweiten Behandlung fielen nur noch einige Milben auf die Windeln, was eigentlich ein positives Resultat ist. Nun mache ich mir Gedanken wegen der Nachbehandlung. Empfohlen werden da 3 Methoden, verdampfen, versprühen und träufeln.
    Verdampfen kann ich nicht, weil das Gerät fehlt. Mir bleib die Wahl zwischen versprühen und träufeln. Da ich weder das eine noch das andere gemacht habe, würde es mich freuen, wenn du aus deiner Erfahrung berichten würdest.


    Mit Imkergruss
    Edmond

    Schritt für Schritt hinterlasse ich Spuren, sie verwehen wieder so wichtig sind sie nicht. Aufgeschnappt in der Sahara.

  • Hallo Edmond


    Da ich kein Fan der Oxalsäure bin (mag auch unbegründet sein)
    sieht meine Behandlung wie folgt aus:


    Variante 1: (bei Jungköniginnen)
    2x 3 Wochen Thymovar (1 woche Pause zum Auffüttern) Ende Juli-Mitte Sept


    1x 4 Tage AS 60% mit Apidea Verdunster Anfang Okt. (funktioniert das Schwamtuch alleine genauso) ;eine Art Restentmilbung


    Variante 2:


    2x 1 Woche AS 60% Apidea Verdunster
    + 1Knabba Streifen Mitte September (Ich weis da ist auch Oxalsäure drin aber nicht in dem Außmaß)


    Es mag unvernünftig sein aber ich verzichte auf die Restentmilbung im Winter zur Gänze(Winterruhe ist für mich ein kleines Heiligtum)


    PS:Kein Volk ist bis jetzt an der Varroa zu Grunde gegangen oder hatte Startschwierigkeiten im Frühjahr gezeigt!


    Mit imkerlichen Gruß aus Tirol, Ösiland wie es einige im Forum nennen :D


    Pauli Michael

    15 Völker , 900m Seehöhe
    nur Standbegattung, Carnica Buckfast Mellifera Mischung, Holz DNM Auszugsbeuten ,


    In jedem Geschöpf der Natur lebt das Wunderbare "Aristoteles"

  • Hallo Edmond.


    Nun ich bin ein Fan der Oxsalsäure. :D


    Behandeln tue ich zwei mal im Jahr. Das erste mal nach dem abschleudern mit Ameinsensäure. Wie ist da erst mal zweitrangig.


    Das zweite mal mehr im Novenber, wenn es kalt ist und das Volk in der Wintertraube sitz. Dazu wir bei uns im verein ein Oxsalsäure- Zuckergemisch angerührtund an alle verteilt. Es sind nur wenige Prozent Säure, aber genau weis ich das nicht. Das wird dann an einem milden Tag von oben in die Bienen besetzten Wabengassen geträufelt (mit einer Grossen Spritze). Einzargig 50ml insgesamt, zweizargig 100 ml, etwa 5ml pro Gasse.


    Die Störung des Volkes ist minimal und eine Wirkungsvolle Restentmilbung. Und es ist vom Umgang her unbedenklich, im Gegensatz zum sprühen oder gar verdampfen der Oxalräure.
    Leicht, wirkungsvoll und unbedenklich - bei uns im Verein wird das nun schon einige Jahre so gemacht und es hat sich bewährt.


    Nur mal so als Alternativemethode zu Pauli Michael.


    MfG
    Manuel Steinbring

  • Liebe Imkerfreunde



    Heute konnte ich in der Schweizerischen Bienen – Zeitung 10/2005 den Artikel lesen.


    Träufeln von Oxalsäure: wirksamer mit mehr Zucker


    Kopie aus der Zeitschrift:


    Nicht alle Geheimnisse gelöst



    Frage, wie die Oxalsäure genau wirkt und welche Prozesse sie auslöst, ist für den Praktiker ein Geheimnis. Sie wird von den Bienen bekanntlich nicht aufgenommen, um so mehr erstaunt, dass die Wirkung offenbar
    von der Zuckerkonzentration der Lösung abhängt.
    Tipp für die nächste Winterbehandlung: Genügend Zucker in die Lösung.
    Das Zentrum für Bienenforschung in Liebefeld empfiehlt 3,5% Oxalsäure bei 50% Zucker.


    Zu lesen war auch, dass das Träufeln im Vergleich mit Verdampfen etwa
    die gleiche Wirkung haben soll.
    Ich denke, dass das Träufeln für Imker und Bienen eine verträgliche Methode ist.


    Danke für die spontanen Antworten


    I wünschä Dir ä gueti Zyt


    Edmond

    Schritt für Schritt hinterlasse ich Spuren, sie verwehen wieder so wichtig sind sie nicht. Aufgeschnappt in der Sahara.