Mini Plus aus Holz oder Styropor

  • Welche Mini Plus Beuten sind besser Holz oder Styropor? In Hinsicht Überwinterung, Wärmespeicherung und Beständigkeit der Beuten.
    Denn ich möchte mir im Winter für die nächste Saison Mini Plus Beuten
    kaufen oder selber bauen. Welche Erfahrungen habt ihr gemacht mit
    den Beuten aus Holz gemacht vom Wagner?

  • Hallo Roman,
    ob Holz oder Styropor ist mehr eine Sache der Einstellung oder der Philosophie als ein imkerlicher Sachzwang.
    Wer gerne mit Styropor arbeitet, nimmt die, ein anderer die aus Holz.
    die beiden Systeme stehen sich in nichts nach.

    Grüße an alle


    Michael



    -Denken ist wie googeln. Nur krasser-

  • Meine Meinung:
    Mini-Plus sind wenig geeignet für eine Überwinterung. Dieses Korsett beschneidet in jeder Hinsicht das Bienenvolk, da ist die Material-Frage Nebensache. Auch vom Preis her ist das Ding fragwürdig, ein Rähmchen ist nicht viel günstiger als das Standmaß. Sind es nicht die Dadant-Imker, die das Kästchen gebrauchen? Drei verschiedene Rähmchengrößen in einer Imkerei? Ich würde da nicht klarkommen, vielleicht mit ein paar Völkern.


    Gruß
    Simon

  • Hallo Simon,


    ich kann deine Ansicht sehr wohl nachvollziehen, allerdings sind die Vorteile so gewaltig, dasS sie alle Nachteile wettmachen:
    -Ich überwintere darin meine Reserveköniginnen
    -im Frühjahr kommen meine Nachzuchtköniginnen hinein, so dass ich immer problemlos an Zuchtstoff komme
    -sind Gäste am Stand, vor allen Dingen ängstliche "Kunden" oder Kinder, habe ich ihnen schnell ein Volk gezeigt, ohne meine Trachtvölker behelligen zu müssen.
    Ein kleines Miniplusvolk zu öffnen ist einfacher und schneller als ein großes Dadantvolk
    -Durch Schröpfen der Miniplusse erhalte ich die Bienen zum Befüllen der Begattungseinheiten
    -und last but not least nehme ich sie mit zur Belegstelle und lasse darin Jungköniginnen zur Begattung kommen
    Das andere Wabenmass stört mich nicht im geringsten, ich bin noch nie auf die Idee gekommen, Waben umhängen zu wollen.
    Aber es ist Ansichtssache, in der Imkerei gibt es gottlob nur sehr wenig "muss" aber sehr viel "kann".

    Grüße an alle


    Michael



    -Denken ist wie googeln. Nur krasser-

  • Hallo @ all,


    da die minipluse zum Überwintern eher nur in klimatisch guenstigeren Gegenden funktionieren sollten oder man nimmt die "überlangversion", bin ich auf der Suche nachner Minibeute mit quadratischem Zargenmaß,
    also eher die handliche Version und noch überwinterungsfähig mit ca. 3 - 4
    Zargen in einer rauhen Klimazone (700m ÜNN / 6 Monate Winter). D. h. wieder ein neues Rähmchenmaß kreieren oder auf was
    bewährtes bestehendes System zurückgreifen


    fragt bernie

    Imkeranfänger, Start April 2006,
    Standort: Kongo Bavaria * 4 Völker auf Eigenbau Dadant mod. * Brutraumzargen bestehen sich aus 2 einzelne, verschraubte Halbzargen * Zargeneckverbindung
    --> "Verdeckt Nut - Feder" verschraubt und genagelt* Wandstärke: 22mm Fichte

  • Hallo Bernie,


    du schreibst:

    Zitat

    quadratischem Zargenmaß,


    Noch quadratischer als die Miniplusse geht nicht mehr. :wink: 
    Oder solltest Du ein quadratisches Wabenmaß gemeint haben?
    Außerdem war die ursprüngliche Frage eine ganz andere: Was ist besser, Styropor oder Holz?
    Ich persönlich bevorzuge die Systeme aus Holz, nicht zuletzt, weil ich einmal eine sehr fruchtbare Diskussion mit Reiner Schwarz darüber hatte. :roll: 
    Er hat mich damals überzeugt, die umweltverträglichere Variante zu wählen, und Recht hatte er.

    Grüße an alle


    Michael



    -Denken ist wie googeln. Nur krasser-

  • Michael


    meinte schon die Zargenform die quadratisch und dadurch auch noch handlich wäre, nicht so wie die langgestreckten Miniplusse also die besser
    überwinterungsfähigere Variante.


    ciao bernie

    Imkeranfänger, Start April 2006,
    Standort: Kongo Bavaria * 4 Völker auf Eigenbau Dadant mod. * Brutraumzargen bestehen sich aus 2 einzelne, verschraubte Halbzargen * Zargeneckverbindung
    --> "Verdeckt Nut - Feder" verschraubt und genagelt* Wandstärke: 22mm Fichte

  • Entschuldige, wenn ich blöd frage, kann es sein, dass du hier die Apideas mit den Miniplus verwechselst? Oder ist bei dir langgestreckt was anderes?


    Das hier im Vordergrund sind Miniplus:


    http://www.html-agentur.de/ism/Bilder/hausberg.jpg


    Apideas stehen links hinten - schlecht zu sehen, weil so klein - in Viererblöcken.

    42

    ganz sicher

    nur nicht beim bee-space

  • Hallo Rainer,


    hab die langen miniplusse bei bienenwagner gesehen, weiss nich wie die heissen, haben schätzungsweise 10 - 12 miniplusrähmchen und sollten w. g. besser zum Überwintern geeignet sein. ciao bernie

    Imkeranfänger, Start April 2006,
    Standort: Kongo Bavaria * 4 Völker auf Eigenbau Dadant mod. * Brutraumzargen bestehen sich aus 2 einzelne, verschraubte Halbzargen * Zargeneckverbindung
    --> "Verdeckt Nut - Feder" verschraubt und genagelt* Wandstärke: 22mm Fichte

  • Hi Berniebee,


    das sind nicht die "Originalen". Wagner empfiehlt sogar zum Überwintern zwei seiner "Mini-Plus-Lagerbeuten" übereinander zu stellen. Ist bestimmt eine sichere Methode, allerdings nicht allgemeiner Usus. Carnica Singer in Ösiland überwintert zum Beispiel auch hunderte Königinnen in ein(!) und zweiräumigen Miniplus-Magazinen zu je sechs Rähmchen. Meistens wird das Mini-Plus-System als "zweite Imkerei" neben dem Wirtschaftsbetrieb geführt. Dann ist es sinnvoll, da die Wirtschaftsvölker nicht für das Erstellen der Begattungseinheiten geschröpft werden müssen, es wird einfach "Ablegerbildung" gemacht. Im Herbst dann einfach wieder zusammen gestellt. Wenn man es so nicht machen möchte, sind Apideas o.ä. die sinnvollere Wahl.


    Ich hab' übrigens alle in Holz. Vom Wagner. Auf unserer Gebirgsbelegstelle waren in diesem Jahr erstmals die Mini-Plus in der Überzahl <freu>. Da war das Begattungsergebnis gleich spürbar besser. Wir hatten im Juni nochmal Bodenfrost ...

    42

    ganz sicher

    nur nicht beim bee-space

  • Hallo Zusammen
    Nach der letzten Antwort von Rainer sind wir definitiv bei der Betriebsweise mit MiniPlus.
    Damit dieses auch noch geklärt ist, hier meine Betriebsweise.
    Ich habe mindestens so viele Minis wie ich Königinnen für meine Wirtschaftsvölker brauche. Das bedeutet, dass eine Jungkö im Mini schlüpft und begattet wird.
    Im September wenn dann das grosse Umweiseln losgeht, werden die Minis aufgelöst und (nun kommts) ein Völkchen aus dem Mini in die doppelte Länge Lagerbeute (10Waben) umlogiert. Alle Waben aus den Aufgelösten Minis werden so mit den Bienen verwendet. Bis zwei Lagerbeuten voll sind. Eine dritte wird dann noch als Futterraum aufgesetzt und die Völker gefüttert und so durch den Winter gebracht.
    Im Frühjahr nach der ersten Tracht, eine Zarge hat eingelagertes Futter, wird die Zucht wieder gestartet und zwei Brutwaben und eine Futterwabe wird mit einer Zelle zusammen in die Minis gesetzt. Erweitert wird mit MW.
    Die Vorteile liegen auf der Hand.
    In der Lagerbeute habe ich eine optimale Überwinterung, der Zuchtbetrieb belastet nie den Wirtschaftsbetrieb, es werden nur so viele Kö überwintert wie notwendig, ich muss keine Brutwaben aus den Minis irgendwie auflösen, ich kann sogar in den Lagerbeuten die Zucht einleiten.
    Mit freundlichem Gruss
    Hugo