Buch Königinnenzucht

  • Hallo !
    Nächstes Jahr möchte ich mir meine Königinnen selber ziehen ( für 3 Völker und 1-2 Ableger) .
    Welches Buch zu diesem Thema empfehlt ihr einem blutigen Anfänger ?

    Grüssle aus dem Nordschwarzwald


    Lagerfeuer1971

  • @Lagerfeuer 1971
    Lieber Imkerfreund!
    Diese Empfehlung wird dir möglicherweise nicht gefallen: als Anfänger sind für dich erstmal andere Dinge wichtig. Die Königinnenzucht hat natürlich einen hohen Stellenwert und es ist sehr lobenswert, dass du dich damit befassen willst. Aber bitte tue dies später, wenn du mehr Erfahrung mit den Bienen hast.
    Als ein sehr gutes Buch empfehle ich dir dann "Aufzucht, Paarung und Verwertung von Königinnen" (Verfasser sind Friedrich-Karl Tiesler und Eva Englert) Das Buch ist seinerzeit im Ehrenwirth-Verlag erschienen.

  • Hallo Peter,


    das Buch wird nicht mehr neu gedruckt, man kann es aber überall für 9,90 € kaufen. Eines der besten Bücher, da es mit eines der jüngsten ist.
    Dann gibt es natürlich noch andere, die sich mit diesem Thema befassen, bei E-bay werden ständig welche angeboten!


    Wichtig bei der Aufzucht von Königinnen, ein starkes Volk nehmen und nicht das schwache, weil man sowieso keinen Honig von bekommt. Nimmt man letzteres, werden die Königin genauso wie die Kinderstube! :D


    Grüsse 8)

    Bis die Tage, ich komm wieder, keine Frage !

  • Hallo,


    ich weiß, Du hast nach einem Buch gefragt, aber der Film von Franz Xaver zum Thema Königinnenzucht ist auch ein guter Einstieg.

    Gruß Thomas (Hatte mal vier Jahre lang Bienen. Dann aufgrund einer Bienengiftallergie aufgehört.)

  • Hallo,
    ich stimme Peter Groth vol zu:


    ""Als ein sehr gutes Buch empfehle ich dir dann "Aufzucht, Paarung und Verwertung von Königinnen" (Verfasser sind Friedrich-Karl Tiesler und Eva Englert)""


    habe das Buch vor zwei Wochen bei amazon bekommen. Ist verständlich und gut geschrieben.

  • Hiermit möchte ich auch jedem Anfänger dazu
    ermutigen, mit der Königinnenzucht möglichst früh anzufangen.
    Klar es kann Niederlagen geben - aber mit gekauften Königinnen kann
    das genausogut passieren!- wenn nicht gar öfter!


    Und wenn es mal geklappt hat mit der Zucht, so wirst DU es immer wieder machen! - Man ist nicht mehr angewiesen auf andere Imker - Du hast immer Königinnen in Reserve wenn mal eine kaputt gehen sollte.
    Klar kann manch einer sagen das lohnt sich doch nicht - kauf bei mir!


    Vielleicht kannst Du einen guten Kurs besuchen bei Dir um die Ecke?


    Also ich selbst habe auch das Buch vom Tiesler.
    Gut gefallen hat mir auch das Buch von Ruttner, auch das von Gilles Fert - Technik der Königinnenzucht.
    Der gleichnamige Film hat mir auch gefallen - wobei ich das Buch noch informativer finde.
    Bruder Adam finde ich auch interessant aber nix für Anfänger- zu schwer verständlich dann.
    Gut beschrieben finde ich es auch bei Dr. Liebeig einfach imkern - gerade für den Anfänger.


    Falls Du DSL hast
    http://mkat.iwf.de/index.asp?Signatur=C+1801
    kann man glaub online anschauen.


    Viel Erfolg und beim ersten Misserfolg nicht den Kopf in Sand stecken- das nächste mal klappts bestimmt!


    viele Grüße
    Uli

  • Hallo!


    Ich imkere jetzt das fünfte Jahr und hab diesen Sommer meine ersten Königinnen selber nachgezogen. Die ersten zwei Serien sind voll in die Hose gegangen - wetterbedingt und durch eigenes Unvermögen. Allein bis ich die richtigen Larven fand ... *uff*
    Die dritte Serie hat dann voll eingeschlagen. Ich muss sagen, von allen Arbeiten mit den Bienen finde ich die Königinnenzucht am spannendsten. Und ich gestehe ... ich werde es wieder tun. :D 
    Trau dich ruhig drüber; es ist halb so wild, wie es sich anfangs aussieht und es sich anhört.


    lg, Stefan

  • hallo lagerfeuer
    du kannst gerne bücher lesen, das schadet nie, aber die in den büchern beschriebenen verfahren sind in der regel auf die massenvermehrung ausgelegt und für die paar königinnen die du brauchst zu kompliziert und zu aufwändig (aber viele meiner kollegen lieben es kompliziert :wink: )
    für meine 15 bis 20 völker mache ich das so. ich halte so ein bis zwei königinnen,die ich mir bei einem züchter meines vertrauens besorgt habe, in miniplus beuten.
    nach der überwinterung auf so ca 4 zargen explodiert das völkchen. wenn es dann auf 6-7 zargen ist, wird es "zerrissen". in jeden miniplus ableger eine wabe mit eiern und wenn möglich ausslaufender brut sowie futterwaben.
    dann einfach einen monat nicht mehr reinsehen und fertig ist die neue königin. um schlechten wetterlagen vorzubeugen kann man das auch auf zweimal ( mit einer woche abstand) machen. die neuen königinen können in der miniplus, die man ja wieder erweitern kann auch zeigen was sie können und wie friedlich sie sind sodass mann auch in etwa einen eindruck von ihnen bekommt. das ganze kann man dann nochmal wiederholen.
    für wochenendimker wie mich sehr geeignet.
    die miniplus völker abseits der wirtschaftsvölker aufstellen.
    gruss
    wolfgang

  • Dieses Jahr habe ich (als Anfänger) auch 2 Nachschaffungsköniginnen ziehen lassen.Diese waren deutlich schwächer als eine gekaufte.Von den Nachschaffungsköniginnen möchte ich eigentlich wegkommen und nächstes Jahr "Richtige" züchten.
    Natürlich reichen mir (wie wohl den meisten) 2-4 Königinnen.
    Welche Methode in diesem Fall die geeignetste ist weiss ich leider immer noch nicht ...

    Grüssle aus dem Nordschwarzwald


    Lagerfeuer1971

  • Min Lagerfeuer,


    das Tiesler-Buch ist Bißchen alt und auch irgendwie aus einer andern Zeit. Ich stand vor dem selben Problem wie Du. Ich brauchte jährlich 5-10 Königinnen und das ist eine sehr ungünstige Losgröße. Entweder 100-200 Euro ausgeben oder selber Vermehrung betreiben und anfangs noch viel mehr Geld ausgeben. (Zuchtzeug, Begattungskästen, Königinnen ...)


    Ich denke inzwischen, daß kleine Imkereien mit wenigen, vielleicht unter 10 Völkern, und deutlicher Ausrichtung auf Honig lieber Königinnen kaufen sollten. Aus ganz wirtschaftlichen Gesichtspunkten. Denn bei der Zucht sinkt wegen des Bienenbedarfs und der vielen Eingriffe der Honigertrag und man hat immer zu wenig Jungbienen.


    Imkereien mit mehr als vielleicht 30, 40 Völkern sollten selbst Vermehren, weil ihr Königinnenbedarf den Aufwand rechtfertigt.


    Dazwischen ist es eine Abwägungsfrage und wenn's gut läuft erdrückst Du nachher Königinnen ohne Ende. Und läuft es schlecht wird's knapp.


    Erstaunlicherweise kaufen viele ganz große Imkereien dann auch wieder Königinnen oder lagern die Zucht aus. Manche auch gleich zum Züchter, der dann natürlich große Mengen günstiger erzeugen kann.


    Deshalb rate ich Dir - kaufe! Zum Beispiel beim Michael Plein in Mettlach.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Ich kann empfehlen "Zuchtpraxis des Imkers in Frage und Antwort" von Karl Weiss.
    Es ist zwar das einzige Buch über Königinnenzucht auf Deutsch das ich gelesen hatte, aber es war sehr interessant und informativ.


    Welche Methode- ich glaube das sollst du selber entscheiden, die Information ist ja in jedem Buch für Bienenzucht (auch die einfachsten Methoden).


    mfg
    Ainars

  • Hallo, Henry,

    Zitat

    Erstaunlicherweise kaufen viele ganz große Imkereien dann auch wieder Königinnen oder lagern die Zucht aus. Manche auch gleich zum Züchter, der dann natürlich große Mengen günstiger erzeugen kann.


    Warum "erstaunlich"?
    Du weißt doch selbst, daß die Arbeitsspitzen von Zucht und Wirtschaft zusammenfallen, und Arbeitskraft & Zeit sind die limitierenden Faktoren.
    Wenn du in der Schwarmzeit von morgens bis abends rumdüst, deine Völker im Griff zu haben, womoglich noch schön weit weg wg.Sortenhonig, wann willst du da noch vernünftig züchten?
    Du hast nun mal eigentlich 3 verschiedene Betriebszweige: Zucht, Vermehrung und Produktion.
    Wer versucht, das alles allein hinzukriegen, wird sehr schnell merken, daß einer der Betriebszweige immer leiden wird.
    Die Landwirtschaft macht es uns doch vor!
    Ferkelerzeugung, Ferkelaufzucht, Mastbetrieb und Zuchtbetrieb als Erzeugerring.
    ich finde so eine Aufteilung genial.
    Zumal dann jeder wirklich seine Stärken einbringen kann.
    Ich weiß von mir, daß ich recht erfolgreich jede Sorte Viechers vermehrt und großgezogen kriege, aber als Züchter bin ich a) zu sentimental und b) fehlt mir der gewisse Blick für das Potential eines Tieres, ich kann mir die möglichen Ergebnisse nur schwer vorstellen, wenn es nicht grade offensichtlich ist. Ich kann halt immer nur sehen, was ist, und nicht, was sein könnte, wenn du weißt, was ich meine.


    Ich würde bei so einem Bienen-Zucht-Vermehrungs-Produktions-Ring liebend gerne mitmachen, aber wo gibbet sowas?

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Hallo Sabiene,
    generell es ist so, aber Bienenzucht ist nicht so intensiv wie Schweine- oder Geflügelzucht.
    Auch die Betriebe mit 100,200... und mehr Völker sind nicht so intensiv, damit nicht zu überlegen -eigene Königinnen produzieren oder kaufen. In USA und Kanada die riesen Betriebe kaufen die Königinnen oder die haben Mitarbeiter die spezialisieren auf Königinnenzucht.


    Es ist sehr individuell und du hast recht das limitierende Faktor ist die Zeit. Und es kann sehr unterschiedlich sein-einer mit 100 Völker als Nebenserwerb ist in andere Situation als der Berufimker mit 300 Völker. Einer hat grosse Familie, der andere hat nur eine Frau, die Angst von verrückten Fliegen hat,usw. :D


    Wer nur einige Völker hat,wie lagerfeuer, vielleicht es ist bequemer und günstiger die Königinnen kaufen, aber das Erlebniss und Einblick ind die Welt von Bienen, die kann durch eigene Aufzucht von Königinnen bekommen, kann sehr wertvoll und interessant sein.


    mfg


    Ainars