wenig aufgefüttert.

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    Hallo Drohne,


    da muss ich wiedersprechen: Hier bei uns steht das Indische Springkraut noch in voller Blüte, allerdings etwa in 4 km Entfernung. Es wird von Bienen noch reichlich beflogen - allerdings nicht von meinen: Die machen sich über die Senf- und Ölrettichfelder her. Ich habe momentan wirklich Flugbetrieb wie zur besten Trachtzeit, die Fluglochkeile musste ich wieder entfernen weil sich die Bienen davor sammelten und in Klumpen runterfielen.

    "Wichtig ist, was man tut, und nicht was man sagt." Eragon

  • Bei mir war es sehr unterschiedlich. Das leichteste Volk hatte 25Kg und das schwerste 44Kg, dies habe ich auch nicht mehr gefüttert.
    Senf oder ähnliches habe ich nicht in der Nähe, es müsste also vom Springkraut (blüht bei uns nicht mehr) und von gelb blühenden Pflanzen (Goldrute und eine Art, die ich nicht kenne) kommen.
    Hab gestern die Futterzargen heruntergenommen, bei einem Volk habe ich mal in die oberste Zarge geschaut. Dort war auch nur Futter und keine Brut mehr vorhanden. Bei einem anderen Volk hab ich auf einer Randwabe noch Brut gesehen.

    MFG


    Christian



    "Haben zwei Imker die gleiche Meinung, so hat mindestens einer keine Ahnung"

  • Bei mir sind meine 5 Jungvölker (alle auf einer Zarge), die ich heute gewogen habe viel zu leicht, obwohl ich bis Anfang September alle mit 15 kg Zucker versorgt habe. Alle wiegen nur zwischen 20 kg und 24 kg. Nach meiner Berechnung wiegt die gesamte Einfachbeute mit hohem Boden, Zarge, Rähmchen, Innen- und Blechdeckel alleine schon 13 kg. Hinzu kommt noch das Gewicht der Bienen, Pollen und Waben, das ich auf 3 kg schätze. Das macht beim leichtesten Volk nur rund 3 kg reines Futter (4 kg – 20 % Wasseranteil) Ich muss wohl dringend nachfüttern !?. Wie viel Kilogramm reines Futter sollen Jungvölker um diese Jahreszeit eingelagert haben, um sicher über den Winter zu kommen?


    Gruß Marcus

  • Hmmmm!

    Bei uns im warmen Rheinhessen, geht bei meinen Völkern immer noch der Punk ab. Die Mädels finden immer noch Tracht ohne Ende und haben eingefüttertes Futter zum Teil in neue Waben investiert...

    Ein ca. 1,5 km entfernter Luzernenacker (knapp 2 ha) steht in Blüte und wird von denen völlig ignoriert! Anscheinend haben die es nicht nötig...

    Dagegen blüht an den alten Gemäuern der Efeu zuhauf. Die bei uns häufig anzutreffende Schwarznessel (Ballota nigra) ist nochmal in voller Blüte und wird neben den Gartenastern eifrig beflogen.

    Indessen ist die Weinernte in vollem Gange. Ich vermute, daß die Mädels sich auch an aufgeplatzte Weintrauben zu schaffen machen.

    In den Waben ist noch ne Menge Brut, zum Teil wird noch eifrig bestiftet.

    Trotz dieses Hochbetriebes fehlen für meinen Geschmack noch ca. 5 Kilo in den Völkern.

    Bringt da eigentlich noch ein Zufüttern was? Die letzten Tage hatten wir 24 Grad, etliche Blütenpflanzen setzen zu einer ordentlichen Nachblüte an, vor allem auf den Brachäckern die Disteln...

    Die Abkühlung bringt uns laut Vorhersage ca. 15 Grad Celsius im Schatten; d.h. Tracht und Flugbetrieb werden in unserer Gegend noch eine Zeitlang weitergehen. Andererseits ist bei uns für die nächsten drei Wochen auch Nachts kein Frost zu erwarten.

    Wenn ich da noch zufüttere, käme das, fürchte ich, einer Vortäuschung von Hochtracht gleich, die bei diesen Temperaturen weiter Wabenbau und Brutnachzucht anheizen könnte.

    Alles nicht so einfach für meinen Geschmack!

  • Hallo, Hans,
    Bienen gehen nur in Luzerne, wenn nichts anderes da ist, weil die Blüten so konstruiert sind, daß die Bienen jedesmal einen Kinnhaken bekommen, wenn sie an den Nektar wollen. Da läßt die Sammelbegeisterung sehr schnell nach, zumal wenn leichter erreichbare Quellen vorhanden sind.:wink:

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Hallo Hans!


    Ich schließe mich sabi(e)nes Meinung an, auch wenn Sie es nur durch die Blume gesagt hat. :p_flower01:


    Wann, wenn nicht jetzt willst Du denn noch was einfüttern, wenn Deinen Bienen noch Futter fehlt? :confused:


    Heute morgen hab' ich nach dem Wiegen aller Völker mit einer Federzugwaage (letzte Woche) das nach meiner Meinung noch fehlende Futter "verpasst" (=Futtertrog von oben). Ich hätte es eigentlich lieber heute abends zugesetzt, weil das der Räuberei vorbeugt. Aber es ist Fertigfutter aus dem Elsaß (HF1575), das ich guten Gewissens auch bei etwas ungünstigeren Wetterverhältnissen (=Wärme) füttere, weil es nicht gleich alle nicht gefütterten Völker des Standes alarmiert.


    Selbst wenn es noch Aussicht auf Futter gibt (=Tracht) würde ich jetzt ganz schnell "zu Potte kommen". Lieber Futterwaben im Frühjahr entnehmen, als im Frühjahr nach zu füttern. :daumen:

    Grüße Luffi


    Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer. :u_idea_bulb02:

    (Lucius Annaeus Seneca - römischer Politiker, Dichter und Philosoph - * 4 v.Chr, † 65)

  • Hallo luffi, hallo Sabiene,

    danke für euer Feedback, ich werde bei wärmeren Wetter noch etwas nachfüttern. Die nächsten drei Tage ist viel Regen vorhergesagt.

    Das, in Zusammenhang mit viel Brut, wird an den Vorräten nagen! Ich glaube noch an einen goldenen Oktober.

    Gruß in die Runde