Gelee-Honig

  • Hallo zusammen
    ich hätte da mal wieder eine kuriose Frage. Wir hatten Waldhonig geerntet, (evtl. war auch etwas Raps dabei) und in Gläser gefüllt, in der Annahme, dass er schön flüssig bleibt. Jetzt hab ich gestern ein Glas geöffnet und - oh Schreck - festgestellt, dass er wie völlig kristalliert aussieht. Die Konsistenz ist jedoch ganz anders: eher wie eine weiche Marmelade (und zwar gleichmäßig im ganzen Glas), und unglaublich lecker. Ist das jetzt nur eine Zwischenstufe, bevor der Honig bockelhart wird, oder hat jemand sonst eine Erklärung? Ach ja, der Honig war so seit ca. 6 Wochen im Glas.
    Danke und Grüßle
    Soni

  • Waldhonig kann auch ohne Raps festwerden, insbesondere Fichte aber auch Tanne. Ob er nun zu Beton wird, kann schlecht vorhergesagt werden. Auch ich hatte mal das Vergnügen mit einem solchen Honig. Wenn er geleeartig ist, bleibt er vermutlich auch dunkel und streichfähig. Auch für solchen Honig gibt es viele Liebhaber! Ansonsten entweder: Raps oder Fichte. Das macht weniger Stress und gibt sortenreineren Honig.
    Gruß
    Simon

  • Zitat

    Raps und Wald bei der gleichen Schleuderung, wie geht das ?


    ...das geht entweder wenn in die Lecanie gewandert wird und der Raps leider noch bevorzugt wird. Bei einer Wanderung vom Raps in die Fichte geht das ebenfalls nicht nahtlos.
    Gruß
    Simon

  • Soni schrieb:

    Hallo zusammen
    ich hätte da mal wieder eine kuriose Frage. Wir hatten Waldhonig geerntet, (evtl. war auch etwas Raps dabei) und in Gläser gefüllt, in der Annahme, dass er schön flüssig bleibt. Soni


    Hallo Soni,
    normalerweise honigt der Wald und der Raps nicht zusammen. Der Wald (Fichte) beginnt A. Juni, meistens aber M. Juni zu honigen, da ist der Raps schon verblüht und der Honig aus der Kiste. Die Tanne honigt ohnhin erst noch später.
    Ausserdem ist vom Ansehen schon feststellbar, ob es Raps oder Waldhonig ist.
    Auskristallisieren gibt es beim Raps und beim Waldhonig.
    Hast du evtl. nur einmal geschleudert?

  • Hallo Franz,
    normal ist bei der Waldtracht, dass viele zu spät dazu kommen.
    Im Schwäbischen Wald honigte 2005 die Tanne ergiebig im Mai, vor der Fichte! Das Problem mit der Trachtüberschneidung der Lecanie und dem Raps gibt es oft im oberschwäbischen Raum.
    Gruß
    Simon

  • Bumblebee schrieb:

    Hallo Franz,
    normal ist bei der Waldtracht, dass viele zu spät dazu kommen.
    Im Schwäbischen Wald honigte 2005 die Tanne ergiebig im Mai, vor der Fichte! Das Problem mit der Trachtüberschneidung der Lecanie und dem Raps gibt es oft im oberschwäbischen Raum.
    Gruß
    Simon


    Hallo Simon,


    laut den meist geschriebenen Lektüren über die Waldtracht honigt die grüne Tannenhoniglaus gehäuft im Wechsel zwischen 18.07. und 26.09. Im Jahre 1970 wurde jedoch einmal eine Population vom 06.06. an beginnend festgestellt, dies war aber eine Ausnahme. (siehe "Waldtracht- und Waldhonig in der Imkerei"). Raps ist aber zu dieser Zeit schon verblüht
    Sollte es genau in eurem Raum eine solche Ausnahmeerscheinung jedes Jahr geben?

  • Nuja es kommt darauf an ob der Massenwechsel der Grünen Tannenhoniglaus eher der Typ früh oder spät ist. 2004 hat die Tanne im September gut gehonigt, das war eindeutig eine Spätvermehrung. Dieses Jahr gab es ein Novum, eine Lecanie auf der Tanne hatte gehonigt, eben vor der Fichte. Und ich war nicht dabei :evil: !
    Aber darum ging es bei obiger Frage nicht.
    Gruß
    Simon

  • Bumblebee schrieb:

    Dieses Jahr gab es ein Novum, eine Lecanie auf der Tanne hatte gehonigt, eben vor der Fichte. Und ich war nicht dabei :evil: !
    Gruß
    Simon


    Hallo Simon,
    da bringst mein Wissen durcheinander, aber vielleicht gelten ausserhalb Niederbayerns andere Gesetze. :lol:


    Die kleine Lecanie, deren Wirtspflanze die Fichte ist, ist der Massenhonigträger des Waldhonigs. Die große Lecanie spielt bei der Honigtauerzeugung eine geringere Rolle.


    Will ich wissen, wie es beim Tannenhonig aussieht, gehe ich mit einem Stock und einem Leintuch bewaffnet zum Tannenbaum und was fällt herunter, wenn ich mit dem Stock daraufschlage, du wirst es nicht glauben, die grüne Tannehoniglaus und wenn es dann 20 -30 pro m² Ast sind, dann könnte die "Kriegshonigkasse" für dieses Jahr klingeln. Leider ist dies aber in der Regel nur alle 7 Jahre so :cry::cry:

  • Meine Kasse klingelt erst wenn 20-30 pro Tuch geklopft worden sind.
    Bei hochgerechneten 30 Läuse pro Quadratmeter passiert (noch) nix.
    Aber daraus kann was werden... 8) 
    Das mit der Tannenhoniglaus wird nächstes Jahr wohl auch nix werden, Wintereier sind Mangelware.
    Aber es gibt auch noch die Rottanne.... :P 
    Gruß
    Simon

  • Sorry, ich habe gerade erst entdeckt, dass Ihr über meine Raps-Waldhonigvariante spekuliert...
    Wir sind in den Raps gewandert, haben die vollen Waben auch geschleudert, die noch nicht fertig verdeckelten aber drin belassen in der Hoffnung, dass diese bald fertig sein werden, und sind direkt vom Raps in die Tannentracht gewandert. Leider wurde der Raps nicht fertig verdeckelt, sondern Waldhonig drüber gelagert (man macht halt so seine Anfängerfehler...) Als wir dann schließlich geschleudert hatten, kam der Gelee-Honig dabei raus :D Er ist aber nach wie vor geleeartig und sooo lecker, dass ich damit echt geize, denn den esse ich selber am liebsten :wink: 
    Soni