Ameisensäure Menge?

  • Grüß' Euch!
    Habe gestern mit einer Imkerin gesprochen die gerade von einem Kurs für Varroa-Behandlung mit Ameisensäure kam.
    Dabei wurde gesagt, dass sich die Menge der Ameisensäure nach der Anzahl der besetzten Waben richtet. (2 ml pro besetzter Wabe)
    Henry hat schon einmal in einem Beitrag geschrieben, dass es doch eher nach dem Volumen der Beute richten muss um die entsprechende Konzentration zu erhalten.
    Warum wird dann aber immer wieder behauptet, es richtet sich nach der Anzahl der Waben?? :o
    Wer weiß das Argument das für die Anzahl der Waben spricht und nicht nach dem Volumen der Beute?
    Fritz

    Fritz Eder
    (Hobby-Imker mit 4 Carnica-Völkern in DN im Garten - 335 m Seehöhe)

  • Moin Fritz Eder,


    ich denke das mit den 2 ml pro besetzter Wabe, ist die unzulässige Verkürzung der Behandlungsempfehlung aus ganz den ersten Varroatagen. Da hieß es nämlich, und da ging es sehr viel um Hinterbehandler, die Bienen auf die besetzten Waben einzuengen und dann Bierfilze, sogenannte Bierdeckel, mit AS zu tränken und in die Völker zu geben. Man sollte also möglichst keine unbesetzten Waben in der Beute belassen. So ist das ja heute auch noch.


    Im Magazinbetrieb dürfte sich sowas wohl nur durch Wegnahme ganzer Zargen oder duch Vollblockschiede realisieren lassen.


    Aber vielleicht gibt es ja tatsächlich andere Ideen, warum es auf die besetzten Waben und nicht auf den Raum ankommen könnte. Und vielleicht ist das dann wirklich eine berücksichtigenswerte Erkenntnis und nicht wie von mir vermutet ein Übertragungsfehler, der dazu führt, daß ein 6-Waben-Ableger in einer 11 Waben Zarge, 12ml kriegt statt der 22, die er nach meiner Ansicht haben müßte.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Moin Moin aus Hamburg,
    Welche Beute Hast Du ? und wie groß ist das Volumen ?
    Ich arbeite mit der Segeberger. Wie ist das Volumen ?
    Was ist mit dem Flugloch ? Tiefer Boden oder flacher Boden ?
    Futteraussparung im Deckel = mehr Volumen ! wieviel Säure bei welchem Volumen ?


    Ich = Kopfrechnen schwach aber 22 x 2 bekomme ich gerade noch hin. :wink: Das spricht für diese Methode. :D


    Viele Grüße aus dem (gem. Pisa- Studie) schwachen Norden


    Daniel

    Die Quelle des ewigen Lebens liegt nicht im Finden eines Heilmittels zum ewigen Leben, sondern im Akzeptieren des Sterbens, im Eingehen in die Kreisläufe der Natur. Alles muß vergänglich sein, um seine Bestandteile immer wieder in den Gral des ewigen Lebens einzubringen, sich neu zu fügen,zu entstehen und zu vergehen. (Meine Ansicht)

  • Hallo,


    Ich hab es so gelernt: 2ml pro besetzte Wabengasse, und finde das auch einleuchtend. Allerdings immer unter der Voraussetzung, daß man die passende Menge Bienen für die Größe der Beute hat.
    Viele Bienen fächeln eben auch viel AS-Dampf raus, also braucht es mehr AS für die Wirkung.


    Viele Grüße
    wunderbiene

  • Moin Wunderbiene,


    das ist ja gleich noch ein anderer Ansatz. Pro besetzter Wabengasse. Das wären dann also 12 Wabengassen bei 11 Waben-Zargen oder zählt die Außengasse jeweils nur halb? (Ich werde kein Volk auseinanderreißen um nachzusehen, wieviele Gassen in den jeweiligen Zargen belegt sind. :roll: )


    Bringt Ihr da nicht was von der Perizin- und OS-Dosierung durcheinander?


    Warum behandelt man ansonsten bei allen gasförmigen Medikamenten pro Raum? Und auch bei allen innen verdampfenden Mitteln heiß es "pro Volk auf zwei Zargen"


    Bei Schwammtuch muß das Gras vor der Beute angeäzt sein und weiß werden und es muß ein Wenig Brut und Jungbienen sterben, nur dann wirkt's, denn nur dann war die Konzentration wenigstens kurzzeitig hoch genug für die Milbe. Erreicht man diese Konzentration nicht, ist es nur Bienenquälerei ohne jeden Erfolg. Erst wenn die Konzentration, die die Milben nicht mehr aushalten, sicher überschritten wird, wird es Bienenquälerei mit Erfolg. Und in einem 6-Waben-Ableger in einer 11 Waben Zarge nur 14ml AS zu verschwammtuchen ist leider nur ersteres.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Hallo,


    ich kenne es nur pro besetzte Wabe, man sollte aber vorsichtig sein, ich finde 2 ml pro besetzte Wabe von oben zu viel, von unten ist das was anderes.
    Ich gebe neuerdings nur noch 18 ml pro Zarge von oben, mehr nicht, von unten kann man bis
    22 ml geben.
    Wichtig ist die Temperatur, einen Lehrgang muss ich für so was nicht besuchen, ich finde es am besten man testen etwas selbst, so bin ich auch auf die 18 ml pro Zarge gekommen.
    Zu viel gibt wie immer Brutschäden.

  • Hallo,


    für mich ergeben sich auch einige Fragen.


    Anzahl der Waben *2qcm oder Anzahl der Gassen*2qcm kann bestimmt vernachlässigt werden


    aber wie berechnet man bei starken Völkern die große Anzahl der Bienen unter der Bausperre im hohen Boden in qcm um?


    das Schwammtuch ist 16x16 cm, soll es bei obiger Anwendung nach unten abgedeckt werden oder soll die Säure nach beiden Seiten wirken?