Knurren aus dem Bienenstock

  • Heut abend stehe ich doch auf meinem Berliner Balkon neben einem Volk und wollte noch eine rauchen - und da höre ich es aus dem Bienenstock knurren. Was ist das?

  • - Nein es ist kein Hund
    - Nein es sind keine Erschütterungen
    Ich will die Geräusche heute aufnehmen, hat die Lautstärke von Tüten und Quaken und klingt wirklich wie ein Knurrendes Tier.

  • Moin,Moin aus Hamburg ,
    Was rauchst Du ??? :wink: 
    Der eine sieht Farben und der andere hört Geräusche! :wink: 
    Wenn Du allerdings rosa Elefanten entdeckst, die den Bienen die Vorräte klauen, solltest Du Dir ernsthaft Gedanken machen. :wink:


    Daniel

    Die Quelle des ewigen Lebens liegt nicht im Finden eines Heilmittels zum ewigen Leben, sondern im Akzeptieren des Sterbens, im Eingehen in die Kreisläufe der Natur. Alles muß vergänglich sein, um seine Bestandteile immer wieder in den Gral des ewigen Lebens einzubringen, sich neu zu fügen,zu entstehen und zu vergehen. (Meine Ansicht)

  • Hey Fips,
    las die andern nur lachen :wink: 
    Es kann gut sein das dein Volk noch umgeweiselt hat und es mehrere Königinnen die schlüpfen wollen/wollten gibt.
    Junge Königinnen in den Zellen verständigen sich mit tüten.
    Damit signaliesieren Sie den anderen: Bleibt bloß drin, ich bin auch da.
    Das passiert wenn das Wetter schlecht ist und die Altkönigin noch im Stock, ich weiß das das meistens Schwarmköniginnen machen, dann meistens im Mai-Juni, aber vielleicht sind die durchs Wetter etwas meschuge.
    Heute hat eine Frau auf dem Markt berichtet das vorgesten als Sie in der Bushaltestelle saß ein Bienenschwarm über Sie hinwegflog.
    Verkehrte Welt :( 
    Gruß
    Heike

    Wer hinfällt und nicht wieder aufsteht , der hat schon verloren.

    ( von mir ;-) )


    Gruß

    Heike

  • Hallo Fips,
    das von Dir gehörte Geräusch habe ich bei meinen Völkern auch schon hin- und wieder festgestellt. Eine plausible Erklärung dafür habe ich aber leider auch nicht.

  • Hallo Fips, hallo Peter,
    ich habe gestern Abend weder getrunken noch geraucht und habe in einem von 4 Völkern auch ein deutliches Knurren gehört. Füttere bereits länger ein (12 kg im Volk), womit Magenknurren bei den Bienen ausscheidet. Tüten und Quarken müsste eigentlich auch anders klingen. Bei der kompletten Durchsicht am Wochenende sind mit auch keine WZ aufgefallen. Volk war auch sonst o.k.. Nach ca. 5 Minuten starteten dann reichlich Jungbienen zum Einfliegen und das Knurren war vorbei. Mal schauen wie es heute Abend aussieht.

  • Moin Zander,


    abends fliegen sich keine Bienen ein, die fliegen dann nur noch ein, aber nicht mehr sich. :wink:


    Das Knurren, wenn es das ist was ich denke daß es ist und nicht etwa was ganz anderes :roll: , kommt durch einzelne Bienen die wie die bekloppt mit dem Hinterteile rummzappelt und dabei den Po gegen die Wabbe kloppen, wahrscheinlich damit der Rest der Truppe mal endlich kuckt, was sie so mitgebracht hat oder weil sie anschließend einen schönen Schwänzeltanz hinlegen will und Eintritt verlangen. Es sind also Arbeitsbienen die so austicken (Frauen :roll: ) keine Drohnen und keine Königinnen. Wer Tüt-tütt-tütt-tütt schon mal gehört hat, der erkennt das auch, wenn die Königin sich zur Stimmverstellung und Imkertäuschung eine Königinnenzelle übergestülpt hat. Wenn es also das ist, was ich denke, dann ist es jedenfalls das nicht. :lol:

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Moin Henry,
    kann nichts dran ändern - war so. Es kamen reichlich Bienen aus der Kiste und flogen sich ein. Das war gegen 18.30 Uhr; vielleicht war "Abend" in diesem Fall nicht ganz korrekt.
    Im Übrigen: Ich hatte gerade über die Futterzarge für flüssigen Nachschub gesorgt.

  • Moin Zander,


    dann hast Du ein anderes Phänomen bewundert. In der Natur kommt es nämlich ganz sicher nicht vor, daß innen plötzlich unfertiges Futter in so großer Menge verfügbar wird. Wenn Du fütterst ist das aber so. Die Bienen geben dann dieses Futter weiter und die empfangende Biene ist total begeistert von dem hohen Zuckergehalt und gibt es ihrerseits wieder weiter an die nächste. Bis der "Weg des Futters" aber klar ist, sind zwar alle begeistert, nur keine weiß mehr wo das Zeuch denn eigentlich her kommt. Doch wo kommt Futter gewöhnlich her, genau, von draußen. Also rennen alle begeisterten flugfähigen Trachtbienen auf Heimaturlaub alarmrufend wie die blöden zum Flugloch, damit man gleich denen hinterherfliegen kann, die hoffentlich wissen wo gerade jetzt die ApiInvertunien blühen. Doch halt, hier ist ja gar kein raketenartiger Trachtflug und auch an den Nachbarvölkern nicht. Aber irgendwo muß der Invertuniennektar ja herkommen. Also doch besser drinnen nochmal nachfragen! Also alles retoure! Und husch erstmal wieder rein in die Kiste.


    Und schon denkt der Imker: Ups, Einfliegen am Abend. :lol:


    Einfliegen kann man immer sehr sicher an vielen Fächlerinnen am Flugloch erkennen und mit Bißchen Erfahrung auch gut am Ton der Jungbienen raushören. Bei dem durch Fütterung ausgelösten Flugbetrieb fehlen die Fächlerinnen weitgehend und die vermeintlich jungen Bienen sind auch nicht so jung, sondern zum Teil schon ganz blank von der dauernen Sucherei in der Trachtlücke oder den Räuberversuchen nebenan. Sie sind Flugbienen mit Einsatzspuren.


    Es gibt ein ganz untrügerisches Zeiche für das Einfliegen. Die Bienen fliegen erst nur 3 oder 5cm weit raus und drehen sich sofort um, manchmal noch auf dem Flugbrett, aber ohne gleich wieder zu landen. Sie haben für den Ausflug genug Sprit an board. Anschließend vergrößern sie ganz langsam ihren Abstand zum Stocke. Zentimeterweise. Bis sie schließlich oder auch erst beim nächsten Ausflug in immer größeren Kreisen um den Stock, das Blickfeld des staunenden Imkers verlassen. Vorher halten sie sich sehr lange in der Luft vor dem Stock auf und sehen immer in Richtung Stock und Flugloch. Erst wenn sie sich ans Kreisen trauen, würdigen sie mal den beobachtenden Imker eines kurzen Blickes und halten den dann für ein Stück gut einzuprägende Landschaft. (Also Wait behind the yellow line! Not in front oft the Flugloch!)


    Die rausstürzenden Saccha-Rosen-, Apisukaden- oder Invertunien-Sucher fliegen raus, als gäbs da was, also Kopf voran, Heck zum Flugloch, und merken dann nach wenigen Zenti- oder Metern, daß sie nicht wissen was sie tun (bzw. sagt ihnen ihr unprogrammiertes Navi: "Wenn möglich bitte wenden!") und fliegen recht zügig zurück. Sie sind ja dummerweise auch unbetankt. Denn sie konnten ja keinen Schwänzeltanz erleben und haben keine Abstandsinformation.


    Zander, mach mal um die späte Mittagszeit die Augen am Flugloch auf und sieh mal ganz genau hin und vergleiche das dann mal mit den Abendbienen! Es lohnt sich, Du wirst die und vielleicht noch weitere Unterschiede sicher feststellen.


    Es gibt aber noch ein untrügerisches Zeichen. Fängst Du mit den Händen am Flugloch einfliegende Jungbienen weg und setzt sie vor einem andern Stock oder entfernt wieder aus, dann finden sie ihren Stock nicht wieder und irren herrum oder fliegen in den fremden. Mach' das nicht mit den alten zickigen Trachtbienen. Die stechen Dir dabei in die Pfoten, obwohl sie sich ganz sicher zurückfinden würden. Die können solchen Unsinn nicht leiden auf ihre alten Tage. Die stehen unter Leistung. (Man kann zum Test natürlich auch mal einen Ablegerkasten verrücken. Die Einflugbienenwolke wandert mit, die Tracht- und Flugbienen fliegen desorientiert an der Kiste vorbei ins Leere)


    PS: Keine Bienenxperimente - vertrau mich! :wink:

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Hallo Henry,
    scheinst Recht zu haben. Bin heute Abend länger geblieben. Ca. 10 min. nach der Fütterung ging wieder alles auf die "Suche". Dieses Mal auch die anderen Völker.

  • Hunger

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder