Futtereimer ausgelaufen

  • Hallo,


    ich habe gestern bei meinen Ablegern jeweils einen Futtereimer Ambrosia Futtersirup (wie Apiinvert nur von Nordzucker) aufgesetzt. Zu den Eimern gibt es immer einen Deckel mit kleinen Löchern. Man soll den Eimer auf den Kopf im Volk stellen und die Bienen nehmen dann durch die Löcher das Futter ab.


    Bei meinen Vollvölkern hat das auch super geklappt. Als ich heute zu den Ablegern kam ist mir aber gleich eine Pfütze unter einem Ableger aufgefallen. Der Eimer ist zu 80 % leer gewesen. Ausgelaufen. Der Ableger ist relativ stark, aber ich mache mir jetzt natürlich Sorgen um Räuberei.


    Ich empfehle jedem diese Deckel nicht zu benutzen.

    Gruß Thomas (Hatte mal vier Jahre lang Bienen. Dann aufgrund einer Bienengiftallergie aufgehört.)

  • aber bei Tausenden in D funktioniert der Eimer/Deckel tadellos. So auch bei mir. Hattest du den Deckel wirklich überall fest angedrückt? War er dicht? Eimer ganz voll? Bei Ablegern ... mit wievielen besetzten Waben?


    Eigentlich macht es keinen Unterschied ob du den Eimer auf einem Vollvolk oder einem "Ableger" aufsetzt. Auch ein Vollvolk könnte nicht ohne weiteres 10 l an einem Tag abnehmen. Entscheidend ist ja, ob sich im Eimer ein Vakuum bilden kann, damit nicht alles gleich rauslaufen kann. Das ist ja von der "Volks-Unterlage" unabhängig.


    Von wegen Räuberei hilft nur PUTZEN (im Bienenhaus oder Frei?). "Hinter jeder Räuberei steckt des Imkers Eselei" oder so ähnlich.


    Sollte ein Deckel fehlerhaft sein, klebe einfach die Hälfte der Löcher mit Paketklebeband ab und gut iss.

    42

    ganz sicher

    nur nicht beim bee-space

  • [quote='Reiner Schwarz']
    Entscheidend ist ja, ob sich im Eimer ein Vakuum bilden kann, damit nicht alles gleich rauslaufen kann.


    Moin, Moin aus Hamburg,
    EBEN ! und so ein Vakuum bildet sich auch nicht, wenn die Beute schief steht. Prüfe das mal , ist oft die Ursache.


    Am wenigsten Probblem hast Du , wenn Du eine Handvoll Stroh oder Hühnereinstreu (Roggenstroh / Tierbedarf ) auf Dein Futter legst.
    Geht bei schiefen Beuten , kleinen Völkern , Großen Völkern , Sonne und Wind . Gibt nie Probleme.
    Einfach :wink: und gut.


    Daniel

    Die Quelle des ewigen Lebens liegt nicht im Finden eines Heilmittels zum ewigen Leben, sondern im Akzeptieren des Sterbens, im Eingehen in die Kreisläufe der Natur. Alles muß vergänglich sein, um seine Bestandteile immer wieder in den Gral des ewigen Lebens einzubringen, sich neu zu fügen,zu entstehen und zu vergehen. (Meine Ansicht)

  • Nachtrag : Natürlich den Eimer richtig reinstellen (wie man einen Eimer eben stellt :wink: , und den Deckel weglassen :wink: ).


    War eben etwas abgelenkt. :wink::wink:


    Daniel

    Die Quelle des ewigen Lebens liegt nicht im Finden eines Heilmittels zum ewigen Leben, sondern im Akzeptieren des Sterbens, im Eingehen in die Kreisläufe der Natur. Alles muß vergänglich sein, um seine Bestandteile immer wieder in den Gral des ewigen Lebens einzubringen, sich neu zu fügen,zu entstehen und zu vergehen. (Meine Ansicht)

  • Hallo


    bei uns laufen die Dinger auch öfter aus wenn der Aufkleber ganz runtergerissen wird und oder der Eimer nicht 100%ig steht.
    Vollvölker können das halt eher abnehmen, Ableger nicht. Daher füttere ich so nicht mehr ,sondern wie schon vom Vorredner beschrieben, nach Liebig einen Eimer im einer Zarge mit Fichtenzweigen als Kletterhilfe.
    Ableger, bei denen die Gefahr besteht dass sie das Futter nicht finden oder man bei kalter Witterung nicht eine Leerzarge aufsetzen will bekommen ganz konventionell den 5l Eimer mit Metallgewebe zur langsameren Abnahme, was sich ebenfall bewährt hat.


    max

    Ich mag keine Signaturen mit ach so Schlauen Sprüchen.

  • Also,


    der Bock auf dem die Ableger stehen ist mit der Wasserwaage ausgerichtet (wegen Naturbau). Auf dem Bock stehen drei Völker/Ableger und bei einem ist es eben ausgelaufen. Vorher bei meinen anderen Völkern hat es auch problemlos geklappt. Das einzige was ich mir erklären kann, warum der Eimer schief gestanden haben könnte, ist vielleicht etwas Überbau auf den Rähmchen. Der betreffende Ableger besetzt 9 Waben und baut gerade an der 10.


    Die lezten zwei Jahre habe ich die Futtereimer auch immer wie Liebig es tut richtig rum reingestellt und dann mit Stroh als Ketterhilfe gearbeitet. Ab jetzt werde ich das auch wieder tun.


    Saubermachen ist an dem Standort sehr schwierig. Die Völker stehen auf einem Bock über so was ähnlichem wie Waldboden. Da ist nichts mit auffwischen.

    Gruß Thomas (Hatte mal vier Jahre lang Bienen. Dann aufgrund einer Bienengiftallergie aufgehört.)

  • Hallo,


    der bisherige Lieferant für die Ambrosia-Eimer ist Ende 2003 pleiteggegangen.
    In der neuen Saison gibt es erstmals Eimer von einem anderen Lieferanten und die sind gruselig!


    Erstens sind die neuen Eimer nicht mit den alten kompatibel, zweitens haben sie jetzt einen Plaste-Henkel statt Draht, und drtttens ist der Verschlußfalz, über den ich jahrelang gestöhnt habe, jetzt ein völlig anderer. :roll::evil::evil:


    Bei den alten hab ich gelegentlich beide Füße um den Eimer gekrallt, mit der linken Hand noch zusätzlich runtergehalten und dann mit rechts mit aller Kraft gezogen, bis wenigstens irgendwo ein Pack-Ende hochkam.
    Die gelochten Deckel gibt es nach wie vor extra dazu (neuerdings rot statt königsblau, damit der arme Imker sofort weiß, welcher der mit Löchern ist)), da ist nix mit Klebefolie abziehen.
    Die Lochdeckel gingen genau wie die Originaldeckel sehr schwer drauf, aber wenn, dann saßen sie fest.


    Bei den neuen ist das anders.
    Sehr fingernagelfreundlich.
    Wenn sie nicht sogar schon unterwegs aufgehen... :evil: 
    Man zupft diese Knicklasche ab, wie bei Fleischsalat im Töpfchen, und kann den Deckel mit zwei Fingern lupfen.
    Bis dahin ja noch einigermaßen anwenderfreundlich.
    Dann tut man den Lochdeckel drauf, drückt ringsum, bis es überall geknackt hat und denkt, der ist zu.
    Man nimmt den Eimer mit beiden Händen, drückt etwas Luft raus und dreht ihn um.


    1. Möglichkeit: es macht *platsch* und Deckel und Inhalt liegen vor einem.


    2. Möglichkeit: es suppt so ein Liter raus und gut is...man kann aufsetzen.Bevor man den Deckel aufgesetzt hat, hört man es gluckern und stellt fest, daß der Eimer grade etwas lansamer ausläuft als bei 1)


    3. Möglichkeit: es suppt so ein Liter raus, man denkt, es ist gut, setzt auf und stellt am nächsten Tag fest, daß der Eimer ausgelaufen ist....(Beute mit Wasserwaage ausgerichtet!)..weil der neue Deckel irgendwo Luft gezogen hat.


    4. und bisher noch rein theoretische Möglichkeit: es suppt nur wenig raus und die Bienen zutzeln den Eimer leer.Ohne Auslaufen. Noch nicht vorgekommen.....



    Es liegt also definitiv an der Konstruktion des Falzes und des Deckels.
    Kostensenkung durch Materialeinsparung ist ja nett, aber was nützt es, wenn die Funktionalität auf der Strecke bleibt?


    Klar finde ich es toll, daß der Deckel jetzt viel leichter zu öffnen ist, andererseits hab ich jetzt schon etliche Liter in der Wiese liegen, das geht ins Geld. :evil:


    Das nächste Unerfreuliche ist halt, daß sich sowohl Eimer als auch Deckel gern unter Last irreversibel verbeulen... :evil:


    Und als letztes habe ich ein bislang 17mal aufgetretenes Reißen des Plastikhenkels zu bemängeln :evil:


    Ich habe 200 von den alten Eimern und 80 von den neuen; ratet mal, was ich nächsten Monat sehr preiswert zu verkaufen habe? :wink::wink: 
    Und ab März wird eh nur noch tankweise gekauft, *goodbye Eimer*! :wink:

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Hallo, Thomas,


    es liegt nicht an dir!


    Über dein Gekleckere dick Salz streuen, dann passiert bienentechnisch nix, ist nur nicht so ganz gesund für die Flora ringsum. :wink:

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Hallo Bienenfütterer,
    ich hatte auchmal Futter-Eimer-Stülp-Dinger (ca.5-8 Liter?), fand das irgendwie toll. Das lag wohl eher an der Beherrschung des physikalischen Prinzips als an der Nützlichkeit des besagten Futtereimers. Dann wars mir lästig die Dinger mindestens 4-5 mal zu füllen, jedesmal den schlunzigen Edelschimmel und zum Schluß die Futtereste rauszuwaschen. Die Fütterung in einem offenen und großen Gefäß halte ich für zweckmäßiger. Ich habe eine Box gefunden, in der man 20l Futtersirup auf einmal unterbringen kann und damit auf einmal einfüttern kann. Nach meiner ersten Einschätzung verleitet das Meliose-Sirup weniger zur Räuberei, es hat kaum einen Eigengeruch. Ein Volk hatte das Sirup, trotz Spurenlegen, nach 5 Tagen nocht nicht gefunden. Da hatten die anderen schon leer.
    Gruß
    Simon

  • Hallo,
    ich kann mir nur der Meinung von Daniel anschließen das andere ist mir alles zu kompliziert und unsicher. Mit Stroh gibt es nie probleme ist preiswert und geht schnell und gibt auch keine "Esellei" konstruktionsbedingt weil der Lieferant sparen will oder pleite ist.
    gruss stugger

  • Hallo !


    Daß Ihr beim Füttern mit dem gelochten Deckel bleiben wollt, ist verständlich. Es ist bequem und schnell, man hat wenig Streß mit dem saubermachen und braucht sich keine Gedanken um ersoffene Bienen zu machen.


    Daß er aber Nachteile hat, ist unverkennbar: nach dem Schließen des Deckels muß der Eimer erst ein Vakuum entwickeln, damit nicht die ganze Suppe herausläuft.


    Daher habe ich beim Einfüttern 2004 (!) den Eimer hochgehoben und dabei ein bißchen zusammengedrückt. Dann losgelassen und umgedreht. Das durch das Zusammendrücken entstandene Vakuum verhindert, daß der Zuckersirup herausläuft.


    Leider sitzen die Deckel selten so fest, daß sie das Gewicht des Zuckersirups plus den seitlichen Druck aushalten.


    Platsch! war der Deckel ab und 10 Liter auf einmal im Volk.
    Die Sauerei wegzumachen war eine Riesenarbeit und ich mußte die Bienen Zwangsevakuieren, da die Fluglöcher durch die dicke Sirupschicht dicht waren.


    Seither füttere ich nur noch mit offenem Eimer und Weinkorken, Styroporstücke oder Stroh als Schwimmhilfe.
    Die Weinkorken kann man in einem Kopfkissenbezug der Waschmaschine mitwaschen und haben bis nächstes Jahr dann den Waschmittelgruch verloren. Die Styroporstücke kommen in die Mülltonne, das Stroh kann man verkompostieren.


    Soweit meine Erfahrungen mit dem gelochten Eimer!

    Viele liebe Grüße aus dem Saarland!
    Kai Kopmeier
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    Das Staunen ist eine
    Sehnsucht nach Wissen!