U/min Rührwerk

  • Hallo,
    ich benötige Erfahrungswerte zum Thema Honigrührwerk. Wer hat Erfahrung mit der Rührgeschwindigkeit bzw. U/min in 300 Kg Fässern. In meinem kleinerem Rührwek komme ich gut mit 30 U/min mit 0,18 KW-Getriebemotor zurecht.Wie verhält es sich in größeren Fässern?
    Gruß M.Brandt

  • Hallo Martin,


    die 30 U/min sind gut hab selbst ein 300 kg und ein 600 kg Rührbehälter.


    Beide haben bei mir 40 U/min.


    das 300 kg Fass hat einen 0,550 Kw Motor.


    Der ist am Anfang öfters durchgebrandt, und zwar immer gegen Ende wenn der Honig recht fest wird und der Wiederstand recht groß!


    Das kommt aber auch auf das Rührwerk selbst an, wie groß im Durchmesser es ist. Denn je größer der Durchmesser des Rührwerkes desto langsamer muß die Drehzahl sein, denn sonst ist die Umfangsgeschwindigkeit zu groß in es rührt Luft in den Honig!


    Das 600 Kg Fass hab ich mir erst viel später zugelegt. Hab aus den Erfahrungen vom ersten gelernt. der Motor hat 1,0 Kw!


    Beide Rührwerke haben mitlerweile einen Motorschutzschalter!


    Er verhindert, daß die Motoren überhitzen!


    Grüßle

    geht´s den Bienen gut, geht´s der Umwelt gut!

  • Danke,
    dann habe ich ja schon mal ne Hausnummer.Ich dachte auch an 0.5kw mit ca. 25-30 U/min.Was mich aber stutzig macht ist, daß ein befreundeter Imker seinen Rapshonig in seinem großem Fritz-Rührwerk nicht mehr so richtig hinbekommt, jedenfalls nicht in der Qualität wie er es in seinem 50 Kg-Kübel geschafft hat. Hast Du auch solche Erfahrung gemacht? Sind große Kübel evtl schwieriger zu handhaben in Richtung Honigkristallisation / Kremigkeit? Evtl. eine Frage des Rührflügels?
    Gruß M.Brandt

  • Hallo Martin,


    ja da hab ich schon viel Lehrgeld bezahlt. Es ist schon ein großer Unterschied zwischen 40 kg mit Bohrmaschine und dem 300 Kg Fass!


    Über das Fritz-Rührgerät kann ich nicht viel berichten, weil ich das nicht habe!


    Es ist schon ein Unterschied von meinem 300 Kg Fass zum 600 Kg Fass!


    In meinem 300er wird der Honig viel schneller cremig!


    habe den Verdacht, daß sich in 600er der Honig durch das Rühren stärker erwärmt. Habe auch beim 600er den Antrieb von unten im Gegensatz zum 300er! es kann daher aber auch sein, daß durch die Abwärme des Antriebs dies zusätzlich erwärmt wird!
    Habe dann die Rührzyklen gegenüber der 300er etwas geändert (kürzer und dafür etwas öfter) und jetzt wird der Honig genauso schön wie in der 300er! braucht aber immer noch länger!


    Beide Geräte haben bei mir eine Rührschnecke!


    Hatte vorher auch andere Rührflügel im Einsatz. Eben auch eins wo bis an die Außenwand reichte! das hatte die meiste Luft eingearbeitet!


    Man muß da viel experimentieren, bis man seinen schönen Cremhonig hat!


    Grüßle

    geht´s den Bienen gut, geht´s der Umwelt gut!

  • Hallo, toyotafan!
    Nur Interessehalber: werden die Thomas-Geräte immer noch von der Fa. Koch in Oppenau vertrieben? (Du kommst doch aus dem "Ländle").

  • Hallo Martin,


    ich gehe mal davon aus, dass die optimale Geschwindigkeit von der Art der "Rührflügels" und der Größe des Rührgefäßes (Durchmesser) abhängt.
    Ich habe mir z.B. eine Rührmaschine selbst gebaut. Zutaten: 380V Getriebemotor, 1,35 Kw, Umdrehungen stufenlos von 64-320 einstellbar, Gewicht ca. 35Kg, daher mit einer Abstandshalterung fest mit der Wand befestigt / Rührflügel ähnlichem dem ApiRecord mit einem Durchmesser von 18cm, ein Flügelpaar.
    Bis zum letzten Jahr habe ich nur in 40Kg Hobbock gerührt. Im Keller standen 10 11 ... dieser Hobbock. Auf kleinen Rollwagen habe ich sie dann unter die Maschine geschoben und mit ca. 80-100 upm gerührt. Da sich meine Imkerei etwas vergrößert hat, bin ich auf Kübel von 200 + 300 Kg umgestiegen. Bei dem 200Kg Kübel habe ich mit einem Flügelpaar die Umdrehungszahl auf ca. 120 - 150 upm erhöht. Die Honigkristalle am Rand des Kübels müssen in Bewegung gebracht werden. Das geht in diesem Fall nur mit einer Erhöhung der Drehzahl. Derzeit baue ich an neuen VA-Flügelpaaren mit einem Durchmesser von 22cm. Der 300Kg Kübel erhält dann zwei Flügelpaare. Ich hoffe, dass ich damit dann wieder meine gewohnte Qualität (Konsistenz) erreichen kann.
    Das Umpumpen mit meiner FillUp war zwar gut, geht aber vermutlich auf die Lebensdauer der Maschine. Daher bleib ich zunächst beim Rühren.


    Grüße von der verschneiten Ostsee


    Jochen-W.

  • Hallo Jochen,
    danke für Deine Erfahrungswerte. 1.35KW ist ja ein ganz schöner Klopper und wäre mir zu groß, da ich das Rührwerk noch bewegen können muß/ggf. in den Wärmeraum schieben können muß. Ich habe jetzt einen 0.55 Kw Planetengetriebenen Lenze-Motor (auch Stufenlos einstellbar).
    So wie ich Dich verstehe erhöhst Du die Drehzahl je nach Kübelgröße, da werde ich auch noch etwas rumprobieren müssen. Ich denke der Abstand von Rührflügel zur Kesselwand ist auch ausschlaggebend für den Erfolg. Bei 150U/min wäre ich allerdings vorsichtg, da Du den Honig leicht überrühren bzw. Luft unterrühren kannst. Wie verarbeitest Du VA? Benutzt Du ein Elektroden oder WIG-Schweißgerät? Oder hast Du ein MIG-MAG umgerüstet?


    Gruß Martin Brandt

  • Hallo Martin,


    ich wähle die Geschwindigkeit, die ausreicht, um die am Rand befindlichen Honigkristalle in Bewegung zu halten. Daher werde ich die Flügel vergrößern, damit ich die Geschwindigkeit verringern kann.
    Die Flügel müssen natürlich komplett im Honig rühren - bei ca. 300 upm entsteht ein Sog, der an der Welle den Honigstand sinken läßt - dann könnte u.U. Luft eingesaugt werden. Doch diese Geschwindigkeit erreiche ich nicht. Also auch keine Probleme.
    Probleme mit "überrühren" sprich Honig, der nicht feinsteif kandiert hatte ich ebenfalls noch nicht.
    Bis auf die Schweißarbeiten mache ich die meisten Arbeiten - Schweißarbeiten obliegen einem Freund mit einer gut sortierten Werkstatt. Welches Gerät das ist - keine Ahnung.


    Gruß Jochen-w.

  • Hallo,
    die Honigrührwerke, welche z.B bei Holtermann (100kg) angeboten werden, besitzen eine mechanische Zeitschaltuhr. Diese Uhren haben als kleinsten Zeitintervall 15min. Laut Vertriebsfirma, werden vom Hersteller max. 15 min wegen Überlastungsschutz empfohlen. Das beißt sich doch, oder hab ich da etwas falsch verstanden?
    In einer Textpassage eines anderen Herstellers lautet es:"... und auch die Rührzeit sollte nicht länger als 5 min. täglich dauern."
    Wie soll man das mit solch einem Gerät hinbekommen?
    Hat jemand Erfahrungen mit solchen Rührwerken und auf welche Kriterien sollte ich beim Kauf noch achten?
    Gruß Peter