Wie schwer ist eigentlich ein Bienenvolk?

  • Hallo zusammen!


    Habe mir erst dieses Jahr Bienen zugelegt und bin echt begeistert von der "bien". Eine Frage, die bisher im Forum nicht diskutiert wurde (oder ich noch nicht gefunden habe wäre:


    Wie schwer ist eigentlich ein Bienenvolk?


    Hintergrund:
    Ich möchte meine beiden Wirtschaftsvölker (2 Zargen Zander) und die 4 Ableger (1 Zarge Zander) spätestens Mitte September eingefüttert haben. Derzeit füttere ich noch mit Zuckerwasser 1:1 zur Reizung und zum Ausbau der Waben, da ich anfängerbedingt noch keine ausreichende Anzahl Leerwaben besitze. Habe dazu bisher ca. 9 kg Zucker je Volk und je Ableger verwendet. Der Ausbau der Mittelwände ist Stand letzten Samstag so gut wie abgeschlossen. Die Gewichte der Einzelteile der Beuten (Boden, Futtertrog, Leerwaben, Zargen, Deckel...) sind mir auch bekannt. Im Forum habe ich gelesen, dass ein Volk, das man auf zwei Zanderzargen überwintern will, mindestens ca. 15 - 20 kg Futter (sprich Zucker) benötigt - ein einräumiges Volk sollte ca. 10 - 12 kg Futter Ende September für die Überwinterung zur Verfügung haben. Die Völker möchte ich noch Ende August/Mitte September wiegen, um festzustellen, was die Bienen dann verbaut haben und was den Bienen zur Überwinterung zur Verfügung steht bzw. noch brauchen.


    Wie schwer ein Bienenvolk (Netto-Gewicht der Bienen - Ich kenne den Unterschied zwischen Brutto und Netto :lol: ) dann aber sein sollte, habe ich bisher leider nicht gefunden.


    Wer weiß einen Rat?


    Grüße


    Luffi


    Ach ja, sollte man den Varroa-Schieber während des Winters offen lassen? Ist das nicht zu kalt?

    Grüße Luffi


    Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer. :u_idea_bulb02:

    (Lucius Annaeus Seneca - römischer Politiker, Dichter und Philosoph - * 4 v.Chr, † 65)

  • Hallo Luffi
    Das kann ich dir auch nicht sagen, auch kein anderer, weil Ferndiagnose ist sehr schwer ;-). Aber du kannst den Anteil des eingetragenen Futters schätzen. 1 dm2 sind ungefähr 1/3kg Futter (nachHerold/Weiß"neue Imkerschule"S.88.
    Und schreib dir dann deine Erfahrungswerte auf ;-)
    Nun hast du alle Werte und kannst es dir ausrechnen. Teile uns bitte dein Nettogewicht des Bienenvolkes mit.

    Das Leben sollte keine Reise sein, mit dem Ziel,attraktiv und mit einem gut erhaltenen Körper an unserem Grab anzukommen.
    Wir sollten lieber seitlich hineinrutschen, Schokolade in einer Hand,Eis in der anderen, unser Körper total verbraucht und schreiend
    "Wow, was für eine Fahrt!"....

  • Moin Luffi,


    ich denke pro Bienen 1g. Willst Du jetzt Bienen zählen? (Zähl' einfach die Beine und dann durch 6) Das Bienengewicht wird beim Wiegen regelmäßig außer Acht gelassen. Sonst müßte man ja auch noch berücksichtigen, daß so eine Biene ja selbst auch noch Futter in sich trägt und bei 10.000 Bienen ... (und die Milben erst. War das Wiegen vor oder nach der Varroabehandlung?)


    Also so genau schießen die Preußen nicht und die Winterzehrung ist so unterschiedlich, daß es auch keinen Sinn macht so genau abwiegen zu wollen. Das hieße extrem knapp füttern und das bedeutet Frühjahrshunger. (Toll 5kg Zuckersirup gespart und dafür Völker riskiert)


    Ich wiege schon Jahrelang immer auf 39kg ein. Ob da nun 5560 Bienen oder 9872 Bienen oder 11254 Bienen noch zusätzlich in der Kiste sind, ist mir Wurst oder auch gerade nicht, denn kleine Völker haben dann ja mehr Futter und die frieren auch schneller als große, die eben etwas weniger Futter haben. Ich weiß nicht mal genau, ob meine 39kg auch wirklich 39kg sind. Ich weiß nur, daß meine Bienen ganz gut und mit Reserve aus dem Winter kommen, wenn ich mit dieser Waage 39kg feststelle. Das reicht! Ich nehme gerne im Frühjahr Futterwaben raus, weil ich die ohnehin für Ableger brauch und weil das die Futterkappe öffnet. Und ich tue das zu einer Zeit die ich festlege. Das Futter ist ansonsten alle, wenn's halt alle iss.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Also 10 Bienen etwa 1g?


    Nun gut, das Weiselgewicht mit 0.25g wird ja nicht weniger sein als 'ne einzelne Arbeitsbienen wiegt. Da haste wohl Recht. Wäre auch echt viel sonst so bei 80.000 Bien pro Sommer und Kiste, wenn dann noch der Honig dazu kommt. :lol:


    Aber da macht dann der Gewichtsunterschied beim Einfüttern natürlich noch viel weniger aus. Auch wenn's halt mal 12.371 Bienen sind.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder