ein ständiges Suchen...

  • Hallo!
    Es gibt mal wieder Schwierigkeiten :-? , und zwar haben wir gestern bzw vorgestern unsere Bienchen angefangen einzufüttern. Dazu haben wir das Flüssigfutter eimerweise (ohne zu kleckern - ganz bestimmt, wir waren super-extrem vorsichtig!) zu den Beuten getragen. Es wird auch sehr gut abgenommen. Das Problem ist, dass seitdem Unmengen von Spürbienen unterwegs sind und unser Haus sowie die umliegenden Häuser absuchen. Wir haben die Beuten kontrolliert und konnten keine Räuberei erkennen (aber auch dort etliche Spürbienen).
    Wenn man ein Fenster aufmacht, fliegen Bienen rein. Auto offen lassen ist völlig unmöglich (riecht wohl nach Honig). Wenn man zur Tür rausgeht, wird man umsummt, und zwar recht penetrant. Ich bin ja inzwischen nicht mehr ganz so empfindlich, empfinde das Szenario aber doch als leicht bedrohlich. Dass die Nachbarn noch nicht motzen wundert mich sowieso...
    Ist das denn normal??? Letztes Jahr haben wir mit Futterteig gefüttert und hatten diese Schwierigkeiten nicht... (Allerdings hatten wir dieses Jahr schon eine heftige Räuberei am Stand (vor ca. 2 Wochen: wen es interessiert: Wagners Außendeckel schließen ohne Innendeckel nicht dicht, und der ist zugleich Bienenflucht!!! Wenn also Bienenflucht im Einsatz ist, ist der Kasten nicht zu. Etwas seltsames Patent, meiner Meinung nach :roll: )
    Wie auch immer, gibt es eine Möglichkeit, dieses penetrante Gesuche irgendwie abzustellen (außer Fluglöcher zumachen, was ja keine Dauerlösung ist)??? Es war nicht ganz einfach, das Grundstück für den Stand zu bekommen, ich möchte daher die Nachbarn nicht verärgern (und mir selber macht es auch nicht gerade Spaß :oops: )
    Bin für jeden Tipp dankbar.
    Grüßle
    Soni

  • Soni schrieb:

    Hallo!
    Es gibt mal wieder Schwierigkeiten :-? , und zwar haben wir gestern bzw vorgestern unsere Bienchen angefangen einzufüttern. Dazu haben wir das Flüssigfutter eimerweise (ohne zu kleckern -
    Soni


    Mit was eingefüttert (Zuckerwasser)?


    Wann angefangen zu füttern (Frühmorgens)?

  • Moin Soni,


    wenn sie einmal suchen, dann hört das auch bis zum Winter nicht wieder auf. Es nimmt zwar deutlich ab und man kann es auch eindämmen, aber jeder Tropfen Futter, jeder offene SoWaSch und jede nur kurz stehengelassene Wabe, weckt die Sucherei erneut. Schon eine alte klebrige Kofferraumeinlage ist innerhalb von Minuten bienenbesetzt.


    Es gibt eine Möglichkeit, die Sucher zu beschäftigen. Ich hab' sie selbst noch nicht angewand. Es ist reines Bücherwissen. Aber altes :wink:


    Die Empfehlung ist, abseits vom Stand eine Kiste oder Beute aufzustellen, die genau ein Loch hat. Und zwar von der Größe genau einer Biene. In die Kiste kommt dann eine honigfeuchte Waben oder eine Futterwabe oder irgendwelcher duftender Honig. Die Bienen finden innerhalb kürzester Zeit diese Kiste und bilden einen Bart darauf, weil sie rein wollen aber eben nur einzeln rein können. Diese Bienen fliegen also nicht irgendwo rum, sondern sitzen da. Wenn ein Teil der Bienen drin ist und betankt wieder zurück will und Verstärkung holen, dann gibt es Stau am Einbienenloch und zwar in beide Richtungen. Die Spurbienen, die wirklich was bekommen haben, kommen nicht raus, solange draußen noch die Spurbienen, die noch suchen, rein wollen. Erst abends können dann die Bienen betankt zurück in ihre Stöcke und fliegen dann aber nicht mehr mit vielen andern ab, sondern warten bis zum nächsten Morgen. Sollten sich von dem mitgebrachten Futter tatsächlich weitere Bienen überzeugen lassen, dann fliegen die zielstrebig zum engen Einlaßloch und führen dort wieder zur bienenbindenden Verstopfung.Aber das werden nicht viele sein, weil die betankten Spürbienen viel Energie und Futter verbrauchen um überhaupt wieder raus zu kommen. (Ein Teil geht sicher dabei auch ein.)


    Die Sucher sind gebunden und die Finder können nicht zurück bis Ruhe eingekehrt ist - Also keine so schlechte Idee. :wink: Aber eben nur aus "Unsere Bienen" abgeschrieben.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Moin ,Moin aus Hamburg ,
    Ich habe keine Probleme so : Gegen Abend mit Ambrosia(flüssig) vor allem ALLE Völker gleichzeitig einfüttern. Ich nehme die orginal flachen
    14 KG Eimer mit ca. 7 Kg. Darauf eine Schicht Roggenstroh Einstreu von den Hühnern ( natürlich sauber ). Bei den schwächeren Vökern (ja, ich habe auch Völker die nicht komplett 2 Zargen belegen :wink: ), enge ich das Flugloch etwas ein (ca 50 %).Nach spätestens 3 Tagen sind die Eimer "Tippi Toppi" sauber (das Stroh kanst du wegpusten).
    So habe ich keine Probleme.


    Wichtig ist glaube ich , das wirklich alle gleichzeitig gegen Abend aufgefüttert werden. Ich vermute aber, das Du irgendwie gepanscht hast.
    Eimer mit Lochdeckel und Beute nicht ganz gerade gibt z.B auch Schweinkram, den du nicht unbedingt findest (aber Deine Mädels :wink: ).


    Viele Grüße aus dem Norden


    Daniel

    Die Quelle des ewigen Lebens liegt nicht im Finden eines Heilmittels zum ewigen Leben, sondern im Akzeptieren des Sterbens, im Eingehen in die Kreisläufe der Natur. Alles muß vergänglich sein, um seine Bestandteile immer wieder in den Gral des ewigen Lebens einzubringen, sich neu zu fügen,zu entstehen und zu vergehen. (Meine Ansicht)

  • Dafür bist du sonst immer schneller :wink::wink::wink::wink::wink:

    Die Quelle des ewigen Lebens liegt nicht im Finden eines Heilmittels zum ewigen Leben, sondern im Akzeptieren des Sterbens, im Eingehen in die Kreisläufe der Natur. Alles muß vergänglich sein, um seine Bestandteile immer wieder in den Gral des ewigen Lebens einzubringen, sich neu zu fügen,zu entstehen und zu vergehen. (Meine Ansicht)

  • das was der Henry da schreibt klingt sehr einleuchtend!


    Tatsache ist, daß es nach einer Räuberei sehr sehr lange dauert, bis wieder Ruhe eintritt.
    Helfen tut aber auch mit Sicherheit, daß die Fluglöcher aller Bienen auf dem Stand sehr klein gehalten werden! so etwa auf Daumengröße. Dann ist der Flugverkehr auch etwas eingeschrängt, und es kommt weniger stille Räuberei auf, denn was jetzt da noch passieren kann, ist, daß die Räuberer über die schwächsten Völker herfallen und diese nacheinander ausräuberen!


    Übrigens Honigreste im Zuckerwasser kann auch dazu führen daß die Bienen verstärkt suchen!


    Grüßle

    geht´s den Bienen gut, geht´s der Umwelt gut!

  • Hallo Soni,
    ich tippe drauf, dass deine Bienen noch irgenwo was Süßes ausserhalb ihrer eigenen Stöcke finden.
    Mein Imkerfreund Heinz hat vor einiger Zeit ein ähnliches Szenario wie Du es beschreibst an seinem Stand und in der näheren Umgebung . Erst später sind wir drauf aufmerksam geworden, dass ein auf dem Standplatz stehender weiselloser Ableger regelrecht überfallen wurde. 1 Stunde nachdem wir den Ableger verschlossen in einen geschlossenen Raum verbracht und die Fluglöcher aller Völker auf 2cm Breite verringert hatten, war der Spuk zu Ende. Nur noch vereinzelt suchende Bienen, sonst Ruhe auf dem Bienenstand und Heinz' Frau traute sich wieder in den Garten. Ach noch was: An Stelle des Ablegerkastens stellten wir einfach eine leere Zarge auf in der sich die Bienen "auslaufen" konnten.


    Vielleicht finden deine Bienen irgendwo eine süße Quelle. Möglicherweise ein weiselloses Volk? Wie die Kollegen schon sagten: Solange die Bienen auch nur einen Tropfen süßes finden werden sie suchen..... und suchen...... und suchen.


    Viel Glück bei der Ursachensuche und viele Grüße
    Stefan Kahlert

  • Hallo Soni,


    es wird sicher so sein, wie die Vorredner berichtet haben:
    Irgendwo finden sie etwas gekleckerten Honig oder Zuckerwasser.
    Du kannst nur hoffen, dass ein starker Regen die Spuren etwas verringert, aber normalerweise sind die Spurbienen ausdauernd.
    Es ist zwar etwas o.T. aber ich benutze die Kisten ja auch:

    Zitat

    Allerdings hatten wir dieses Jahr schon eine heftige Räuberei am Stand (vor ca. 2 Wochen: wen es interessiert: Wagners Außendeckel schließen ohne Innendeckel nicht dicht, und der ist zugleich Bienenflucht!!! Wenn also Bienenflucht im Einsatz ist, ist der Kasten nicht zu. Etwas seltsames Patent, meiner Meinung nach )


    Das ist tatsächlich eines der wenigen Nachteile der ansonsten gut durchdachten Kiste.
    Ich habe mir passende Spanplatten geschnitten, die ich, während der Innendeckel als Bienenflucht dient, als Deckel auflege.
    Der Aussendeckel dichtet nicht, weil ja die zwei Leisten als Abstandshalter drunter sind.
    Diese werden aber dringend gebraucht, weil man sonst im Sommer Spiegeleier unter dem Blechdach braten könnte.

    Grüße an alle


    Michael



    -Denken ist wie googeln. Nur krasser-

  • Vielen Dank für Eure Antworten. Tatsächlich hatte ich das Glück, dass ein ordentlicher Regen die "Geruchsspuren" weggewaschen hat - seit heute ist zum Glück wieder Ruhe. :D 
    Michael, so ähnlich werden wir das wohl auch machen mit den nicht schließenden Deckeln. Dass diese Abstandshalter Sinn machen glaube ich gerne, nur war uns in der Hektik des Aberntens (möglichst schnell bevor die Spürbienen Wind von der Sache kriegen) das Problem nicht bewusst geworden...


    Danke nochmal und Grüßle
    Soni

  • Hallo Leute, denke mal der Tread passt für meine Frage.
    Kann es sein, dass die Völker sich untereinander ausräubern, weil bei der Hitze zu wenig Tracht da war?
    Hab einen schwachen Schwarm, bei dem hatte ich den Eindruck von Räuberei, nachdem ich nach dem Durchsehen, plötzlich eine erhöten Flugbetrieb wahr nahm.
    Also Flugloch klein und am nächsten Tag war Ruhe - also nix mehr von erhöhtem Flugbetrieb festzustellen.
    Zwei Tage Später - ohne "Durchsicht" - das gleiche Spiel bei einem Kräftigen Ableger.
    OK hab noch einen Imker in der Nachbarschaft - also noch Konkurenz - aber wieso dann unterschiedlich. Und zwei Wochen später das gleiche Spiel. Erst das eine dann das andere...
    Haben sich an dem kleinen Flugloch regelrecht abgemurgst...
    Kunstregen aus dem Wasserschlauch hat die Bienen dann bei den 35°C wieder beruhigt...
    Muss ich nun bis zum Winter dauernd mit solchen Tagen rechnen??
    [/code]

    aller Anfang ist schwer...


    (hab Hinterbehandler mit Freudensteinmaß - bekomm ich da schon Artenschutz :-) )