Abnahme von Futterteig ???

  • Hallöchen zusammen,


    Mal ne Frage: welche Erfahrungen habt ihr mit Futterteig ?


    Insbesondere interessiert mich wie schnell dieser abgenommen wird.
    Ich weiß natürlich, dass man das nicht pauschalisieren kann - es geht mir mehr um Erfahrungen.
    Ich habe einem Mitte Juli gebildeten und auf Zander eingeschlagenen Kunstschwarm letzte Woche 5 kg Apifonda gegeben, was denkt ihr wie lange der braucht.
    Er sitzt auf einer Zarge, hat 8 MW voll ausgebaut.


    Tracht: Luzerne, Weißklee ...


    Was dekt ihr ?



    Ciao Björn

    >> Jungimker, Tor zum Thür. Wald, etwas Raps, sonst alles mögliche, Belegstelle Gehlberg, Carnica, Zander modifiziert, Brutraum ZaDant, Magazin kompatibel, Selbstbau, Futterzargen, AS-Liebigdispenser und Nassenheider, Oxalsäure und Milchsäure, keine DIB-Gläser <<


    "ex oriente lux"

  • Moin Björn,


    da kann man wirklich nüschd pauschalisieren, da muß man immer mal nachkucken. Es reicht schon, daß sich die Form des Teigklumpens verändert oder mehr oder weniger Oberfläche zugänglich wird. Dann kann es sein, daß schlechtes Wetter viele Bienen auf den Teig hetzt oder die bei Schönwetter lieber 'ne Runde draußen rum fliegen. Oder wenn der Teig unten ist und es wird kurz mal richtig kalt, dann verlassen die den ganz und der wird, wie der Sachse sachd "harde". Oder die tragen wie die Irren um und irgendwnn ist dann alles mit Futter, Pollen und Brut belegt und die sitzen ganz dicht auf dem Futterteig, nur weniger wird der nicht. Sogar bei Völker in einer Reihe kann es sein, daß das eine schon nüschd mehr hat während bei einem anderen nicht mal die Hälfte fehlt.


    Ganz sicher kann man aber sagen, daß ein Volk, das 5 kg Teig in einer Woche wegputzt ein schnelles oder goßes ist. :wink:

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Danke Henry für die Antwort,


    in Thüringen is der dann auch "harde".


    "den grischen se gor nisch mehr nunger"


    mir gings nur darum, das ich etwa abschätzen kann wie die erfahrungen so sind - rein inteesse halber.


    Man sieht schon, wie groß die unterschiede zwischen den völkern sind ...


    Teig liegt auf Absperrgitter, Foie drüber, Leerzarge und Deckel drauf fertsch !

    >> Jungimker, Tor zum Thür. Wald, etwas Raps, sonst alles mögliche, Belegstelle Gehlberg, Carnica, Zander modifiziert, Brutraum ZaDant, Magazin kompatibel, Selbstbau, Futterzargen, AS-Liebigdispenser und Nassenheider, Oxalsäure und Milchsäure, keine DIB-Gläser <<


    "ex oriente lux"

  • Hallo Jungs,


    auch wenn ich euren Dialekt nur erahnen kann:
    Meine Faustregel besagt: 5Kg in einer Woche
    Ein Volk, das dies nicht schafft, hat irgend ein Problem.
    Entweder ist es zu klein (das Volk) oder der Teig ist durch irgendwelche imkerliche Dusseligkeiten hart geworden.
    Schöne Tage noch


    wünscht

    Grüße an alle


    Michael



    -Denken ist wie googeln. Nur krasser-

  • Michael schrieb:

    Ein Volk, das dies nicht schafft, hat irgend ein Problem.


    ä' dscha, das had bloß keen richdschn Hunger, weil draußen noch was blühd oder weils'n ähmnd noch viel ze guhd gehd oder das had de Wahm gnübbeldigge voll. Ärschern würdsch mich da jänfalls nich, wenn nach 'ner Woche noch Bißl was da iss. Das is kee richdsches Problem und nächsde Woche ist dann ähmnd das nächste Paket und der Rest vom letzen Ma och weg. Es sei sei denn, der is wirklich harde, der Teich.


    Oder hier nochmal für'n Michael:


    Ich glaube nicht, daß die Abnahme von weniger als 5 kg Futterteig ein deutliches Anzeichen für schwerwiegende Probleme im Bienenvolk darstellt. Es kann sich nach meinem Dafürhalten auch um eine zeitweise Überversorgung aus natürlicher Tracht handeln und sollte nicht automatisch ein Grund zur Beunruhigung des Imkers sein. Eine Nachkontrolle eine weitere Woche später kann jedoch nicht Schaden und auch die Überprüfung der Futterteigqualität wäre dann zu empfehlen. Sogesehen schließe ich mich Deiner geschätzen Meinung gerne an.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Hallo Björn,


    Du hast geschrieben:
    Ich habe einem Mitte Juli gebildeten und auf Zander eingeschlagenen Kunstschwarm letzte Woche 5 kg Apifonda gegeben, was denkt ihr wie lange der braucht.


    Ich glaube, er wird bis Ende August brauchen.
    Melde Dich einmal, wenn die 5kg aufgebraucht sind.

  • Hallo Bjorn
    Ein großes Magazinvolk bekommt bei mir nach Trachtende einen 15 kg Block Apifondia in einer Leerzarge aufgesetzt und der ist je nach Wetterlage nach 14-21 Tagen alle. Ameisensäurebehandlung verzögert die Futteraufname. Im späteren August wird die Aufname stark verlangsamt. Der Teig in der Leerzarge bleibt an der Oberfläche schön feucht und wird dadurch auch nicht abgenagt und rausgeschmissen. Ich praktiziere das schon viele Jahre mit guten Erfolg.
    Gruß Peter

  • Hallo Leute,


    meine Frage passt haargenau zu diesem Thema. Ich habe nämlich Anfang August auch einen 15 kg Block (mit Tassendurchmesser großem Loch versehen) Apifondia in einer Leerzarge aufgesetzt. Mein Imkerpate (ich bin noch Anfänger) meinte dann jedoch, dass das falsch gewesen wäre, weil ich nicht gleich den ganzen Block hätte füttern sollen. Er meinte, dass dann eventuell zu wenig Platz für Brut bliebe, wenn die Bienen alles umtragen.


    :-?


    Was meint ihr dazu? Soll ich (nach sagen wir 2 Wochen) den Teig für kurze Zeit erst mal wieder aus der Beute nehmen? Oder ist das mit der Menge nicht so problematisch?


    Vielen Dank schon mal für gute Ratschläge...


    Gruß,


    Frank.

    Ich halte Bienen seit 2005; hauptsächlich in Segeberger Beuten; Momentan 14 Carnica-Völker; Varroabehandlung: mit Ameisensäure im Apimedea Verdunster und Oxalsäure

  • Hallo Jumanji
    Auf keinen Fall rausnehen. Jetzt geht es schon gegen Ende August. Wenn Du jetzt unterbrichst und erst zum Ende August wieder Teig gibst, nehmen die Bienen den Teig kaum an. Natürlich sollte genug Platz zum Einlagern und für die Brut sein. Ein großer Teil des Futters geht ja auch durch die Reizung in mehr Brut verlohren und nur etwa 2/3 werden eingelagert. Mit dieser Methode habe ich auch wenig Sucher.
    Gruß Peter