Initiative 100% Deutscher Honig

  • Ist ein 100% Logo dafür gut? 2

    1. Ja (1) 50%
    2. Nein (0) 0%
    3. Ach, wie soll ich mich entscheiden. (1) 50%

    Moin Imkers,


    seit Anfang des Jahres steht ja nun auf den ganzen Honigen beim Kaufland, Lidl, Edeka usw. das Ursprungslad drauf. So erfährt der Langnese Bergblütenhonigesser, der auf dem Etikett Aplenkräuter erkennt, daß der Honig aus Mexiko stammt und der Landhoniggenießer erfährt Chile als Ort des Nektareintrages. Bei Honigen anderer Abfüller wird durch die Herkunftsangabe: "Aus EG und Nicht-EG-Ländern" deutlich, daß es sich um Mischungen handelt, die außerhalb des Bienenstockes entstanden sein müssen. Auch "Südamerika" liest man öfter.


    Wäre es da nicht sinnvoll mit einem kleinen Zusatzetikett oder einem Logo auf 100% Honig aus Deutschland hinzuweisen und daruf zu verweisen, daß es sich nicht um Mischungen handelt? Vielleicht sogar ganz genau die Region in Deutschland anzugeben. Also Beispielsweise:


    100% Deutscher Honig ungefiltert ungemischt aus Westsachsen, unteres Muldental


    Im Rückenetikett könnte man ja dann darauf hinweisen, daß der Kunde mal nachschauen soll, wo der "Baumarkthonig" so herkommt und auf Pollen im Honig hinweisen. Was haltet Ihr davon sowas als gemeinsame Aktion zu machen. Also die Zusatzlogos oder Aufkleber gemeinsam herstellen zu lassen und gegen das DIB-Etikett zu positionieren. Ganz ohne Zwang und ohne Mitgliedschaft irgendwo und auch ganz ohne Marketingbeiträge. Nur um den Unterschied zum Auslandshonig klar und deutlich darzustellen. So ein Logo würde dann auch nichts über Qualität oder Bio-, Öko- oder Sonstwieherstellung aussagen, sonder nur:


    Dieser Honig ist wirklich nur von hier!

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Aber Hallo, Henry,


    natürlich würde dies positiv aufgenommen.
    Der Kunde reflektiert sofort darauf.
    Auf meinem Etikett steht nicht umsonst ...aus der Urlaubsregion Saarschleife...
    Und dazu ein Logo, das die Wiedererkennung verbessert.
    Ich bin voll und ganz deiner Meinung.
    Aber solche Sachen gibts schon öfter.
    Die Bayern haben sogar auf ihren DIB-Gläsern eine zeitlang ihre weiß-blauen Rauten gehabt.
    Die Baden-Württemberger hatten mal einen Flyer an die Gläser gepappt usw.
    Gerade die Kollegen, die ein eigenes Label oder Etikett verwenden, tun dies doch, um die regionale Verbundenheit zu unterstreichen!

    Grüße an alle


    Michael



    -Denken ist wie googeln. Nur krasser-

  • Michael schrieb:


    Die Bayern haben sogar auf ihren DIB-Gläsern eine zeitlang ihre weiß-blauen Rauten gehabt.


    Nicht haben gehabt, sondern es gibt das bay. Honigglas, mit im Glas eingarbeiteter Raute und einen Twist off Deckel.

  • Moin Ihr Beiden,


    macht es nun Sinn ein neues einheitliches 100%-Logo zu kreiren und einheitlich und zusätzlich aufzubäppern? So wie Ihr das schreibt, klingt das eher, wie gibts schon - von Bosch. Und "gibt's schon" klingt fast wie: Laß' es. :o

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Hallo,
    ich habe das vor einiger Zeit schon mal versucht anzuregen. Im Moment klebe ich die Rückenetiketten nicht drauf. In dem Zusammenhang sei erwähnt, dass ich die Etiketteigenproduktion von Henry benutze und begeistet bin. Vor allem von der Klebequalität (lässt sich leicht bei Falschkleben wieder abziehen) bin ich überzeugt.
    Das Hauptetikett habe ich schon mit den gängigsten Daten und einem Bild versehen. Als Hauptname steht "Mariendorfer Honig" drauf (Mariendorf = Ortteil von Berlin. (Signatur)
    Da Rückenetikett würde ich mit einer geschickten Marketingidee versehen auch noch raufkleben.
    Meine Idee war ja, irgendwas über das imkerforum zu machen auch wenn ich weiss, dass selbst nicht die Hand in Feuer für alle hier anwesenden Kollegen legen würde.
    So eine Art Selbstverpflichtung, Präambel wäre genau das richtige. Was meint Ihr?

  • Hallo Henry,


    oh nein!
    Im Gegenteil.
    Jede/r sollte sich Gedanken machen, wenigstens einen Teil seiner Produktion unter eigenem Label zu vermarkten.
    Einen ersten Schritt hast gerade Du doch schon getan, indem Du dein persönliches Etikett geschaffen hast.
    "Gibts schon" war nicht abwertend gemeint.
    Wollte damit sagen, die Idee ist schon angedacht worden, was der einzelne Imker daraus aber macht, ist halt unterschiedlich.
    Ich finde, in einer Zeit des größer werdenden Europa und der damit einhergehenden Verunsicherung auf Seiten der Verbraucher (das sind letztendlich wir alle) gibt es einen Trend zur Rückbesinnung auf überschaubare Größen.
    Die Staaten werden in Europa ihre Bedeutung immer mehr verlieren, aber immer werden die Menschen ihre Herkunft mit "Ich bin Sachse" oder "Ich bin Bayer, Saarländer" oder was auch immer, ausdrücken.
    "Sauberen" Honig im Sinne von "chemisch einwandfrei" können die Großunternehmen allemal anbieten, aber bei Dir kann der Kunde notfalls in die Schleuderkammer kommen und sich sein Glas selbst abfüllen; das sind doch unsere Vorteile, und die müssen wir ausnützen.
    Die zahlreichen Selbstvermarkter-Initiativen im landwirtschaftlichen Bereich machen es uns doch vor, warum sollen wir das denn nicht hinbekommen?

    Grüße an alle


    Michael



    -Denken ist wie googeln. Nur krasser-

  • Hallo zusammen,


    also ich tu mich sehr schwer mit einem einheitlichen Logo!


    Ich steh mit meinem Etikett für meinen Honig gerade!


    aber mal im Ernst, was ist mit denen, die irgend welchen Honig als den "Eigenen" verkaufen?


    wie soll das denn Überprüft werden?


    Das DIB Glas ist ja im Grunde so ein Ding! und dort steht weiß ich wieviel mal "Deutsch" drauf (glaub 8 oder 9 mal)


    und was macht der Verbraucher?


    er entscheidet sich dann letzlich doch anderes!


    schwierig sich da hinein zu denken!


    Dennoch ein Versuch wärs wert!


    Grüßle

    geht´s den Bienen gut, geht´s der Umwelt gut!

  • Oha,
    da habe ich scheinbar was überlesen, sorry an alle.
    Ich will auch nicht das "Einheitsglas" neu erfinden!
    Das Gegenteil strebe ich-für mich- an.
    "Einheit" bedeutet zwangsläufig Kompromiss auf einem kleinsten gemeinsamen Nenner.

    Grüße an alle


    Michael



    -Denken ist wie googeln. Nur krasser-

  • Moin Jungs,


    mein Gedanke ist ja eine Art Zusatzetikett. Sowas, was man also zusätzlich zu seinem ganz normalen Etikett aufklebt. Meinetwegen darf das dann auch Langnese aufkleben, wenn in dem Glas dann wirklich nur 100% Deutscher Honig drin ist. Da werden die Kunden dann ja auch über den Preis staunen. Der Bäpper mit der "100%" soll sich halt vollkommen selbst erklären. Mißbrauch wäre dann schon deshalb ausgeschlossen, weil es sich um eine angepriesene Eigenschaft handelt.


    Das Marketing vom DIB funktioniert ja leider nicht so zufriedenstellend wie man sich das als Mitglied des Vereins wünschen würde. Jedenfalls halten etwa 100% der Bundesbürger Langnese für besten Deutschen Honig und Biophar für Deutschen Bio-Honig, obwohl beides nicht stimmt und das auch drauf steht. Auch das Meißner Honigkontor kauft Honig vor allem im Kesselwagen und muß das ja nun auch drauf schreiben. Dennoch erzählen mir meine Kunden, daß sie nur Honig der Region kaufen, zum Beispiel den aus Meißen. :o Oft sind sie dann ganz verschreckt, wenn ich denen dann das Kleingedruckte zeige.


    Ich will garkeinen Marketingverbund oder so ins Leben rufen und auch keinen Verein, ich will nur den Imkern auf ganz einfache Weise die Möglichkeit geben, ohne dauernde Diskussion, darauf hin zu weisen, daß der billige Honig allesamt nicht aus Deutschland kommt. Ganz ohne Qualitätsaussage. Kleehonig aus Canada muß ja nicht schlecht sein und Bergbltüten gibt's in Mexiko ganz sicher auch, nur soll der Kunde wissen, daß der Honig dann eben ein Massenprodukt ist oder unter Billiglohnbedingungen erzeugt wurde. Er soll einfach Deutschen von ausländischem Honig unterscheiden können und zwar deutlich. Da es mir nunmal nicht möglich ist, einen "Achtung Auslandshonig"-Bäpper auf alle andern Gläser zu kleben, bleibt mir nur die Chance, den eigene zu kennzeichnen.


    Das selbe gilt auch für einen "33%-Mehr"-Aufkleber auf dem dann drauf steht "33% mehr Inhalt als im 375g-Lagnese-Glas". Das ist vergleichende Werbung und neuerdings übrigens erlaubt. :wink:


    Michael : Ein Einheitlicher 100%-Aufkleber ist doch kein Einheitsglas. Oder? Und "Deutschland" als einheitlich Kleinster gemeinsamer Nenner ist doch kein Kleinster gemeinsamer Nenner, sondern lediglich die Abgrenzung zum Billig- bzw. Import- oder Mischhonig. "Ursprungsland Deutschland" müssen wir doch ohnehin aufdrucken, nur liest das halt keiner.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Henry schrieb:

    Moin Ihr Beiden,


    macht es nun Sinn ein neues einheitliches 100%-Logo zu kreiren und einheitlich und zusätzlich aufzubäppern? So wie Ihr das schreibt, klingt das eher, wie gibts schon - von Bosch. Und "gibt's schon" klingt fast wie: Laß' es. :o


    Nein Henry,
    ich finde reginale Werbung beim Honig absolut gut. Auch ich möchte auf ein Eigenetikett umstellen, aber mit dem bay. Honigglas.

  • Hallo Franz Xaver !
    Du schreibst :
    ich finde regionale Werbung beim Honig absolut gut. Auch ich möchte auf ein Eigenetikett umstellen, aber mit dem bay. Honigglas.[/quote].


    Du willst doch etwas für die Verkaufsförderung tun. Meinst Du, das funktioniert mit einem bayrischen Glas ? :roll: :wink:


    Ich könnte Dir sonst Etiketten von uns schicken. Veredelt und Abgefüllt
    in Norddeutschland: Hamburg - Das Tor zur Welt ! :wink:


    Viele Grüße aus dem Norden


    Daniel

    Die Quelle des ewigen Lebens liegt nicht im Finden eines Heilmittels zum ewigen Leben, sondern im Akzeptieren des Sterbens, im Eingehen in die Kreisläufe der Natur. Alles muß vergänglich sein, um seine Bestandteile immer wieder in den Gral des ewigen Lebens einzubringen, sich neu zu fügen,zu entstehen und zu vergehen. (Meine Ansicht)

  • Henry schrieb:

    Moin Jungs,


    ...... Jedenfalls halten etwa 100% der Bundesbürger Langnese für besten Deutschen Honig und Biophar ......ohne dauernde Diskussion, darauf hin zu weisen, daß der billige Honig allesamt nicht aus Deutschland kommt. .....


    Hallo Henry,


    aber es gibt doch soo viele Imker, deren Honig ja billiger oder genau so teuer ist, wie der von Langneese!


    da glaub ich steckt schon der größte Teil der Probleme drin!


    Wie sollen das die Verbraucher denn kappieren, wenn es schon im Preis keinen nennenswerten Unterschied gibt?


    Grüßle

    geht´s den Bienen gut, geht´s der Umwelt gut!

  • toyotafan schrieb:

    Wie sollen das die Verbraucher denn kappieren, wenn es schon im Preis keinen nennenswerten Unterschied gibt?


    Na, weil es einen Zusatzaufkleber "100% Deutscher Honig" gibt. :lol:

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Hallo,
    Aufschriften wie Echter Deutscher Honig und bei mir zusätzlich Honig aus Mecklenburg/Vorpommern halte ich für sehr wichtig.
    Die Menschen hier identifizieren sich mit dem Land und die Urlauber die wegen der Natur und Ruhe hier sind möchten sich ein Stück Meck/Pomm mit nach Hause nehmen.
    Es sollte jeder Imker versuchen Pionierarbeit zu leisten die Menschen aufzuklären und hinzuweisen. Auch wenn der Kunde woanders her ist und beim anderen Imker kauft nützt es am ende jeden.
    Das ist eigentlich unser Hautwerkzeug und Kapital um Marktanteile zurück zu erobern. Da helfen ebend solche Aufkleber besonders mit Persönlicher Note.
    gruss stugger