Waagerecht gedrahtete Mittelwände

  • Wer weiss Rat?
    Seit ich meine Rähmchen 4 x waagerecht drahte, sind viele der ausgebauten Rähmchen im unteren Drittel ausgebeult.
    Woran kann das liegen?
    Beim Einlöten der MW lasse ich oben und unten etwas Luft.

  • Moin, Moin aus Hamburg
    zu Deinem Grundproblem kann ich nichts genaues sagen .
    Aber :
    Du solltest die Mittelwand beim Einlöten grundsätzlich unten "gegenlaufen lassen. Die Bienen bauen nach oben immer aber-, nach unten eher schlecht bis gar nicht zu.
    Ich bezweifele aber das Deine Methode zu diesem Problem führt ,welches Du zur Zeit hast.
    Da müssen die anderen wohl noch mal ran :wink:


    Tschüß
    Daniel

    Die Quelle des ewigen Lebens liegt nicht im Finden eines Heilmittels zum ewigen Leben, sondern im Akzeptieren des Sterbens, im Eingehen in die Kreisläufe der Natur. Alles muß vergänglich sein, um seine Bestandteile immer wieder in den Gral des ewigen Lebens einzubringen, sich neu zu fügen,zu entstehen und zu vergehen. (Meine Ansicht)

  • Hallo,
    das ist einfach ein Frage der Statik. Vertikal drahten ist günstiger.
    - Spannlänge (Sützweite) des Drahtes ist kürzer
    - Feldweite der Mittelwand ist mehrfach gestützt , dadurch weniger Verzug beim Ausbauen..


    Ansonsten Mittelwand unten aufsitzen lassen ist günstig, oben bauen die Bienen von alleine an - unten nur, wenn, dort die Mittelwand es vorsieht und sie es für richtig halten.
    Manchmal machen sie trotzdem unten auf, der Bien ist halt souverän.
    Grüße ralf_2

  • Moin Imkers,


    bei waagerechter Drahtung und unten aufsitzenden MW gibt das bei etwa 30-50% der Rähmchen solchen Mist. Und das selbst dann, wenn man die MW schön bei Sommerwetter einlötet. Die MW sind dann schön geschmeidig und wenn sie abkühlen nehmen sie ganz leicht die gößere, ausgedehnte Form als normal und spannungsfrei an. Kommen sie jetzt wieder in Völker, dann bauchen sie. Und wo sollen sie hinbauchen? Oft ist die Unterkannte festgebaut oder sitzt auf und die Drähte wirken wie Umlenkscharniere. Die Wellenform beginnt oben ganz leicht und nimmt immer mehr zu. Solche Waben kann man dann nur unten ausschneiden und Ablegern zum mit Naturbau reparieren geben. Sie werden aber nie wieder unten angebaut und in Völkern werden sie gnadenlos verdrohnt. Im HR lassen sie sich besch... entdeckeln und schleudern, weil die Verbiegung der Wabe, die dem Bruch, zumindest auf Radialschleudern vorausgeht, schon eingebaut ist.


    Ich bin wieder zurück bei senkrechter Drahtung, obwohl die 50%, die schön ausgebaut wurden, wegen der blanken, nicht durchgebogenen Träger ordentlicher aussieht. Von oben sind aber auch die Murkswaben schöner. :wink:

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Hallo Jungs,


    wenn der Draht ordentlich gespannt ist und die MW rundum 3-5 mm "Spiel" hat, passiert gar nix.
    Wobei in meinen Augen die Drahtspannung gar nicht mal so wichtig ist, die kleine Lücke zum Rähmchenrand ist mir entscheidender.
    Meine Dadantwaben sind alle quer gedrahtet, und ich käme nie und nimmer auf die Idee, dies ändern zu wollen.
    Rundum wird der Abstand zum Holz von den Bienen sofort beigebaut, nach unten meistens, und wenn nicht, werden sie es halt so wollen.
    Und da ich die Dinger eh nicht schleudere, störts mich nicht.
    Bei den (unbebrütend bleibenden) HR-Waben mach ichs anders. Deren Rähmchen verfügen über einen Spalt im Unterträger, über den die MW nach oben eingeschoben und dann gelötet wird. Dadurch sitzt die bombenfest. Der Abstand nach oben und zur Seite ist jedoch wie bei den BR-Waben .

    Grüße an alle


    Michael



    -Denken ist wie googeln. Nur krasser-

  • Hallo zusammen,


    also ich hatte auch solche geknickten Waben, und bin dann wieder ganz schnell auf Senkrecht drahten umgestiegen!


    Das hat zu dem noch den Vorteil, daß der Draht das ganze Rähmchen zusätzlich noch etwas zusammen hält!


    Beim Schleudern ist es überhaupt nicht wichtige wie rum der Draht verläuft!


    Wabenbruch ist eher eine Frage ob die Honigraumwaben auch unten angebaut sind!


    und wenn man die Mittelwand eben unten aufsitzen lässt bauen die meisten Bienenvölker auch die Waben unten an!


    Wohlgemerkt im Honigraum!


    Grüßle

    geht´s den Bienen gut, geht´s der Umwelt gut!