Honig erst im Frühjahr ernten ...

  • Moin,


    beim Durchstöbern des Internets stieß ich auf eine Aussage, wobei angeblich bei der Zeidler-Betriebsweise erst im Frühjahr der Honig abgeerntet wurde. Als Begründung - so würde nur der nicht notwendige Überschuß abgeschöpft.


    Läßt sich die Idee für die "ökologische" Betriebsweise ausbauen?


    Halt, keine neue Diskussion über Überwintern mit Honig. Mir ist bewußt, daß das mit der modernen Betriebsweise nicht erwünscht ist.


    Vielmehr interessiert mich, wie sich die Entnahme des Honigs im Frühjahr auf die Bienen auswirkt.
    Außerdem würde mich interessieren, wie die Menschen früher genügend Honig produzierten, trotz Klotzbeutentechnik. Genügend, nicht viel. Wenn Honig früher die einzige Süßungsquelle war, mußte doch ausreichend Honig geerntet werden. Wie war das möglich? Einfach viele viele Bienenbäume?


    Bernhard

  • moin, Bernhard,


    muß wohl so gewesen sein....
    Wobei das Wachs mindestens genauso wichtig war wie der Honig, wenn nicht noch mehr.
    Wenn man liest, welche Mengen an Wachs in Kirchen, Klöstern und Fürstenhöfen als Kerzen verbraucht wurden, kann einem echt schwindelig werden.
    Das ging in den Tonnenbereich pro Jahr und Abrechnungsstelle. genaue Stelle finde ich grad nicht wieder, leider, nur:


    http://www.honeydreams.de/imkerei_im_mittelalter.htm


    Da steht z. B., daß die Zeidler 2 x pro Jahr ernteten, aber leider nicht, wann...

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • ganz einfach,
    es gab damals genügend bienenvölker. Frei lebende und in klotzbeuten gehaltende völker.
    Der zeitler war dem fürsten unterstellt und das volk bekam doch kein honig.


    Erste Hinweise über Bienenkulturen geben uns Hieroglyphen auf dem Sarkophag des Königs Mena um 3600 v.chr: Als Bienenstöcke dienten im alten Ägypten Tongefässe, denen nach Ausräucherung die Wachswaben entnommen wurden. Bienenvölker gehörten vor allem den Königen. Doch gab es in dieser Zeit auch private Züchter, die tausend oder mehr Stöcke besassen und ein Viertel ihrer Einkünfte aus Wachs und Honig als Steuer abzuliefern hatten.
    Die Kunst der Bienenzucht gelangte von Ägypten nach Griechenland, wo auch der Handel mit Wachs seinen Ursprung nahm, und verbreitete sich weiter nach Zypern, Palästina und schliesslich etwa 200 v.Chr. nach Italien.
    quelle: von kerzenkeller werder
    gruss stugger


    Ps :ein Viertel ihrer Einkünfte aus Wachs und Honig als Steuer abzuliefern hatten.
    Hatten die das gut ich währe froh wenn ich soviel behalten dürft :o