Wie wandern?

  • An dem Platz wo meine Bienen jetzt stehen, sind sie vor dem Hochwasser, das es im Frühling meistens gibt, nicht sicher, deshalb müsste ich sie 7 meter weiter und 2 meter höher stellen,


    Wann soll man das machen, jetzt im August, oder reicht auch noch später,
    Was muss ich beim "wandern" beachten, bzw. wie wandert man?
    Es sind Carnica Bienen, im Zandermaß, auf 2 Räumen/ Kästen ( wieauchimmer)

  • Hallo, so geringe Entfernungen sind nicht unproblematisch. Ich würde das in (aller Stille) über Winter erledigen. Bei Flugbetrieb endet das Umsetzen im Chaos, es sei denn, man hat soviel Geduld, und versetzt alle Völker jeden Tag um ca. 10 cm bis dann das "Ziel" erreicht ist...
    Grüße ralf_2

  • ich dachte immer man soll im winter nicht an der beute rummachen, da sich sonst die wintertraube auflösen kann, udn das volk stirbt.


    stück für stück umsetzten geht auch nciht, da man es dann an einem ziemlich steilen hang setzen müsste, während des umzugs (wenn immer nur 10 cm) das geht schlecht

  • Hallo


    ich stimme meinen Vorredner zu.
    Plan A
    Am besten wäre ein Umsetzen im zeitigen Frühjahr, wenn das Hochwasser bedingt nicht möglich ist


    Plan B.
    Alle Völker Nachts aus dem Flugkreis schaffen, je nach Gelände 3-6km neu einfliegen lassen dann auf den neuen Platz setzen,
    wenn der auch nicht gefällt----


    Plan C (Hab ich auch schon so gemacht)
    Nach Trachtende die Stärksten zuerst versetzen und die Schwächlinge unten stehen lassen (ev. ein bißchen verrücken auf den Platz der fehlenden Völker). Die Flugbienen betteln sich in die Schwächlinge ein und verstärken sie, die verstellten starken Völker brauchen um diese Jahreszeit ohnehin nicht soviele Sammlerinnen. Die Schwächlinge (das sind ja hoffentlich nicht viele) kannst du dann ja immer noch lt. Plan A Winter oder B (neu einfliegen) verstellen.


    Hoffe gedient zu haben


    max

    Ich mag keine Signaturen mit ach so Schlauen Sprüchen.

  • Hallo,
    also, wenn man vorsichtig zu Werke geht, dann merken die Bienen gar nichts vom Standortwechsel. Die par Meter kann man ja (evtl zu zweit) die Beuten vorsichtig tragen. Ohne Erschütterung gibt's keine aufgelöste Wintertraube und keinen Verlust...
    Bei Temperaturen von 2°C... 6°C fliegt auch keine Biene - manchmal gibt es das von November bis nach Weihnachten. Solche Perioden sind prima für einen unkomplizierten Ortswechsel in der näheren Umgebung geeignet. Im Frühjahr wird sowieso neu eingeflogen. Warum Zwischenwandern, wenn die Biene sich am Zwischenstandort sowieso nicht einfliegen ?
    Also ich hatte in solchen Fällen nie ein Problem...
    Grüß ralf_2

  • also ich hab nur ein volk,


    mein imkerpate hat noch so 10 völker, aber die sind so 250 meter weg( schreib ich nur zur info, falls es irgendwie nötig ist das zu wissen)


    Plan A
    Am besten wäre ein Umsetzen im zeitigen Frühjahr, wenn das Hochwasser bedingt nicht möglich ist


    schlecht möglich, da großes risiko, des hochwassers am ende des winters


    Plan B.
    Alle Völker Nachts aus dem Flugkreis schaffen, je nach Gelände 3-6km neu einfliegen lassen dann auf den neuen Platz setzen,
    wenn der auch nicht gefällt----


    kapier ich nicht ganz, das zu versetzende volk 3 km wegstellen, dort warten bis sie sich eingeflogen haben, und dann 3 km zurück und es an den 5 meter vom ursprünglichen entfernten platzt setzen


    Plan C (Hab ich auch schon so gemacht)
    Nach Trachtende die Stärksten zuerst versetzen und die Schwächlinge unten stehen lassen (ev. ein bißchen verrücken auf den Platz der fehlenden Völker). Die Flugbienen betteln sich in die Schwächlinge ein und verstärken sie, die verstellten starken Völker brauchen um diese Jahreszeit ohnehin nicht soviele Sammlerinnen. Die Schwächlinge (das sind ja hoffentlich nicht viele) kannst du dann ja immer noch lt. Plan A Winter oder B (neu einfliegen) verstellen.


    geht schlecht da nur ein volk



    kann ich das volk nicht einfach bei nacht, stopfen ins flugloch, umsetzen, ein paar stunden den stopfen drin lassen udn dann so gegen zehn uhr morgens den stopfen rausmachen?

  • Hallo Matthias,
    ich hatte ein ähnliches Problem. Die Schwierigkeit ist, dass die Bienen, wenn sie sich an ihrer Umgebung eingeflogen haben, immer zu ihrem gewohnten Platz fliegen. Stellst Du die Beute einfach so um, merken die nicht, dass sie von einem anderen Ort gestartet sind und fliegen wieder zurück. Also muss man es irgendwie hinkriegen, dass sie entweder die Beute am neuen Platz finden (10cm - Trick, würde ich aber bei solchen Entfernungen nicht machen), oder dass sie den ursprünglichen Standort vergessen. Dazu verstellt man sie entwedwer im Winter, wenn sie eh nicht fliegen (einmalige Störungen sind wohl relativ unkritisch) oder man bringt sie weit weg, so dass sie ihr altes Gebiet und damit den alten Standort "vergessen". Das bedeutet aber, dass die Bienen, die den alten Platz kennen, in dieser Zeit "verheizt werden" müssen, d.h. die Beuten müssen schon einige Wochen weg sein.
    Falls es derzeit in deiner Nähe noch eine lohnende Tracht (Waldtracht???) gibt, würde ich dir dazu raten, diese anzuwandern, dann schlägst du 2 Fliegen mit einer Klappe (beim Zurückwandern kommen die Bienen dann natürlich an ihren neuen Platz). Ansonsten ist wohl der Winterplan der am wenigsten aufwändige.
    Viel Erfolg!
    Soni

  • jetzt wandern will ich nicht, da ich gerade varroa behandele (mit Ameisensäure)
    4-5 km wegstellen, bräuchte ich ein auto, zum hinfahren und kontrollieren( hab aber noch keinen führerschein), mein dorf ist in nem tal, und ich hab keinen bock da mit dem rad rumzugurken, auch kann man da nichts mitnehmen.


    werde das also wohl im winter machen, wie trägt man diese unhandlichen beuten( werde auf 2 räumen überwintern) am besten?
    ZU 2 packen und hoffen das man nicht ausrutscht, doer gibt es da was auf das man im winter besonders aufpassen muss

  • Matthias Wohnsiedler schrieb:

    also ich hab nur ein volk,
    ?


     :-? Ahso gut zu wissen


    ich wurde die einfach im Winter verstellen, wenns net gar so kalt ist (siehe Beitrag Ralf 2)
    Je nach beute einen Spanngurt drüber gurten, festzurren. Schmeiß zwei Stricke unten durch, Schlaufen dran geknotet und schnapp dir einen Freund mit trägst du sie dann vorsichtig hoch. Alleine gehts nicht so gut.



    MfG


    Max

    Ich mag keine Signaturen mit ach so Schlauen Sprüchen.

  • Hallo,
    Du kannst die Bienen auch jetzt verstellen.
    Das Flugloch mit Gras oder Heu locker verstopfen.
    Aber nicht lange Halme, sondern kurze.
    Dann morgends vorm Flugbeginn die Beute auf den neuen Platz stellen.
    Dabei kann es drinnen ruhig etwas schaukeln.
    Was passiert?
    Die Bienen werden unruhig, wollen zum Flugloch hinaus.
    Dieses finden sie jedoch verstopft.
    Sie räumen das Gras/Heu weg.
    Dabei fliegen sie sich nebenbei neu ein.
    Die alten "Sturrköpfe" werden zwar den alten Standort erst anfliegen,
    sich dort evtl. sammeln, kriegen dann aber auch die Kurve.
    Bei einem Volk auf den Stand klappt das.
    Bei "Huckepackablegern" habe ich das schon gemacht.
    Am Flugloch wird gesterzelt.
    Vom alten Platz her entsteht eine "Bienenstraße" zum neuen Platz.
    Irgendwann wurde diese aufgelöst, und der Flug war normal.
    Und dies bei mehreren Völkern in Reihenaufstellung.
    Viele Grüße
    Lothar

    Solange Menschen denken, das Tiere nichts fühlen,
    müssen Tiere fühlen, das Menschen nicht denken.

  • danke Lothar für den Tipp, hat da sonst noch jemand erfahrung mit lothars methode,
    was mache ich wenn sie es nicht wegräumen, drehen die da nicht komplett durch, gehen kaputt
    hab eben nur ein volk und will so wenig risiken wie möglich eingehen

  • Hallo Matthias,


    der Trend geht eindeutig zum Zweitvolk, vielleicht wäre das auch etwas für Dich! Das Risiko, daß ein Volk den Winter nicht überlebt liegt irgendwo zwischen 20 und 30 %, da ist es schon ärgerlich, wenn man im Herbst noch ein schönes Volk hatte und im Frühjahr fehlt plötzlich die Weisel oder das Volk ist ganz tot. Vielleicht kannst Du ja noch einen Ableger bilden oder einen Kunstschwarm machen (Königin müßtest Du dann eben kaufen...).
    Fürs Verstellen gibt es noch eine Möglichkeit von Herrn Kusche, die Vorgehensweise findest Du bei uns oder bei Guido auf der Homepage in den ersten Monaten der Monatsberatungen. Allerdings ist das auch etwas für den Winter bzw, das beginnende Frühjahr. Im Moment würde ich persönlich von einem Verstellen abraten - die Hochwassergefahr ist ja auch noch nicht so hoch.


    Viele Grüße,
    Effendi

  • Hallo,
    also die Methode von Lothar hab ich noch nicht probiert - finde sie aber "bienenspycologisch" nicht uninteressant. Mit meinem einzigsten Volk würde ich das lieber nicht wagen - andererseits - was kann schon schiefgehen. Schlimmstensfalls hast Du die alten Flugbienen alle am alten Platz - auch eine Methode die Völker zu verjüngen. Man könnte die Situation, falls sie zu eskalieren droht durch Rückveränderung eindämmen.


    Zum anderen sind Bienen nicht immer vernünftig, vor allem wenn man nach menschlichem Ermessen daherkommt. Dieses Jahr hatte ich allein 5 Schwärme von durchaus ansehnllicher Größe, die letztendlich weisellos und demzufolge orientierungslos waren. In einem Fall hab ich einen Schwarm in drei Teilen eingeschlagen - die restlichen 250 Bienen sind lieber dort geblieben, als in ihr Volk zurückzukehren - alle samt hatten keine, aber auch nicht eine Königin, was durch Zellen an der Bannwabe dann verdeutlicht habe.... Soviel zur Orientierungsfähigkeit von Altbienen.


    Allerdings, der Trend geht zum Zweitvolk (mindestens) :D , aber ebenso zur 95% Überwinterung - 30 % Verluste sind nicht normal - dann doch bitte die Betriebsweise überdenken - schon der Bienen wegen...
    Grüße ralf_2