Umlarven

  • Hallo,


    habe zum ersten mal am 20.06.05 Umgelarvt. Soweit ich weiß wird 10 Tage später verschult. Ich wollte es gestern 29.06.05 machen das wäre dann der 9 Tag leider habe ich am Zuchtrahmen bemerkt das 2 schon geschlüpft sind. einer meiner Kollegen meinte wohl das sie nicht viel Taugen, stimmt das nur wegen 2 Tagen. Vom Ei bis zum Schlüpfen wäre es 14 Tage gewesen.

  • Hallo Gio,


    beim umlarven hast du wohl etwas altes Material genommen. Wahrscheinlich waren die Larven schon 4 tage alt als du sie umgelarvt hast. Somit hat sich die Zeit bis zum schlüpfen natürlich verkürzt.
    Du solltest beim Umlarven Eier nehmen die bereits auf dem Zellboden liegen, also nicht mehr stehen. Dann haben die Eier etwa 2 Tage. Wenn schon eine Rundmade zu erkennen ist dann ist das Meterial nicht mehr geeignet.


    Wenn du älteres Material nimmst wie in deinem Fall, so wurden die Larven eventuell nicht optimal als Königinnenlarven versorgt und dadurch kann es natürlich sein dass diese Königinnen sich nicht optimal entwickelt haben und minderwertig sind.


    Grüsse,
    Api

  • Hallo Giovanni,


    da musst du ja beim Umlarven richtige Riesen an Larven erwischt haben! Du kennst sicher den Spruch: 3 - 5 - 8 - Königin gemacht. Wenn deine Königinnen also nach neun Tagen geschlüpft waren, hattest du vier Tage alte Maden verwendet. Scusi, das ist eindeutig zu alt.


    Api
    Zucht aus dem Ei ist ja einen Variante des Umlarven. Aber Umlarven heißt ja so, WEIL man Larven nimmt. An der Qualität von Königinnen aus Jüngstmaden (ca. 36-42 Std. nach Eilage) gibt es IMHO auch nix auszusetzen.

    42

    ganz sicher

    nur nicht beim bee-space

  • Api schrieb:


    Du solltest beim Umlarven Eier nehmen die bereits auf dem Zellboden liegen, also nicht mehr stehen. Dann haben die Eier etwa 2 Tage. Wenn schon eine Rundmade zu erkennen ist dann ist das Meterial nicht mehr geeignet.


    Umlarven von Eiern?


    Es kann ja sein, dass ich irgend etwas verpasst habe, aber dieses Verfahren ist mir neu. Mir ist zwar bekannt, dass man Zellen mit Eiern ausstanzen kann, zudem gibt es z.B. auch das Nicot-System.


    Aber Eier umlarven?


    Grüße


    Ulrich

  • Hallo zusammen
    Ich kann aus eigener Erfahrung sagen: Wenn ich die Larven nicht sehen kann, sind sie goldrichtig! :oops: 
    Das heißt, wenn die Eier geplatzt sind, sind die Maden fast durchsichtig, und da fangen dann meine Probleme mit dem auffinden an. Ich hoffe, mit Kaltlicht mehr zu erkennen, wenn ja, wird eine Kaltlichtlampe angeschafft. :wink:

    Das Leben sollte keine Reise sein, mit dem Ziel,attraktiv und mit einem gut erhaltenen Körper an unserem Grab anzukommen.
    Wir sollten lieber seitlich hineinrutschen, Schokolade in einer Hand,Eis in der anderen, unser Körper total verbraucht und schreiend
    "Wow, was für eine Fahrt!"....

  • Hallo Guido,


    bevor du dich in Unkosten stürzt:

    Code
    1. Das heißt, wenn die Eier geplatzt sind, sind die Maden fast durchsichtig, und da fangen dann meine Probleme mit dem auffinden an. Ich hoffe, mit Kaltlicht mehr zu erkennen, wenn ja, wird eine Kaltlichtlampe angeschafft.


    Versuche einmal, dich im Freien so hinzusetzen, dass dir die Sonne beim Umlarven über die Schulter scheint.
    Ein besseres Licht habe ich bislang noch nie kennen gelernt.
    Und natürlich junge Waben nehmen!
    Ist allemal billiger als eine Kaltlichtlampe.
    Wenns dann noch nicht geht, empfehle ich einen Besuch bei Fielmann!
     :wink:

    Grüße an alle


    Michael



    -Denken ist wie googeln. Nur krasser-

  • Moin Michael, Hallo Guido,


    nimm' dunkle Waben und mach das Ganze, wenn die Sonne etwas tiefer steht. Auf dem Grund der dunklen Waben sieht man den hellen Futtersafttropfen mit der winzigen Made am besten.


    PS: Guido, ich hab' das jetzt nur geschrieben, damit man mal eine andere Meinung hört. Eigentlich fehlt noch jemand der schreibt, daß Sonnenlicht auch falsch ist. :lol:

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Hei Henry,


    Zitat

    PS: Guido, ich hab' das jetzt nur geschrieben, damit man mal eine andere Meinung hört. Eigentlich fehlt noch jemand der schreibt, daß Sonnenlicht auch falsch ist.


    Kannste haben:
    Man kann theoretisch auch bei Kerzenlicht im Kohlenkeller umlarven.
    Man muss es halt nur können.
    Ein Tipp noch:
    Drohnenlarven sind dicker, die sieht man besser!

    Grüße an alle


    Michael



    -Denken ist wie googeln. Nur krasser-

  • Moin Guido,


    laß' Dich nicht verscheißern,

    Michael schrieb:

    Ein Tipp noch:
    Drohnenlarven sind dicker, die sieht man besser!

    Das ist wiedermal völliger Unsinn. Drohnenlarven sind erst groß und gut zu sehen, wenn sie zu alt sind zum umlarven. Dann kriegen die die Bienen nicht mehr umgepolt. Drohnen larvt man auch um, wenn sie gerade geschlüpft sind und da sind sie nicht größer als Königinnenlarven. Wichtig ist auch konsequent nur haploide Drohnen umzularven.


    Ich hab' Dir hier --> ´


    mal eine eintägige Drohnenlarve auf den Bildschirm gelegt.


    Die hier --> '


    ist schon zu groß und


    die hier --> .


    ist noch zu klein.


    Die hier --> `


    wäre auch OK ist aber leider linksdrehend.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Moin Soni,


    Drohnenlarven larvt man um, um besonders starke Drohnen mit besonserd viel Sperma zu bekommen. Man larvt direkt in bereits angepflegte Weiselzellen um. (sogenanntes feuchtes Umlarven) Die Drohnen werden dann besonders groß und tragen so die Rassemerkmale der Mutter ihrer Mutter väterlicherseits besonders weit ins Land hinaus. Man muß etwa 1000 bis 1865 Drohnen umlarven, ehe man es richtig drauf hat. Am Besten bei Kaltlichtlampe oder Kerzenschein und mit einer Umlarvfeder. Voricht nur, wenn man in einem Schierlingsgebiet wohnt, weil dann auf diese Weise auch Schierlingspollen sehr weit verbreitet wird. Und dessen böse folgen kennt man ja. :wink:

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Hallo,


    ich habe schon hier in Witten ein paar von Henrys umgelarvten Leipziger Superdrohnen gesichtet. Die haben wirklich eine enorme Flugweite.


    Henry : Ich habe gelesen, daß die nach dem Verschulen nicht tüten oder quaken, sondern rülpsen. Stimmt das? Und wann verschulst Du die? Ich habe bisher noch keine praktische Erfahrung mit Drohnenzucht und wollte im nächsten Jahr einsteigen. Mach' Dich auf was gefaßt in Sachsen - wenn die Wittener Rüpel angeflogen kommen...


    Gruß, Johannes

  • Moin Johannes,


    Johannes Haller schrieb:

    Hallo,


    Ich habe gelesen, daß die nach dem Verschulen nicht tüten oder quaken, sondern rülpsen. Stimmt das?

    Eigentlich klingt das eher wie furz... Aber ich weiß nicht wie das entsteht. Es riecht auch nicht schlecht. Ich weiß auch noch nicht was sie damit bezwecken. Drohnen stechen sich ja nicht gegenseitig ab. Ob die sich nur gegenseitig beeindrucken wollen oder ob die damit nur die Fütter-Weibchen anlocken wollen, damit die sofort nach dem Schlupf versorgt werden weiß man (also ich) auch noch nicht.

    Zitat

    Und wann verschulst Du die?

    Ich verschule die garnicht. Die sollen gleich im Kreise von Arbeits-Weibchen schlüpfen und sich sofort an die Futterversorgung aus dem weiblichen Rüssel gewöhnen. Sie sollen nicht selbst Fressen müssen. Ich mache auch kein Gitter vor das Drohnenzuchtvolk. Zugeflogene Drohnen werden wahrscheinlich von den Furz- oder Rülpsgeräuschen beeindruckt und ordnen sich unter oder verlassen den Stock zügig wieder. Das kann man sehr gut gegen 15-17 Uhr, also nach den normalen Vorspielen beobachten. Dann fliegen sehr viele "normale" oder "Fremddrohnen" zügig wieder raus. Langstreckendrohnen fliegen fast nur Vormittags, denn sie haben lange Wege vor sich.

    Zitat

    Ich habe bisher noch keine praktische Erfahrung mit Drohnenzucht und wollte im nächsten Jahr einsteigen.

    Drohnenzucht mit Umlarven oder Umstecken (Nicot hat da was in Vorbereitung :wink: ) ist auch noch nicht weit verbreitet. Doch ist es wichtig, selbst damit praktische Erfahrungen zu sammeln. Die Großen Imker ihrer Zeit haben alle auch immer Drohnenzucht betrieben, nur war das damals verpöhnt und deshalb gibt es sehr wenig Aufzeichnungen darüber und der Heideimker war ja ohnehin des Schreibens auf Deutsch nicht mächtig. Auch hat man damals die Drohnenzucht insgesamt unterschätzt, wie heute ja auch noch. Manche Imker schneiden zwar die Wald- und Wiesendrohnen weg, müssen dann aber die Zuchtdrohnen bei mir bestellen, weil sie auch heute noch kaum was dazugelernt haben. In Hinterbehandlung ist das mit der Drohnenzucht aber auch nicht so einfach. Auch wenn jetzt wieder Ewig-Gestrige schreiben werden, daß sie sehr wohl echte Langstreckendrohnen in Hinterbehandlungs-Querbau züchten können. Laß' Dich davon nicht beeindrucken. Ich denke in Hinterbehandlung ist die Drohnenzucht ausgereizt, da ist kein großer Fortschritt mehr zu erwarten insbesondere nicht beim (Brust-)gliedgewicht und der Felldichte, die für die Langstreckenflüge besonders wichtig ist. Da braucht man einfach Jahre der Selektion mit dem offenen Boden und der kalten Überwinterung.

    Zitat

    Mach' Dich auf was gefaßt in Sachsen - wenn die Wittener Rüpel angeflogen kommen...

    Also ich glaube nicht, daß es Dir gleich im ersten Jahr gelingt Langstreckendrohnen zu ziehen. (Obwohl über solches Anfängerglück vereinzelz berichtet würde und ich Dir das von Herzen wünsche) Das verlangt schon Bißchen mehr Auslese. Ich züchte Mast-Drohnen so nebenbei schon seit mehreren Jahren, aber erst im letzten Jahr sind wirklich ordentliche Anzahlen Langstreckendrohen entstanden. Das kann aber auch ein Heterorosis-Effekt sein. Oft sind es nämlich sogenannte Blender. Die fliegen zwar sehr hoch aber eben nicht weit. Hier ist stundenlanges Beobachten mit dem Fernglas nötig. Nur von den Völkern, deren Drohnen so weit fliegen, daß man sie auch mit dem Glas nicht mehr sehen kann, sollte man Drohnen nachziehen. Alles andere wird nüschd und ist vertane Zeit. Man ist dann nur enttäuscht. :cry:

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder