Was tun mit faulen Völkern?

  • Hallo Zusammen,


    dieses Jahr ist die Honigernte bei uns bisher noch nicht berauschend, umso mehr nervt es, daß wir zwei Völker haben, die es eher gemütlich angehen lassen. Sie tragen massig Pollen ein und verkleistern damit ganze Waben. Sie Brüten, aber eben nicht mehr als nötig für ein 2-Zargenvolk (ohne Honigraum). Und Honig gibts nicht - außer uns Brutnest.


    Kennt Ihr eine Methode, wie man sollche Völker ein wenig kitzeln kann? Die Königin abdrücken ist bei uns immer die ultima Ratio, vorher probieren wir ganz gerne noch alles mögliche andere aus.


    Viele Grüße,
    Effendi

  • hallo Effendi,
    was willst du da noch ausprobieren?
    Ein volk ist nur so gut wie ihre königin. Wenn das eine genetische fehlpaarung war hast du halt bienen die sich schlecht entwickeln Vorausgesetzt bei euch ist genügend
    tracht und die anderen völker tragen gut ein kann nur was mit der königin nicht stimmen.
    Ein volk jetzt zu dieser zeit auf zwei zargen ohne honigraum da muß man selektieren . Ist das brutnest geschlossen oder lückig wie alt ist die weisel auf wieviel waben ist brut?
    naja das wirst du ja schon selber wissen denn eigentlich hattest du diese frage schon selbst beantwortet
    gruss stugger

  • Ohne Futter kommt auch nix in die Scheune!
    Insgesamt passt das zum "Absperrgitterproblem" im anderen Thread.
    Ohne Tracht sehen die Völker nur halb so stark aus. Sie hängen unten durch und langweilen sich, die Honigräume sind kaum besetzt.
    Was tut man gegen faule Völker?
    Sie mit einer Massentracht konfrontieren.
    Gruß
    SH

  • Man nehme also etwas Massentracht und zwei Löffel Flugwetter und das alles lege man um seine Bienen aus. Nach kurzer Zeit schon wird die Massentracht eingetragen und muß nur noch geerntet werden ...


    Na wenn's denn so einfach ginge :roll:

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Lieber Henry, dann gib doch mal ein paar Tipps?
    Vielleicht gibt es doch den Bienenversteher oder den Bienenflüsterer.
    Man müsst mal die Leute fragen, die sich damit auskennen:
    -Wie wärs mit "Reizen" der Bienvölker?
    -In einem Imkerfilm habe ich etwas über den Brutraumtausch zur Vortäuschung falscher Tatsachen gehört?
    -Trachtzwischenfütterung?
    -Eng halten?
    -Absperrgitter rausnehmen?
    -Doppelvölker bilden?
    -Verstärken?
    -Buckfastbienen halten?
    -Aufhängen von Hinweisschildern: "Hier gibts Läusekacke"?


    1/3 der Bienen sind halt nunmal unterdurchschnittlich oder gibts denn schon Klonkolonien?
    Gruß
    Simon

  • Hallo,
    also am absperrgitter kanns auch nicht liegen denn wenn kein honigraum drauf ist macht ein absperrgitter auch wenig sinn. :o
    Um überhaupt genaue aussagen zu machen müsste man den zustand der anderen völker kennen.
    Vielleicht könnte effendi was darüber schreiben der rest ist mehr aus der luft gegriffen.
    Auf der webseite von effendi habe ich gesehen das mit der kompatibelen beute bestimmt mit zandermaß oder NM geimkert wird. Vielleicht nach dr.liebig. :wink: 
    Ich persönlich arbeite mit der selben beute bloß als honigraum mit halbzargen und absperrgitter und das ohne probleme. Ach ja und carnika troisek, wenn ich eine buckfast hätte würde ich in datan imkern .
    gruss stugger

  • Ja, die Infos gibts gleich, hallo Zusammen!


    Wir arbeiten mit Zander in Magazinen und haben Wald-und Wiesen-Carnicas, also Landrasse. Die Völker um die es geht, stehen bei Tutzing auf der Ilkahöhe (700 m ü NN).
    Absperrgitter braucht es bei den beiden Völkern wirklich nicht, sie fühlen sich in ihren zwei Bruträumen offensichtlich wohl. Die einen gemütlichen Bienen stammen aus einer Zuchtserie, aus der wir letztes Jahr 3 Völker gebildet haben - die beiden anderen überschlagen sich in puncto Brut und Honigeintrag. Die anderen Faulenzer haben eine Königin von vor 2 Jahren, letztes Jahr gab es aus dem Volk durchschnittlichen Ertrag.
    Von dem Standort habe ich auch meine Weisheit mit der Annahme des Honigraumes, allerdings waren da tatsächlich nur Mittelwände drin, insofern klingen Toyotafans Argumente plausibel.


    Die Situation am Standplatz sieht so aus, daß die Frühtracht wegen Schlechtwetter komplett ausgefallen ist - verbunden mit Brutpause bei fast allen Stöcken. Jetzt haben die Völker gründlich aufgebaut - wenn die Tracht stimmt, sollte der Ertrag dieses Jahr dann doch noch einigermaßen passen. Aus dem Rahmen fallen lediglich unsere beiden Faulenzer. Da für die beiden sowieso kein Ertrag zu erwarten ist, haben wir bis zur Varroabehandlung auch noch Zeit zur Beobachtung und für Experimente.


    Viele Grüße,
    Effendi

  • hallo effendi,
    wenn ich das richtig verstanden habe würde ich sagen da hilft nur umweiseln.
    Wenn sie jetzt nicht wollen ist dieses jahr für die beiden gelaufen und eine neue weisel kann die beiden nächstes jahr auf trapp bringen. Bruder Adam hat schon auf die wichtigkeit der weiseln hingewiesen .
    Ich kaufe mir bei einem züchter der in der nähe wohnt jedes jahr mehre standbegattete weiseln. Der gute mann lässt seine zuchtköniginnen jedes jahr instrumentell besamen und beurteilt sie das nächste jahr die besten kommen zur zucht. Kosten tu mir eine begattete weisel nicht mal 10€ da kann man nichts sagen. Von den ziehe ich dann nächstes jahr meine benötigten weiseln von den mir am besten geeigneten nach. So habe ich meistens ruhige bienen und wenig versager.
    Da es mir zu mühsam ist jede einzelne wabe nachzuschauen ob brut oder die weisel oben ist imker ich mit abspergitter.
    Das war zwar am thema vorbei aber schaden kann es ja auch nicht. Keiner ist vollkommen und man kann ja nur was dazu lernen.
    gruss stugger

  • Hallo Zusammen,


    man möchte es nicht glauben, aber eine Massentracht hilft wirklich auch den Krücken auf die Sprünge! Im Moment Honigt die Himbeere, nächsten Freitag wird geschleudert - auch die beiden Faulenzer.
    Bei der Durchsicht letztes Wochenende wirkte das Brutnest deutlich organisierter als bisher und im Honigraum war genug eingetragen.


    Viele Grüße,
    Effendi