Tymol / Futtersirup

  • Was haltet Ihr von der Anwendung von Tymol im Thymolrähmchen? Sollte man das Winterfutter selber mixen Zucker und Wasser, oder sind die gekauften Produkte besser?

  • Moin Cookolres,


    Das sind ja gleich drei Fragen aufeinmal. :lol:


    Hier die Antworten:
    Nichts,
    nein,
    ja.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Kann mich anschließen:


    Thymol ist zwar wirkungsvoll aber ich wollte kein so Zeugs in meinen Völkern haben: nachher esse ich den Honig mit Thymol... BÄH.
    Und seuchefrei sind die Waben dann auch nicht mehr...


    Apiinvert ist zwar teuer aber sehr gut. Ich strecke immer mit Wasser, dann ist auch der Bedarf des Wasserholens nicht so groß. Denn wenn man hoch konzentrierte Zuckerpampe füttert, fliegen die Bienen nach Wasser.


    Wobei: es gibt einige Anleitungen zum Futterbrei und Futtersirup selbst herstellen - und der Aufwand lohnt vielleicht manchmal, je nach Anzahl der Völker etc.


    Oli

  • wenn hier schon über mittel zum einfüttern gesprochen wird kann ich meine frage ja hier stellen, und brauche keinen neuen thread zu eröffnen


    meine tante schafft bei einer brauerei, dort wird zum süssen von säften oft flüssiger zucker benutzt,
    dieser zucker ist aus zuckerrüben, kommt direkt von südzucker, er ist flüssig und wird erst nach so 2-3 jahren fest, er ist wie geschrieben zwar flüssig enthält aber kein wasser,
    meine tante könnte mir von dort kostenlos ein paar liter besorgen, die sonst weggeschmissen würden.
    Nun frage ich mich ob ich diesen zucker zum einfüttern nutzen kann,
    oder ob das nicht möglich ist, oder muss ich den zucker mit wasser vermischen?
    Für antworten jeder art bin ich dankbar.

  • Moin Matthias,


    flüssiger Zucker ist entweder heiß oder enthält Wasser. Wasserfreien Zucker gibt's nur "am Stück".


    Der sogenannte Flüssigzucker ist nicht invertiert. Gerade das macht aber das Api-invert aus.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Hallo Matthias,
    also auf den ersten Blick würde ich an deiner Stelle mal was bei deiner Tante "abpumpen". Probiers doch mal mit einem Volk aus und füttere es probehalber. Wenn es natürlich Süßstoff für ein light Getränk ist, werden die keinen Spaß haben....
    Gruß
    SH

  • Hallo,


    ich denke gerade übers einfüttern nach. Da ich über einen Freund Beziehung zu einer Südzuckerfabrik habe, bin ich auch auf den Gedanken gekommen Flüssigzucker zu füttern. Das ist der Zucker, den die nicht zum kristallisieren bringen. Er wird z.B. an Limonadenfabriken tankzugweise geliefert.


    Man nennt ihn eigentlich Melasse. Laut Wikipedia: Melasse ist ein französisch-spanisches Lehnwort, abgeleitet von miel für Honig. Es bezeichnet den honigartigen dunkelbraunen Zuckersirup, der als Nebenerzeugnis in der Zuckerproduktion anfällt. Melasse enthält noch etwa 50 % Zucker, der aber nicht mehr kristallisiert werden kann. Neben dem hohen Zuckergehalt enthält die Melasse Vitamine und Mineralstoffe.


    Er wird in der Landwirtschaft z.B. als Futtermittel eingesetzt. Weiß jemand etwas über die Nutzung von Melasse zur Bieneneinfütterung. Ich vermute stark, dass ApiInvert aus Melasse hergestellt wird und sich nur durch veränderten pH-Wert unterscheidet.


    Olli.

  • Nein.
    Du verwechselst da was.
    Flüssigzucker für Limonaden ist zu 99% reiner Glucosesirup, und wird nicht aus Melasse hergestellt.
    Dann gäb es keine klaren Zitronensprudel :wink: .
    Melasse als Winterfutter wäre tödlich, weil viel zuviel Ballaststoffe.
    Dasselbe Problem wie bei Überwinterung mit Waldhonig.


    Normalen Rübenzucker zu invertieren ist kein Problem, Zuckerlösung mit Säure länger kochen lassen und , voila, Frucht- und Traubenzucker.
    Und so werden auch Ambrosia und Api-Invert hergestellt.
    Bei den Getreidestärkesirupen läuft es nicht viel anders, auch da wird die Stärke in Einzelzucker aufgebrochen mit Chemiehilfe.
    Da müßte aber mal ein Chemiker ran für die exakte Erklärung, ich mag grad nicht suchen. :wink:

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Hallo Sabine,


    danke, dass Du mich da vor einem fatalen Fehler bewahrst. Dann werde ich versuchen statt Melasse den Flüssigzucker billig zu bekommen. Das müsste dann wohl schon gehen.


    Gruß, Olli.