AFB was kommt auf einen Imker zu ...

  • ...im Falle eines Ausbruches?! :o


    Ich muss ja mal wieder doof fragen.


    Mein Mann und ich beobachten mit Bauchschmerzen wie zur Zeit immer mehr Sperrbezirke gemeldet werden.
    Was kommt eigentlich auf einen zu sollte es bei einem ausbrechen?!


    Mal abgesehen davon, dass man einiges vernichten muss und mind. ein Volk dem Tod geweiht ist.


    Gibt es in so einem Fall Entschädigung vom Imkerverein oder vom Staat.
    Gerade wenn man anfängt ist das ja ein derber Rückschlag.
    Wobei bei einem größeren Imker ja schon einiges dranhängt an Nebenverdienst.


    Ich frage jetzt nur Interessehalber.
    Die nächsten Sperrbezirkgrenzen sind so ~40-50km von uns weg.
    Da macht man sich so seine Gedanken.
    Besonderst wenn man neu ist in der Materie.


    Ich hab von mehreren Gelesen die wohl mit AFB zu tun hatten.
    Von deher denke ich dass hier jemand Infos geben kann.

    Grüße Tanja


    Leben ist das was uns zustößt,
    wenn wir uns etwas anderes vorgenommen haben.

  • Hallo Tanja,


    hier 2 Links zu dem Thema.


    http://www.tierseuchenkasse.de/



    http://www.mluv.brandenburg.de/v/atserl.htm 
    (der Text ist allgemeingültig)


    Da steht alles was man wissen muß.


    Die oberste Behörde ist das Verbraucherministerium, zuständig für Tierschutz und Tiergesundheit.


    http://www.verbraucherminister…406C892FE7657C58C69B.html


    Nicht verzweifeln, das überhaupt gemeldet wird ist schon ein Fortschritt und dient der Eindämmung.


    Auch importierter Honig und illegale Einfuhr von Königinnen kann Schuld daran haben. Nicht alles was aus den USA kommt ist gut für uns. Unser Exporthonig darf keine Sporen enthalten aber von dort importierter Honig ist oft verseucht. Von dem Chinahonig via Korea will ich nicht erst anfangen.


    Man kann nur hoffen das alle Imker bald an einem Strang ziehen und in der Reihe sähe ich auch gerne unser Verbraucherministerium.


    Viele Grüße,


    Annerose

  • Hallo Tanja!
    Ein bekanntes Faulbrutgebiet in 40 km Entfernung braucht dich nicht zu belasten.
    Schlimmer wäre ein unbekannter Fall in der Nachbarschaft.
    Im Zusammenhang mit der Faulbrut sind mir in meinem Betrieb einige Maßnahmen wichtig:


    Regelmäßige Bauerneuerung mit Aussortierung bebrüteter Waben.
    Außerhalb der Völker überwintere ich nur unbebrütete Waben.


    Futterwaben und sonstige Waben von verendeten Völkern werden immer eingeschmolzen.


    Weder Bienen noch gebrauchte Kästen oder Waben von anderen Imkern kommen in meinen Betrieb.


    Honig wird nicht verfüttert, auch kein eigener.


    Bei Kontrollen an den Bienen achte ich immer auf den Zustand der Brut.


    Nach Ende der Tracht im Sommer wird baldmöglichst geschleudert und sofort gefüttert.
    Nur gesunde Völker ohne Kalkbrut werden gehalten.


    Futterkranzproben werden zumindest bei einem Teil der Völker entnommen.
    (Jedes Jahr alle zu untersuchen ist mir zu teuer.)


    Es gibt sicher noch mehr Punkte, aber dies waren wohl die wichtigsten.


    Im Übrigen ist die Faulbrut in einer Kleinimkerei schnell in den Griff zu bekommen, schwierig wird es erst bei größeren Betrieben. Also bleib mal ganz locker.


    Viele Grüsse, Hermann