Und wieder rühren...

  • Hallo,


    um einen anderen Thread aufzugreifen: Ich benutze den Auf-und-ab-Honigstampfer. Für kleine Chargen scheint mir dieses Gerät wirklich gut zu sein, man bekommt keinen Muskelkater und keine Blasen an den Händen.


    Meine Frage zur Frühtrachthonig-Rührerei: Besser 2 x täglich 5 Minuten oder 1 x täglich 15 Minuten (oder ist das total egal)? Ich habe jetzt beides gehört und gelesen.


    Grüße, Johannes

  • Das würd ich auch gern mal wissen!


    Mennlein stampft :lol: 2x 5 min ( sprich morgends und abends )


    Reicht das ?!

    Grüße Tanja


    Leben ist das was uns zustößt,
    wenn wir uns etwas anderes vorgenommen haben.

  • Moin Imkers,


    da hat jeder so sein eigenes Rezept, abhängig von Terminen und Zeit und auch der verwendeten Gefäße und der Lagertemperatur.


    Das Ergebnis zählt und wenn das befriedigt ist alles OK.


    So wie Ihr rührt reicht das aber auf jeden Fall. Ich kenne allerdings auch Imker die drehen ihren Honig statt mehrfacher Rührerei durch einen sehr feinen elektrischen Fleischwolf. Das Ergebnis ist schon beeindruckend.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Hallo,


    Wir rühren so wenig wie möglich, letztes Jahr haben wir es übertrieben (2 mal 5 min am Tag) und der Honig war eher flach im Geschmack - im Gegensatz zu den 5 Gläsern, die wir gleich abgefüllt hatten. Ein befreundeter Imker hat uns auch bestätigt, daß man einen Honig auch totrühren kann, dieses Jahr wollen wir das vermeiden.


    Wir warten, bis sich erste Kristallisationskeime gebildet haben und rühren dann so wenig wie möglich (anfangs alle 2 Tage, dann max. 1 mal 5 min). Eigentlich sollte es reichen, wenn man erst bei beginnender Kristallisation anfängt zu Rühren, dann werden die Kristallisationskeime zerkleinert und damit vervielfacht. Das führt zu vielen kleinen Kristallen und der cremigen Konsistenz.


    Viele Grüße,
    Effendi

  • Hallo liebe Imkerfreunde,


    ich habe letzte Woche meine erste Honigernte (überhaupt):"Rapshonig" abgefüllt. Daher habe ich auch noch wenig Ahnung. Ich habe auch täglich zweimal gerührt. Der Honig ist nun in den Gläsern recht hart geworden. Man kann ihm zwar streichen, doch cremig ist er nicht. :-?


    Ich frage mich nun, ob ich zu wenig gerührt habe, oder ob Rapshonig generell etwas fester ist!


    Viele Grüße,


    Frank.

    Ich halte Bienen seit 2005; hauptsächlich in Segeberger Beuten; Momentan 14 Carnica-Völker; Varroabehandlung: mit Ameisensäure im Apimedea Verdunster und Oxalsäure

  • Hallo Frank


    Diese Feststellung daß der Honig trotzdem ziemlich fest ist kann ich nur bestätigen!
    Rapshonig ist besonders kandierfreudig.Ich habe auch gerührt und am Tag als der Honig die entsprechende Konsistens erfüllte, wurde er abgefüllt.Heute kotrollierte ich einmal ein Glas und kann Deine Beobachtung nur bestätigen.Meinen Kunden sage ich immer sie sollen den Honig ein wenig erwärmen,dann ist er nicht so fest und meist sind sie auch damit zufrieden.Ich bin nun 35 Jahre in der Imkerei tätig und mir passiert eben auch so etwas!


    Mit frdl. Imkergrüßen


    Rüdiger

  • Zitat

    Ich frage mich nun, ob ich zu wenig gerührt habe, oder ob Rapshonig generell etwas fester ist!


    Rapshonig wird generell sehr fest, egal wie oft und wie lange man rührt. Das Rühren wirkt sich nur auf die Kristallstruktur (-größe!) aus.


    Ein Tipp für Rapshonig-Behandlung für die Kunden ,die keinen knochenharten Rapshonig möchten: die Gläser etwa ein halbes bis ein Jahr (oder länger) im Bienenhaus stehen lassen. Durch die Temperaturunterschiede wird Rapshonig mit der Zeit wieder weich und streichfähig.

    "Moral ohne Sachverstand ist naiv und manchmal sogar gefährlich"