Heroldbeuten-Holtermann

  • Hi !
    Hat jemand von euch die Holz-Heroldbeuten und kann mir Vor-Nachteile sagen ?
    Ich denke über eine Neuanschaffung nach und wüsste gerne wie die Teile sind.
    Auch weiss ich nicht wie bei diesen Magazinen die Varroakontrolle funktionieren soll,es ist ja kein Gitter mit dabei ...

  • Hallo,
    Die Heroldbeuten sind ok. Ich glaube in meiner historischen "Beutensammlung" liegen noch zwei ausgesonderte Exemplare (mit einmontiertem Gitter). Aber warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah? Die Hohenheimer Einfachbeuten sind im Handling etwas besser.
    Gruß
    SH

  • Servus,


    mit der Heroldbeute kann man durchaus ganz anständig imkern. Nachteilig ist der zu große Abstand zwischen den Zargen, was zu starken Verbauungen führt. Der fehlende Gitterboden macht das Verstellen der Völker etwas umständlich, die Heckklappe des hohen Bodens muss dann erst durch ein Lüftungsgitter ersetzt werden.


    Insgesamt würde ich sagen: Kann man die Heroldkästen günstig z.B. gebraucht bekommen, dann sind sie für den Einstieg in die Imkerei geeignet und halten die Anschaffungskosten niedrig. (Sollte man nach einigen Jahren dann doch auf ein anderes Beutensystem wechseln wollen, dann ist das kein Problem, Heroldkästen lassen sich sehr gut wieder verkaufen).


    Will man sich aber neue Beuten zulegen, so würde ich eher zur Einfachbeute nach Liebig oder zu den Beuten des Arbeitskreises der Magazinimker raten. Hier stimmen die Bienenabstände und die Beuten sind möglichst einfach und praktisch gehalten.


    Gruß, Reinhard.

    Wanderimkerei, Nebenerwerb mit derzeit ca. 50 Wirtschaftsvölkern, mehr oder weniger Carnica-Landmädels, nur Standbegattung, Langstroth-Flachzargen in Brut- und Honigraum. imkere seit 1987.

  • Hatte es ganz vergessen warum ich beide Heroldbeuten ausgesondert habe: Der Zwischenbau ist ganz beträchtlich. Drohnen gibt es praktisch immer dazwischen, ob es mit Zander modifiziert besser wird müsste man probieren. Jedenfalls ist Brut auf dem Oberträger mächtig lästig. Deshalb weg mit dem Ding.
    Bei Holtermann kostet eine leere Herold-Beute beinahe soviel wie eine Hohenheimer Beute komplett mit Rähmchen und Blechhaube (115 EUR).
    Bei den Magazinimkerbeuten gefallen einige Details nicht: warum braucht man denn solche dicken Außenwände? Das bringt zusätzlich Gewicht und kostet alles Geld. Und warum muss ich denn kompatibel zu etwas sein, was nicht notwendig ist? Das im Holzrähmchen liegende Absperrgitter ist auch unnötig, anscheinend soll die Bienendurchlässigkeit 300% über dem eingelegten Gitter sein. Da hätte ich gerne mal die Vergleichsrechnung gesehen.
    Gruß
    SH

  • Danke für die Antworten,ich werde mich also nach einer anderen umsehen.Wo bekomme ich im Versand denn die hohenheimer Beute ?
    Momentan habe ich 3 Eigenbaubeuten.Auch da ist immer einiges an Wildbau an den Rähmchenoberteilen.Allerdings ignoriere ich den.Oder gibt es einen Grund weshalb man den Wildbau immer entfernen sollte ?
    Was ist den der richtige Abstand zwischen Rähmchenoberseite und der darüber liegenden Rähmchenunterseite ?

  • Hallo Phil,


    bei Bienencenter-Kess (s. Anzeigen in den Bienenzeitungen) gibt's die sogenannte "Zeidlerbeute", das ist auch eine Heroldbeute. Deutlich preiswerter als Holtermann, mit verschiedenen Boden-, Zargen- und Deckelvarianten, u. a. mit Gitterboden, erhältlich, und ein komplettes und vernünftiges Zubehörsystem dazu. Zargen etc. anderer Hersteller sind kompatibel, auch wenn die Wandstärken leicht voneinander abweichen.


    Überbau kommt vor, kann ich aber mit leben. Mir ist wichtiger, dass die Beuten eine Falz haben, und zwar unten, so dass sie nicht verrutschen beim Aufhebeln, aber trotzdem eine Kippkontrolle á la Liebig ohne Abheben der Beuten möglich ist.


    Viele Grüße,
    Hedy

  • Hallo,
    auch die Hohenheimer Beute hat einen Schutz gegen Verrutschen der Beutenteile. Nur ist es kein Falz sondern eine schmale Hartholzleiste an der Stirn- und Rückseite. Die Heroldbeute hat doch keinen Falz rundum?
    Gruß
    SH

  • Hallo phillipbj84,


    Du hattest gefragt:

    Zitat

    Was ist den der richtige Abstand zwischen Rähmchenoberseite und der darüber liegenden Rähmchenunterseite ?


    Der Abstand sollte 8-10 mm sein, dieser sollte auch "zur Seite" eingehalten werden, also zwischen Rähmchenseitenteil und Zargenwand.
    8mm sollten aber keinesfalls unterschritten werden, daher macht es Sinn bei Holzbeuten eher auf 10mm zu gehen, wenn dann das Holz geringfügig schwindet, hat man immer noch über 8mm.



    Gruß
    Franz

  • Hallo Freunde,


    auf meinem Stand benutze ich die Heroldbeute, gekauft bei Hammann in Haßloch, mit Falz und Gitterboden inkl. Deckel mit Blechhaube, Zubehör Bienenflucht/Zwischenboden oder Futtereinsatz ebenfalls dort zu beziehen. Im Preis deutlich unter Holtermann. Die Kippkontrolle funktioniert auch mit Falz.


    Habe auch die Einfachbeute vom Bienen Weber getestet. Der Boden ist dort der Schwachpunkt, es gab Qualitätsmängel (Stabilität).


    Viele Grüße
    Christoph


    P.S.: Ich frage mich manchmal, ob sich hinter Bumblebee nicht doch Dr. Liebig höchstpersönlich verbirgt. Die Sprache ist ja manchmal 1 zu 1 !

  • Hallo Simon
    Was wurde am Boden der Einfachbeute verstärkt?
    Hallo Phillip84
    Warum willst du die Einfachbeuten unbedingt im Versandhandel kaufen? In Leonberg vertritt der Adolf Schäfer die Firma Graze und in Schafhausen H. Buck die SIG. Einer von beiden hat sicher die Einfachbeute im Angebot. Falls du die nicht kennen solltest kann ich die Adressen raussuchen. Bist du auch im Leonberger Imkerverein?
    Gruß
    Wolfgang

    Selber denken ist durch nichts zu ersetzen.

  • Hallo, Wolfgang,


    ich habe mich seinerzeit über die Preise bei den Hohenheimer Einfachbeuten informiert und fand sie nirgends so preiswert wie bei Weber in Gera (www.bienenweber.sagehost.de). Warum also nicht Versandhandel?


    Ich selbst habe u. a. auch Beuten von Weber (allerdings keine Hohenheimer), mit deren Qualität ich insgesamt zufrieden bin.


    Viele Grüße, Johannes

  • Hallo Phillip,
    ich würde die Beuten nur vor Ort beim Hersteller kaufen, per Versand eher nicht. Die Fertigung und das Finish der Beuten in der SIG sind wirklich sehr gut. Für meinen Geschmack aber viel zu fein gearbeitet. Einmal mit dem Stockmeisel ran und schon ist das edle Mobelstück nicht mehr wohnzimmertauglich. Ich habe bei M. Dehner einen Anhänger voll Beuten gekauft und bin damit sehr zufrieden.
    Das hat sich geändert an dem Hohenheimer Boden: Querbalken aus Eiche, vorne und hinten. Wasser läuft damit besser ab, weniger Kontakt zum Untergrund und eine noch bessere Lüftung durch das Bodengitter. Soweit ich weiß, hat Herr Dehner den Boden modifiziert. Es kann sein dass die Änderung noch nicht in der Bauanleitung drinnen ist.
    Gruß
    Simon