Ableger und Völker in Sperrbezirk mit AFB gestellt !

  • Hallo ich habe da ein großes Problem.


    Vor ca. 3 Wochen habe ich 2 Völker 1 Schwarm und 4X4Wabenableger = 16 Ableger auf ein von der Stadt gepachtetes Grundstück gestellt.
    Heute Morgen meine ADIZ gelesen und da stand das ich Mitten im Sperrbezirk bin. :cry:


    Was tun?


    Gruß Ruben

  • Oje, da bist Du ja voll reingetappt. Ich habe glücklicherweise keine praktische Erfahrung mit AFB, habe mir aber neulich den 45 Min Film angeschaut, und hoffe seitdem, dass ich verschont werde:
    http://mkat.iwf.de/index.asp?G…301030061F44C86A600000000


    Ich würde mich an Deiner Stelle mit dem Amtsveterinär in Verbindung setzen, der vermutlich Deinen Standplatz noch nicht in Erfahrung gebracht hat und weiteres Vorgehen besprechen. Nach dem Film schätze ich, es wird erst einmal eine Veränderungssperre verhängt und die Völker an Deinen Standplätzen durch Futterkranzanalyse untersucht. Außerdem würde ich mir sofort einen zweiten Werkzeugsatz besorgen und den jetzigen im Sperrbezirk lassen.


    Ansonsten wäre es mal an der Zeit im Internet eine AFB-Karte zu realisieren. Es gibt ein nettes Open-Source-Projekt opengeodb.de, eine Datenbank mit den kompletten Koordinaten Deutschlands. Mit der Datensammlung im Rücken wäre es ein vertretbarer Aufwand Sperrbezirke auf einer Karte darzustellen.


    Gruß


    Mic

  • Einen wunderschönen guten Morgen an diesem, mhhh, durchwachsenen Morgen :D 
    Hey Ruben, ist dumm gelaufen, aber dich trifft ein großes Stückchen Schuld.
    Als erstes wenn man einen neuen Standplatz beschicken will, sollte man in Erfahrung bringen ob da ein Faulbrutsperrbezirk besteht.
    Das geht ganz einfach mit einem Anruf beim Veterinäramt.
    Was du jetzt noch machen kannst, du meldest dich beim Amstierartzt und erklärst ihm alles.
    Lasse Ihn kommen und deine Bienen durchschauen.
    Vieleicht nimmt er noch eine Futterkranzprobe, aber da darf noch nichts sein.
    Mit dem Umstellen mußt du nun warten bis der Sperrbezirk aufgehoben ist.
    Lasse deine Bienen im Herbst nochmal untersuchen.
    Da es schon ein Sperrbezirk ist , brauchst du normal nicht mehr viel Angst haben die Faulbrut zu bekommen, da das Amt ja schon tätig geworden ist.
    Meistens wissen die alle Imker.
    MfG
    Heike

    Wer hinfällt und nicht wieder aufsteht , der hat schon verloren.

    ( von mir ;-) )


    Gruß

    Heike

  • Hallo,


    Da ist mir ganz schön Heiß geworden als ich das in der ADIZ gelesen habe. Habe dann in Freiburg angerufen und mich schlau gemacht.
    Es war kein neuer Ausbruch (der erste Ausbruch war im Juli August 2004) sondern nach der 1. Sanierung gab es anscheinend noch Sporen. Hätte nach Untersuchung meiner Futterkränze eine Ausnahmeantrag zu Abwanderung aus dem Sperrbezirk beantragen können.
    Nach Aussage eines Herrn aus Karlsruhe aber nur nach Freigabe durch das Veterinäramt und das ist immer Fraglich! Ich solle mich an den BSV des Gebietes wenden wegen Futterkranzproben.
    Der BSV hat mir dann alles Erklärt wer wo und wie Schlimm, und das die Freigabe des Sperrbezirk in nächster Zeit kommt der Sperrbezirk war übrigens außerhalb meines Standplatzes Radius 1000 Meter (mir ist bekannt das Bienen weiter Fliegen können :lol: ) .
    Bin also mit einem Blauen Auge davon gekommen. Mein Vorstand aus dem Imkerverein war auch überrascht das er nichts davon wußte. Eine Karte mit den Gebieten wäre wünschenswert.


    Gruß Ruben


    Wissen ist Macht nix Wissen ist Doof :wink:

  • Für eine für jedermann einsehbare Karte mit den aktuellen Sperrbezirken wäre ich auch sehr, aber wie soll sowas organisiert werden?


    Es kann doch nicht jemand jeden Montagmorgen alle Veterinärämter Deutschlands anrufen und fragen......


    Normalerweise wäre genau DAS eine originäre Aufgabe eines bundesweiten Imkerverbandes....


    DIB, DBIB oder Imkerbund.org?

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Hallo Bienchen


    Also so eine Karte ist eigentlich kein Problem.


    Ich bin ja im Bereich für BSE-Untersuchungen tätig.


    Da müssen alle gestesteten Tiere von uns in eine Hit-Datenbank übertragen werden.


    Bei der AFB kann ich mir das nicht anderst vorstellen.
    Die Amtstierärzte die die feststellen müssen auch eine Meldung machen die in Datenbanken übetragen wird.
    Ein Umkehrprogramm welches gemeldete oder gesperrte Bezirke makiert dürfte da wohl weniger das Problem sein.


    Ich denke da müssen sich die Verbände einfach mal zusammentun und Anträge bzw Interesse beurkunden.
    Wenn das Thema mit entsprechendem Druck vorgetragen wird und der daraus entstehende Nutzen ersichtlich ist.
    Nämlich der dass Imker nicht in Bezirke einwandern oder unwissend AFB ausschleppen, kommt da auch was ins Rollen.


    Wäre mal einen Brief in der Biene oder ADIZ etc wert.
    War hier nicht jemand von Mayen im Forum?!


    Ich würde sowas auch befürworten.
    Gerade Anfänger wie wir haben nochnicht s die intensiven Kontakte zum Verein oder werden gern vergesssen wenn sowas auftritt.

    Grüße Tanja


    Leben ist das was uns zustößt,
    wenn wir uns etwas anderes vorgenommen haben.

  • Hallo,


    ein Kataster für Faulbrutsperrbezirke ist zur Zeit bei www.Imkerbund.org in Arbeit. Da ein eigenes Programm dafür entwickelt und geschrieben werden muß dauert es noch etwas bis zu Fertigstellung.


    Etwas Hilfe bieten bis dahin einige Links auf der Seite und einer im Forum. Da dem Imkerbund.org ein imkernder angehender Diplom Informatiker angehört, wird die Seite profesionell erstellt und gepflegt werden.


    Gruß,


    Annerose

  • Hallo,


    um die Suche etwas erfolgreicher und umfangreicher zu gestalten noch ein Link:


    http://www.mitteilungsblaetter-online.de/


    Auf der Seite oben links in dem dunkelblauen Balken den Button LINKS anklicken. Dann erscheinen jede Menge Adressen zu hoffentlich allen amtlichen Mitteilungsblättern.


    Oder schaut auf der öffentlich zugänglichen Sperrbezirkkarte bei Imkerbund.org vorbei die immer weiter ergänzt wird.


    Viele Grüße,


    Annerose

  • Hallo!
    Wenn ich eine Wanderung in einen anderen Kreis durchführe bin ich doch verpflichtet beim Veterinäramt oder einem Bevollmächtigten Vertreter mein Gesundheitszeugnis einzureichen.
    Dann erfahre ich am sichersten ob es sich nicht doch um ein Sperrgebiet handelt.
    Ein Anruf genügt.
    Kein privat eingerichtetes Kataster kann garantieren, immer auf dem neusten Stand zu sein und wird auch keine Verantwortung für falsche Informationen übernehmen.
    Viele Grüsse, Hermann