Einheitsmagazine

  • Hallo miteinander!
    Wer von euch verwendet die kompatiblen Einheitsmagazinge?
    Ich frage deshalb, weil mich interessiert, wie problematisch ist das, wenn
    mann die Magazine verzurrt ransportieren will, wegen verrutschen?


    Gruß Walter

  • Hallo Water,


    kein Problem, wenn Du gute Zurrgurte verwendest. Also die mit Ratsche.
    Ansonsten hab ich bislang keine Probleme gehabt. Gut, mit 3 Zargen bin ich noch nicht gewandert, aber ich vermute, das es auch keine Probleme geben wird. Wenn der Zurrgurt gut angezogen ist, hält die Konstruktion bombenfest, ich habe einmal versucht ein Magazin (natürlich ohne Bienen drin) auseinanderzuschieben, das klappt nur mit roher Gewalt. Wenn die Bienen dann noch ein paar Tage haben, um das schön zu verkitten...


    Mirthran

    Wer Linksschreibfehler findet, darf sie behalten...

  • Hallo Walter,
    meinst du die übertrieben dickwandigen Magazine, die vorgeben kompatibel zu sein und von der AG Magazinimker ev. gepuscht werden? Ich bediente vor kurzem diese Beute, sie hatte keine Rutschleisten unten drann. Außerdem sitzt das Absperrgitter in einem extra Rähmchen und der lottert ohne Halt herum. Wer vorsichtig wandert hat mit Spanngurt sicher keine Probleme, wer etwas ruppiger wandert darf sich über ein paar Bienen im Freien nicht ärgern.
    Gruß
    SH

  • Hallo Bumblebee,


    so so, 25mm Wandstärke sind übetrieben dickwandig? Kompatibel sind sie in ihrem System wirklich, Langstroth, Zander und Dadant in einem Außenmaß, das ist gut. M.E. eines der durchdachtetsten Beutensysteme, das bezieht sich insbesondere auf die Zusatzteile wie Fütterer, Gitter, Deckel, Böden usw.
    Das Absperrgitter ist in einem eigenen Rahmen, damit, egal wo man es einsetzt, immer der Bienenabstand stimmt. Und das hat Halt.
    Wozu brauchst Du Rutschleisten? Gefehlt haben sie mir noch nie.


    Thomas

  • Servus,


    ich imkere auch mit falzlosen Beuten. Die einfachen Spanngurte ohne Ratsche sind fürs Wandern nicht ausreichend, hier verrutschen die Zargen. Die Gurte mit Ratsche sind hervorragend, damit kann man problemlos (auch über sehr holprige Waldwege, und auch mit neuen, unverkitteten Beuten) wandern.


    Grüße, Reinhard.

    Wanderimkerei, Nebenerwerb mit derzeit ca. 50 Wirtschaftsvölkern, mehr oder weniger Carnica-Landmädels, nur Standbegattung, Langstroth-Flachzargen in Brut- und Honigraum. imkere seit 1987.

  • Hallo!
    Also ich als angehender Ingenieur kann nur bestätigen, was die Falzlosbesitzer schon gesagt haben. Es kommt nur darauf an, wie fest man die Magasine verzurrt, bzw. wie grot die Kraft ist, mit der die Magazine aufeinandergedrückt werden. Was mich aber bei dem System wundert sind die enormen Wandstärken. Kann jemand erklären, warum man die so groß gewählt hat? Die Wärmeisolation kann ja wohl kaum der Grund sein, wenn man den offenen Gitterboden bedenkt. Wären nicht 18mm wesentlich besser geeignet, da man sie als Leimholz und auch als Massivholz in jedem Baumarkt bekommen kann? 25mm sind da ehr exotisch.
    Damit würde man zusätzlich noch etwas Gewicht sparen und Leimholz hätte den Vorteil, dass es weniger arbeitet.
    Ich finde das System sonst ganz interessant.

  • Hallo Boris2,
    naja, du als angehender Ingenieur solltest dir doch selbst ein paar Erklärungen ausarbeiten können?
    1. Bei diesem System sollte ohne viel Bearbeitungsschritte das Holz verarbeitet werden können, was im Normalfall in jedem Sägewerk als Rohmaterial zu erhalten ist: Zöllige Bretter. Das war die Ausgangssituation. Reden wir nicht darüber, was heutzutage im Baumarkt alles für Maße angeboten werden.
    2. Versuche mit 18er Leimholz eine stabile Verbindung hinzubekommen. Das ist ohne aufwendige Verbindung mit Zinken kaum möglich.
    3. Die Stärke der Bretter gewährleistet genau das, was hier angefragt ist:
    a) Stabilität beim Verzurren
    und
    b) durch die größere Auflagefläche mehr Halt der Zargen aufeinander
    4. und weitere Gründe fallen dir vielleicht selbst noch ein... :wink:


    Im übrigen solltest du nicht zu linear denken. Nicht nur die Kraft, die die Zargen aufeinanderdrückt bewirkt den Halt, sondern auch das, was auf den Auflageflächen dazwischen ist: Propolis - ein genialer Haftstoff!


    Mein Urteil zum kompatiblen System: Ein durchdachtes System, bei dem man ohne weiteres verschiedene Rähmchenmaße ausprobieren kann, ohne immer gleich fehl zu invstieren. 8)


    Ach ja, in einem Post weit vor deinem wurden die Liebig-Rutschleisten erwähnt. Irgendwie fallen die bei älteren Einfachbeuten immer ab. Sagte man mir. Ist das wirklich eine Hilfe?


    Gruß
    Ralph

  • rst schrieb:


    Ach ja, in einem Post weit vor deinem wurden die Liebig-Rutschleisten erwähnt. Irgendwie fallen die bei älteren Einfachbeuten immer ab. Sagte man mir. Ist das wirklich eine Hilfe?


    Gruß
    Ralph


    Hallo Ralph,


    ja, sie sind wirklich eine Hilfe. Nein, sie sind mir noch nie "abgefallen", außer bei außerst roher Gewalteinwirkung. :x


    @bubblebee
    natürlich gehören auch an das Absperrgitter so kleine "Rutschleisten" getackert (Hartholz), dann ist das System perfekt!

    42

    ganz sicher

    nur nicht beim bee-space

  • Hallo Reiner,
    da hast du halt ewig-halte-Tackerklammern. Glückwunsch! 8) 
    Aber dies verdeutlicht ja auch nur, wie man etwas schlechtreden kann. Z.Bsp. ein gutes Beutensystem wegen seiner Wandstärke... :wink:


    Gruß
    Ralph


    PS: Hier wird vom kompatiblen Einheitsmagazin geschrieben. Zur Richtigstellung. Ihr meint doch das Kompatible System nach den Maßen der ARGE Magazinimker! Oder?

  • Hallo Walter,


    ich verwende die Beuten schon seit '98 und bin sehr damit zufrieden. Beim Transport sind mir noch keine Zargen auseinander gerutscht. Nur wenn sie noch neu sind, können diese verrutschen, da das Kittharz (Propolis) fehlt.


    Wenn die Zargen verkittet sind, bekommt man diese ohne Stockmeisel nicht mehr auseinander. Deshalb sollte man kurz vor dem Wandern die Beuten nicht auseinander nehmen um noch mal durchzuschauen.
    Das macht man am besten ein - zwei Tage vorher.


    Zum verzurren verwende ich Zurrgurte mit Aluklemmschloß. Keine mit Ratschen. Diese reichen völlig aus. Durch Gurte mit Ratschen wird zuviel Kraft ausgeübt und die Deckel und Böden werden beschädigt.


    hoffmannwalter schrieb:

    Hallo miteinander!
    Wer von euch verwendet die kompatiblen Einheitsmagazinge?
    Ich frage deshalb, weil mich interessiert, wie problematisch ist das, wenn
    mann die Magazine verzurrt ransportieren will, wegen verrutschen?


    Gruß Walter


    Bumblebee


    Bumblebee schrieb:

    Hallo Walter,
    meinst du die übertrieben dickwandigen Magazine, die vorgeben kompatibel zu sein und von der AG Magazinimker ev. gepuscht werden? Ich bediente vor kurzem diese Beute, sie hatte keine Rutschleisten unten drann. Außerdem sitzt das Absperrgitter in einem extra Rähmchen und der lottert ohne Halt herum. Wer vorsichtig wandert hat mit Spanngurt sicher keine Probleme, wer etwas ruppiger wandert darf sich über ein paar Bienen im Freien nicht ärgern.
    Gruß
    SH


    Poste du erst mal mit Realnamen, bevor du andere Systeme als das Liebig-System schlecht redest.


    Gepuscht wird gar nichts. Ich sehe nur immer wieder Leute die nach Liebig-Beuten fragen weil diese billig sind. Mehr nicht. Dabei wird in vielen Anfängerschulungen nur die Liebig-Beute gezeigt. Alternativen eher nicht. Das dünkt mir seltsam. :evil:


    Zu deinem Anführungen:


    Übertrieben Dickwandig?
    Mag sein, wenn ich in eine Langstroth-, Deutsch normal- oder Dadant Beute eine Grifftasche einfräse, ist mir 25mm lieber als 20mm, da ich die Grifftasche tiefer einfräsen kann. Da freuen sich die Finger.
    Bei Zander gibts die gleiche Trageleiste wie bei Hohenheim.
    Allerdings auch nur vorne und hinten. An den Seiten wären zusätzliche Griffleisten besser.


    Wozu sind diese ominösen Rutshleisten gut?
    Mir hat bisher noch niemand den Sinn dieser Leisten erklären können.
    Meiner Meinung nach sind diese Leisten das beste Bienenquetschwerkzeug nach der Falzbeute. Mit dem Falz, der durch die Leiste entsteht, schiebe ich die Bienen, die auf den Oberträger der unteren Zarge sitzen, schön vor mir her in die Ecke und mach dann beim schließen der Beute Matsch.
    Tolle Leiste!


    Absperrgitter und lotterig? hm, das ist bei uns nicht so, da der Holzrahmen auf das Gitter aufgeklebt ist.
    Wie legt ihr denn eure Gitter ein? Noch immer direkt auf die Rähmchen? Damit den Bienen der Weg nach oben versperrt ist?


    Imkert ihr vielleicht auch noch mit den alten dünnen Zanderrähmchen mit den kurzen Tragohren? Und freut euch dabei über den tollen Überbau und die Drohnenbrut zwischen den Zargen?
    Oder auch vielleicht noch mit hohem Boden, damit dort der schönste Drohnenbau und Weiselzellen sind?


    Und vorsichtig wandern sollte jeder, der Tiere transportiert. Wer schon mal verbrauste Völker gesehen hat weiß was ich meine.
    Da nutzen auch keine Rutschleisten was.


    sorry für meine Worte, aber ich kanns nicht ab, wenn jemand was schlecht redet und vielleicht gar keine Erfahrung mit den Dingen hat von denen er redet.
    Vielleicht solltest du einmal mit einer Beute nach Kies und Lorenz imkern.
    Evtl. geht dir dabei ein Licht auf....


    Gruß René

  • Hallo René,
    zunächst mal kann man mit drei Mausklicks meinen Realnamen erfahren.
    Nachdem Du Zander mit kurzen Ohren mit der Hohenheimer Beute in Verbindung bringst, die stellst du momentan als Vergleich dar, bin ich etwas ratlos. Ich behaupte die Rähmchen mit den gestutzten Ohren sind nicht praktikabel in der Hohenheimer Beute; zum Glück gibt es auch Dinge die nicht kompatibel sind! Zudem, was soll der Firlefanz? Eure Beuten sind klasse gebaut, dafür gibt es jede Menge Liebhaber. Für meinen Geschmack aber zu schwer und etwas zu "edel".


    Gruß
    Simon

  • Ach herrjee,
    es gibt so viele wichtige, meistens unwichtige Beutendinge über die man sich unterhalten/streiten könnte:
    hoher Boden, aufliegendes Absperrgitter, Größe des Gitterbodens, überstehende Beutenteile, genügende Wanderbelüftung...


    Gruß
    Simon

  • Hallo,


    rst hat folgendes geschrieben:

    Zitat

    1. Bei diesem System sollte ohne viel Bearbeitungsschritte das Holz verarbeitet werden können, was im Normalfall in jedem Sägewerk als Rohmaterial zu erhalten ist: Zöllige Bretter. Das war die Ausgangssituation. Reden wir nicht darüber, was heutzutage im Baumarkt alles für Maße angeboten werden.


    Na Ralph, hier hast Du wohl etwas falsch gerechnet, oder? Zöllige Bretter sind roh ca. 24mm stark, wieviel hobelst Du da weg damit Du auf 25mm Wandstärke kommst?
    Nun, um auf 25mm Wandstärke bei fertigen Zargen zu kommen, brauchst Du 30mm Bretter und diese sind nicht bei jedem Sägewerk auf Lager und relativ teuer.
    Zöllige Bretter als Ausgangsmaterial verwende ich pers. auch am liebsten, aber dann kommst Du höchstens auf 21 mm Wandstärke, wenn Du gerade und glatte Bretter hast und sehr sehr sparsam hobelst kommst Du maximal auf ca. 22mm aber nicht mehr. Deshalb gibt es andere die mit 20mm Wandstärke arbeiten, damit sie eben Zollbretter verwenden können und die Eckverbindungen sind auch noch genügend stabil gestaltbar.



    Gruß
    Franz


    P.S.: Für alle die von den 25mm abweichen wollen, bitte bedenkt das bei Beuten die Innenmaße einzuhalten am Wichtigsten ist, daher bitte bei den Bauanleitungen nicht die gleichen Aussenmaße nehmen - sondern die gleichen Innenmaße!