Beutenbau mit OSB Platten?

  • Moin Edgar,


    das hatten wir schon mal. Das geht technisch sicher, ist aber nicht das Optimum, weil zu schwer und schlecht zu reinigen und nicht wetterfest. Außerdem müssen alle Auflagekanten nachgearbeitet und mit Vollholz oder Metall unterlegt werden, weil die Platte als Grobspanplatte keine präzisen Kanten hat.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Hallo Edgar,


    OSB-Platten quellen bei Feuchtigkeit, und die hast Du besonders an den Schnittkanten oben und unten bei Regen oder als Kondenswasser.
    Dann quillt die ganze Platte vom Rand her, und der Abstand der Rähmchen stimmt nicht mehr. Ausserdem ist eine nasse Platte kalt, trocknet sehr schlecht und schimmelt. Weißt Du, was außer Harz zum Verkleben der Späne noch benutzt wird ?


    Gruß Andreas

  • Hallo


    ich denke neuerdings daran Beuten aus unbehandelten Schalungsplatten zu machen (Für Bayern Schaldeckel :wink: ).
    Hier gibts einen großen Hersteller dieser Platten der die auch so verkauft (unbehandelt). Die gibts es in der wasserfest verleimten 3 Schichtausführung und in der Einfachverleimten Ausführung (holzbretter ca-10cm breit auf Stoß verleimt).
    Der Vorteil liegt halt darin dass man von den handlichen platten runtersägt und ratzfatz eine Beute hat.
    Geht schon schneller als mit einzelnen Brettern!!
    Macht dass schon jemand so???


    Grüsse


    Max

    Ich mag keine Signaturen mit ach so Schlauen Sprüchen.

  • Hallo Edgar.
    Ich hab' im letzten Jahr, als ich mit den Bienen angefangen habe auch mit dieser Idee geliebäugelt. Mein Wachtelstall ist aus OSB gebaut und ich bin damit super zufrieden.
    Henry hat aber fast vollkommen recht.
    Trotzdem: Für Ablegerkästen ist das Material meines Erachtens brauchbar.
    Die sind nur im Sommer in Benutzung, sind insgesamt nicht zu schwer und wenn der Deckel weit genug übersteht, gibt es kein Quellproblem. Quellen tun die nämlich nicht mehr als normales Holz. Also nur, wenn die Schnittkanten über recht lange Zeiträume direkt mit Wasser in Kontakt kommen (ganz anders als bei Spanplatten).
    Ich habe mir aus Resten einen 5-Waben Ablegerkasten mit Futtertrog gebaut.
    Wenn du keine Reste hast, bzw. nicht sehr billig dran kommst solltest du aber bedenken: OSB ist kaum preiswerter als 27mm Hobeldiele. Im Nachhinein rechtfertigt bei langer Nutzungsdauer sicher allein das bessere Aussehen den leicht höheren Preis.
    Grüße
    Friedhelm

    Frische Wachteleier und ausgeblasene Wachteleier immer zu haben.