Die Methode von Mr. Wright funktioniert genial gut.

  • Moin Imkers, moin sabi(e)ne,


    Du hast mir gerade geschrieben, daß die Methode von Mr. Wright genial gut funktioniert (gegen Schwarmtrieb). Schreib Doch mal was genau Du gemacht hast und warum, damit wir alle was davon haben. Schließlich ist das doch ein Imkerforum zum Austausch von Informationen. :wink:

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Moin Sabi(e)ne,


    ich hab ja nun das LS (legendäre Script) und das schon eine Weile und auch das letzte Kapitel. Und ich denke ich hab' so Bißchen verstanden, was der Kerl so sagen will. Ab wann darf denn darüber öffentlich diskutiert werden? Schließlich muß man sich doch auf die Anwendung im nächsten Jahr schon dieses vorbereiten. Wieviele Leute hier kennen denn die Methode inzwischen?

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Hi, Henry,


    also, ich sehe nicht, was einer Diskussion im Weg stehen soll. Solange Du das LS nicht von der ersten bis zur letzten Seite zitierst, sondern es mehr ums Inhaltliche geht - wo ist das Problem? Über "Einfach imkern" wird doch auch diskutiert, vom Tellerverdunster bis zur Einzig Wahren Einfachbeute.


    Ich hab' das LS gerade nicht hier, aber vielleicht ein paar Eindrücke, die hängen geblieben sind:


    1. Was mich am meisten beeindruckt hat, war der Ansatz, die Physiologie des Bienenvolkes von den Grundtrieben Reproduktion (Erhalt der Art) und Überleben des Volkes (Erhalt des "Individuums") zu sehen. Dieses Modell erscheint mir in vieler Hinsicht sehr schlüssig und hat mir für manches im Jahreslauf des Biens die Augen geöffnet, was ich bisher einfach so hingenommen habe. Interessant vor allem diese "Reproduktionsfrist" (Repro cutoff), der "Termin", nach der der Impuls, einen reproduktiven Schwarm zu generieren, erlischt und der Trieb zur Reproduktion in den Trieb zum Erhalt des Volkes umkippt. Diesen "Algorithmus" des Bienenjahres hat Gerstung noch nicht so gehabt, allenfalls in Ansätzen. Ich finde, daß da aber kein Widerspruch ist zu den ebenso spannenden "Triebstufen", die Du hier ja mal vorgestellt hast.


    2. Die Schwarmverhinderungsmethode ist - wie ich denke - schon revolutionär, da sie mehrere ganz neue Vorteile hat:


    - Das Volk wird im Gegensatz zu den üblichen Schwarmverhinderungsmethoden populationsmäßig nicht geschwächt, sondern noch gestärkt - der Ertrag steigt, statt zu sinken


    - Das Brutnest bleibt völlig unangetastet


    Daß dieses "Nectar management" auf Ideen fußt, die Walt Wright nicht alle selbst erfunden hat, stört mich nicht. Den Schluß, den er daraus zieht, den finde ich aber bisher nirgends so konsequent beschrieben und in die Praxis umgesetzt. (Wie er auf den Begriff "Nectar management" kommt, habe ich allerdings noch nicht verstanden.)


    Schade finde ich, daß diese Methode bei uns so nicht anwendbar ist. Und ich wüßte auch nicht, wie man sie praktikabel für uns abwandeln könnte. Das ganze fußt ja auf der Überwinterung auf Honig und auf der Änderung der Wabenanordnung in den Honigräumen im zeitigen Frühjahr.


    Viele Grüße, Johannes