Schwarmkasten - ein Prototyp

  • Ökonomisch aus Sperrholzresten zusammengebaut: mein Schwarmkasten. (Davon habe ich mehrere gebaut, für das Geld von einem gekauften ;o))


    Der obere Rahmen sollte -anders als auf dem Bild- außen herum laufen, damit man die am Deckel haftenden Bienen komplett rausheben kann. So wird nur ein Großteil der Bienen rausgehoben.
    Oben ist der Deckel mit zwei Flügelmuttern am Rahmen befestigt, die ich beim Einschlagen aufschraube. Im Deckel ist ein quadratisches Loch, in dem mein Trichter passt. Dieses Loch kann ich mit einem Einsatz verschließen; dieser Einsatz hat ein vergittertes Loch, in dem ich mein selbstgebaute Füttereinrichtung setze (Honigglas, dessen Deckel mit einem heißen Nagel gelöchert wurde). Ideal für die Kellerhaft.
    Die Front des Kastens ist mit metallenem Fliegengitter verkleidet, einfach rund herum mit Leisten an den Kasten fixiert. Alles genagelt und geleimt.
    An den Seiten habe ich Elektrolitze (hatten wir gerade noch Reststücke da ;o) als Griffe für den Transport befestigt.


    Der Rest erklärt sich durch die Bilder, nehme ich an.












  • Moin Bernhard,


    kann das mal sein, daß das Material für Deinen Schwarmkasten Spanplatte und kein Sperrholz ist? Und kann das weiterhin sein, daß Dein Schwarmkasten deutlich schwerer ist, als ein Schwarmkasten sein sollte? Zieht Spanplatte nicht sofort Wasser, wenn Sie mit dem Boden oder nassen Bienen in Berührung kommt? Wo hat Dein Schwarmkasten das Flugloch? Oder hat er keins und taugt also nur zum Kunstschwärme machen? Wo hat Dein abnehmbarer Deckel den Griff? Wo legst Du die Muttern des Deckels hin wen Du den wie festhälst? Muß der Schwarm an der glatten Spanplatte ansetzen?


    Ich hab' noch so einen Alten Schwarmkasten. Der faßt notfalls exakt 5 Waben DNM, seine Stirnseiten sind mit Gaze benagelt und mit einem Brettchen abgedeckt. Im Deckel, der wirklich den gesamten Deckel umfaßt gibt es ein Futter- oder Trichterloch und am Deckel einen festen Koffergriff. Der Deckel besteht innen aus der rauen Seite einer Fasserplatte. Dieser Schwarmfangkasten ist standardisiert und wiegt, weil er aus dünnem Sperrholz und Leisten gebaut ist keine 2kg. Man kann damit Kunstschwärme bilden und auch Zuchtstoff in Bienenumgebung transportieren. Natürlich wird er auch verwendet um damit Schwärme zu fangen. Auch aus luftiger Höhe. Außen ist er klar aber Wasserfest lackiert. Gekostet hat er ein Lächeln und ein längeres Gepräch mit einem alten Imker, der keine Schwärme mehr fängt. Und alle Teile des Kastens sind unverlierbar, weil eben fest dran.


    Aber toll Deine provisorische Schwarmkiste. Haste fein gemacht und das ganz ohne Kreissäge. :roll: Und alles, ja besonders das Kunstglas des Trichters, aus selbstangebauten eigenproduzierten Rohstoffen. Du verstehst schon, warum ich Dich nicht verstehen kann?

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Hallo BernhardHeuvel
    " dieser Einsatz hat ein vergittertes Loch, in dem ich mein selbstgebaute Füttereinrichtung setze (Honigglas, dessen Deckel mit einem heißen Nagel gelöchert wurde). Ideal für die Kellerhaft."
    Das machte mich stutzig :o
    Ideal ist die Kellerhaft für einen Schwarm, wenn er "kein" Futter bekommt. Denn der Honigmagen sollte ja geleert werden, um der AFB keine Chance zu geben.
    Aber wie Henry schon schrieb: Wie z.B. willst du mit diesem Kasten auf einer Leiter einen Schwarm einschlagen?

    Das Leben sollte keine Reise sein, mit dem Ziel,attraktiv und mit einem gut erhaltenen Körper an unserem Grab anzukommen.
    Wir sollten lieber seitlich hineinrutschen, Schokolade in einer Hand,Eis in der anderen, unser Körper total verbraucht und schreiend
    "Wow, was für eine Fahrt!"....

  • Hallo Bernhard,


    mit Deinem Schwarmkasten aus Möbelplatten kann man einen Schwarm transportieren aber nicht einfangen.
    Mein "Schwarmfangkasten" besteht aus einem zylindr. Papeimer mit Deckel. Bei Bedarf kann eine ca. 2,5m Alustange an den Papeimer angeschraubt werden. Ist der Schwarm im Eimer, dann wird die Stange abgeschraubt und der Eimer mit dem Deckel verschlossen.
    Wenn die Königin mit eingefangen ist, dann fliegen alle restlichen
    Bienen durch ein ca. 10x10 cm großes Deckelloch zu ihr.l
    Bei ausreichender Geduld wird nach der letzten Biene das Loch mit einer Gaze verschlossen. Am nächsten Tag wird er auf Mittelwände eingeschlagen. Das wars.

  • Moin,


    hätte noch extra betonen sollen, daß es sich um einen Schwarmkasten und nicht um einen SchwarmFANGkasten handelt. Also nur für die Bildung von Kunstschwärmen, daher auch die Fütterungseinrichtung.


    Und als solcher funktioniert er prima. Wenigstens regt er zum Nachdenken an :)

  • Hallo, bumblebee,


    wer sich nicht an komplizierten Beuten austoben kann, tut das halt beim Zubehör.... :P


    12 Leisten vertackern, mit Fliegendraht bespannen und nur oben und unten je ne Sperrholzplatte mit Loch zum Zukleben bzw. zum Antackern einer Futterportion ist zu einfach....


    Sorry, Foto geht nicht, weil internett-plont... :wink:

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • sabi(e)ne schrieb:

    wer sich nicht an komplizierten Beuten austoben kann, tut das halt beim Zubehör.... :P 


    :D:D:D

  • Hast Du auch mal ein Bild mit Dir und dem Schwarmkasten auf einer Aluleiter am Baum?!


    Also ich weis nich.


    Bin ja Anfänger und keines wirklichenUrteiles bemächtigt aber ...............
    wenn ich die Wahl hätte.... würde ich das hier nehmen



    Sieht irgendwie handlicher aus.


    Aber HAndwerkliches Geschick kann ich Dir attestieren ;)


    Wenn Du mal wieder Zeit zuviel hast.
    Hier wären noch 2 Kisten Rähmchen zu säubern und zu bespannen ;)

    Grüße Tanja


    Leben ist das was uns zustößt,
    wenn wir uns etwas anderes vorgenommen haben.

  • shugacoron schrieb:


    Bin ja Anfänger und keines wirklichenUrteiles bemächtigt aber ...............
    wenn ich die Wahl hätte.... würde ich das hier nehmen



    Diesen Schwarmfangsack kann man wirklich empfehlen. Meine alten Imkernachbarn haben sich diesen heuer schon einigemale ausgeliehen. Mit einer Teleskopstange, die ich normalerweise mit einer Säge zum Obstbaumschneiden bestückt habe, kann ich Höhen bis zuu 6.50 m vom Boden aus erreichen. Mit einer Schnur könnten man den Deckel (fernbedienbar) nach dem Einsacken zumachen, aber wenn er offen bleibt, haben die Bienen ohnhin auch Mühe nach oben wegzufliegen.


    Aus Gründen der Sicherheit und der Bequemlichkeit Note 1 für diesen Schwarmfangsack.

  • Hallo Hartmut


    Da hab ich ja wohl man was schleues gepostet :lol:


    Weiste wie teuer der so ist?!


    Hab ihn jetzt noch nicht bewusst in Katalogen wargenommen.
    Habe ihnnur auf dem Bild entdeckt und Ihn rein optisch als praktisch empfunden.


    Kriegt man den bei Holtermann?!

    Grüße Tanja


    Leben ist das was uns zustößt,
    wenn wir uns etwas anderes vorgenommen haben.

  • Hallo Tanja
    Habe hier auf meiner Seite viele Imkereibedarfshändler, die online sind. Kannst dir ja welche aussuchen. :wink: 
    http://www.saarcarnica.com/Links.htm

    Das Leben sollte keine Reise sein, mit dem Ziel,attraktiv und mit einem gut erhaltenen Körper an unserem Grab anzukommen.
    Wir sollten lieber seitlich hineinrutschen, Schokolade in einer Hand,Eis in der anderen, unser Körper total verbraucht und schreiend
    "Wow, was für eine Fahrt!"....