Womit larvt Ihr um?

  • Womit larvt Ihr um? 15

    1. Schweizer Umlarvlöffel (6) 40%
    2. Pinsel (0) 0%
    3. tchech. Umlarvnadel (0) 0%
    4. chin. Zungenumlarver (4) 27%
    5. Gänse-/Bussardfederkiel (0) 0%
    6. Pipette (0) 0%
    7. Umstecksystem Nicot o. Jenter (3) 20%
    8. Ausschwämmen oder Ausspülen (0) 0%
    9. Stanzen (0) 0%
    10. ganz anders (2) 13%

    Liebe Züchter,


    womit larvt Ihr eigentlich um?
    (Und vielleicht auch warum gerade damit oder warum nicht?)

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Hallo Henry,
    ich benutze ebenso wie Michael die Umlarvnadel mit einer geformten Nadel auf der einen- und einem Futterlöffel auf der anderen Seite.


    Gruß


    Martin

  • Hallo Züchter,


    von unserem Vereins-Zuchtwart bekam ich den chinesischen Zungenumlarver vorgeführt:
    die bewegliche Zunge schiebt sich am Zellenboden entlang unter das Mädchen und nimmt gleichzeitig das Futter mit.
    Mit einem Fingerdruck wird alles sanft im neuen Näpfchen abgesetzt.

    Mit freundlichen Grüßen
    Frieder


    ____________________


    Der Bienenstaat gleicht einem Zauberbrunnen;
    je mehr man daraus schöpft, desto reicher fließt er (K.v.Frisch)


    Es irrt der Mensch, solang er strebt (J.W.v.G.)

  • Hallo Frieder

    Frieder Hummel schrieb:


    von unserem Vereins-Zuchtwart bekam ich den chinesischen Zungenumlarver vorgeführt


    Hast du sie auch schon ausprobiert? Wie sind deine Erfahrungen?
    Ich habe mir, animiert durch einen Film so ein Teil zugelegt und heute meinen ersten Versuch damit gestartet. Im Film sah das sooo leicht aus!
    Meine Güte, was habe ich mir einen abgebrochen.
    Wenn ich von oben in die Zelle gegangen bin, hat sich das Teil ganz und gar nicht unter die Larve geschoben, sondern in den Zellenboden gedrückt. Kann das daran liegen, daß ich eine neu ausgebaute Wabe hatte? Sind die mehrfach bebrüteten vielleicht besser dafür geeignet?
    Ich habe schließlich die Zellen jeweils von der Seite weggeschnitten, damit ich flach unter die Larve kam.


    Und das alles wegen meiner schwachen Äuglein mit einer Lupe in der linken Hand!


    Nach dieser Erfahrung bin ich vermutlich ein Kandidat für eine Cupularve o.ä., auch wenn ich wohl immer nur wenige Königinnen benötigen werde.



    Grüße
    Friedhelm

    Frische Wachteleier und ausgeblasene Wachteleier immer zu haben.

  • Hallo Wachtelbauer
    Nimm den Zungenumlarver (die Zunge) mal in den Mund und wärme sie, damit sie geschmeidig wird. :wink: 
    Erst wenn sie schön warm ist wird sie geschmeidig, und so "schiebt" sie sich auch "unter" die Made und nicht in den Zellenboden. :wink: 
    Das sind die kleinen Tricks, die niemand gern verrät. :evil:

    Das Leben sollte keine Reise sein, mit dem Ziel,attraktiv und mit einem gut erhaltenen Körper an unserem Grab anzukommen.
    Wir sollten lieber seitlich hineinrutschen, Schokolade in einer Hand,Eis in der anderen, unser Körper total verbraucht und schreiend
    "Wow, was für eine Fahrt!"....

  • Moin Friedhelm,


    mit dem, der oder das Cupularve machst Du sicher nichts falsch. Dabei gibt es zwar auch paar Tricks, aber alles in allem ist das Verfahren der Umlarverei weit überlegen. (Wenn ma es in eigenen Völkern einsetzen kann) Es lohnt sich auf alle Fälle, das Startkit komplett zu kaufen und gleich noch je eine Tüte Näpfchen und Sockel und Halter dazu. Alte Rähmchen werden mit den Sockeln benagelt und fertig ist das Zuchtsystem.


    Die Königin kann mit der Zusetzseite, also durch den eigentlichen Zusetzkäfig, wunderbar freigelassen werden, nachdem sie gelegt hat. Man muß sie also nicht manuell freilassen, wie oft behauptet. Es kommt ein alter Klumpen fester Zuckerteig in den Druchgang und dann wird die Rückseite mit offener Öffnung :wink: Verschlossen. Die Weisel wird auf der Wabenseite auf die Legefläche der Cupularve gedrängt (ohne sie fangen zu müssen, mit einer Feder) und dann kommt das Gitter drüber. Man muß sie wirklich nicht durch die Einfüllöffnung buggsieren, wenn doch das ganze Gitter abnehmbar ist. :wink:


    Beim Umsteckverfahren hast Du immer eine eingebaute zweite Chance. Sollte die Dame nicht gelgt haben, kannst Du zum Umstecktermin ja immernoch umlarven ohne daß sich etwas am Terminplan ändert.


    Das Einzige was ich mir wünschte wäre zusätzlich eine geschlossne Abdeckplatte für die Wabenseite, damit die Bienen beim Angewöhnen (bei mir ist die Culularve eigentlich immer in einem Volk) nicht Honig in die Näpfchen einlagern. Oder vielleicht eine Platte die die Zellen der Cupularve verschließt, wenn keine Näpfchen gesteckt sind.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Barbara schrieb:

    Würden das Jenter und Nicot System verwenden, funktioniert aber nicht.
    worauf muss man achten?


    Wenn du keine Probleme mit den Augen hast, würde ich dir dringend davon abraten. Muss doch eine Qual für eine Königin sein 24 Stunden eingesperrt zu sein und ihre Legeleistung rapide von 2000-2500 auf 100 Eier zu reduzieren ...


    Ciao,
    Marco

    And that's the way it is (Walter Cronkite)

  • Moin Marco,


    das muß doch eine Qual für jede einzelne Larve sein, wenn sie mit irgendeinem kalten grobschlächtigen Gerät aus ihrer Zelle gepuhlt und in ein kaltes fremdes Näpfchen geschmiert wird. Während auch ihre Kumpels auf der Wabe mitfrieren müssen, weil so schnell hat der Imker seine 110 Larven ja nicht ausgewählt und umgelarvt. :lol:


    Das Nicot-System funktioniert bei mir jedenfalls genial einfach und sehr schonend und das mit präzise gleichaltem Zuchtstoff. Die Königin wird mittels Futterteigpfropf sozusagen automatisch freigelassen. Ich denke die ist keine 24 Stunden eingesperrt. Auch vorher wird sie nur mit einer Feder auf die Cupularve gelenkt. Für diesen Eingriff werden nichtmal Bienen abgestoßen.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Hi Henry,


    war ja klar :D.


    Auf der einen Seite ist das System sicherlich nicht schlecht, was das Alter der Larven etc. angeht - aber die gleiche Qualität kriegt man auch durch das umlarven hin, wenn man ein bisschen Übung hat - dann springen die frischen Larven direkt ins Auge :o .


    Ciao,
    Marco

    And that's the way it is (Walter Cronkite)

  • Aber Hallo Henry
    Du als Bienenretter empfiehst das Nicot-Sysrem für jedermann?
    Wie vereinbart sich das mit deinem Gewissen? :o
    Wieviel der bestifteten Weiselbechern werden eigentlich genutzt, und wie viele werden entsorgt? Du kannst doch nicht erwarten, dass alle bestifteten verarbeitet werden.
    Also werden viele, unschuldige Eierchen deiner Bequemlichkeit oder Weitsichtigkeit geopfert, ja geradezu von vornherein zum Tode verurteilt. :evil:

    Das Leben sollte keine Reise sein, mit dem Ziel,attraktiv und mit einem gut erhaltenen Körper an unserem Grab anzukommen.
    Wir sollten lieber seitlich hineinrutschen, Schokolade in einer Hand,Eis in der anderen, unser Körper total verbraucht und schreiend
    "Wow, was für eine Fahrt!"....

  • Moin Marco und moin Guido,


    Zitat

    Also werden viele, unschuldige Eierchen deiner Bequemlichkeit oder Weitsichtigkeit geopfert, ja geradezu von vornherein zum Tode verurteilt.

    Nee, nee, nee. Man muß nicht alle Näpfchen bestecken. Gerade wenn man nur ein Startset hat, geht das sowieso nicht mehr, weil ja die Näpfchen der bebrüteten Serien schon in anderen Völkern weilen. Es sterben nur die Larven, die man überzähliger Weise erzeugt und sinnloserweise entnommen hat und die man ausspült, weil man eine neue Serie mit neuen Larven ansetzt. Aber so gesehen könnte man die auch im Cupularve schlüpfen lassen, denn das geht tatsächlich. Die Königin findet in der Haft schon die Zellen die dann mit neuen Näpfen besetzt und noch oder wieder frei zum Beeiern sind. Man könnte natürlich auch die Larve wieder umlarven, in schöne saubere Arbeiterzellen. Oder als Luxusversion mal befruchtete Eier in Drohnenzellen? Jedenfalls kommen beim Imkern immer und immer wieder Bienen um und das kann man leider nicht vermeiden. Wen grähmte das mehr als mich. Beim Umlarven, das ich auch jahrelang gemacht habe, kippen Larven um oder lassen sich nicht absetzen und wenn man mehrere kleinere Serien machen muß, weil von den umgelarvten Larven mehr als bei den umgesteckten ausgefressen werden, dann zerquetscht man bei den Eingriffen ja auch einige unschuldige Bienen. Darunter leide ich als Weichei schon. Dennoch halte ich das berührungslose Umstecken auch und gerade für große Serien für angenehmer und vermutlich auch wirschaftlicher als umlarven in Wachsbecher und Stopfen und Verschulen in Zanderkäfige und Hürdenrahmen.


    Es ist vielleicht auch nur das geringere Übel. :wink:

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Hallo Larvenleger,
    nachdem ich meine Umlarvnadel wiederholt verschlampt habe, mache ich mir zum x-ten mal eine Neue. Und jedes mal wird sie besser. Ich verwende dazu alte Edelstahl Fahrradspeichen. Diese werden ergonomisch gebogen und die Spitze wird maschinell zurechtgeschliffen. Das dauert ca. 10 Minuten bis zum fertigen Gerät. Den Kopf mache ich jedesmal dünner und schmäler. Nun landet auch jede Larve im Näpfchen, ohne Probleme beim Abstreifen. Ich habe mir im Fachhandel die gebräuchlichen Nadeln mal angeschaut. Die scheinen mir ziemlich grobschlächtig und müssten nach meinem Gefühl erst mal ordentlich "getunt" werden.
    Gruß
    SH