Königinnenzucht im weiselrichtigen Volk

  • Hallo zusammen,


    Liebig schreibt in "Einfach Imkern" die Königinnenzucht mit einem Sammelbrutableger. Hierbei werden nach 9 Tage die WZ ausgebrochen und der Zuchtrahmen eingehängt. Es wird somit gewartet, bis keine eigene offene Brut vorhanden ist.
    Nun besteht bei Imkern mit wenigen Völkern die Möglichkeit der Königinnenzucht im weiselrichtigen Volk (leider habe ich nur wenig darüber zu lesen). Dabei kommt die Königinn in den Brutraum der 1. Zarge, darüber das Absperrgitter, dann der Honigraum als 2. Zarge und zu guter Letzt der zweite Brutraum als 3. Zarge.
    Es wird weiter beschreiben, das in dem zweiten Brutraum überwiegend Waben mit offener Brut vorhanden sein muss und wozwischen der Zuchtrahmen eingehängt wird.
    Das einmal verdeckelte Brut und andermal offene Brut vorhanden sein muss ich für mich nicht schlüssig.


    Kann mir das mal einer erklären?


    Danke und Gruß Peter

  • Hallo, wuz,


    die Ammenbienen sind sehr junge Bienen und je mehr davon, desto besser für die zu werdenden Königinnen.


    Im ersten Fal wird mit dem Schlupf der verdeckelten Brut sichergestellt, daß dann auch genug Ammenbienen da sind. Ein Sammelbrutableger hat ja keine volle Mannschaft von Anfang an...


    Im zweiten Fal sind schon genug Ammenbienen da, die treiben sich aber vorzugsweise auf den ungedeckelten Waben rum.
    Also muß der Zuchtrahmen dahin, wo die meisten sind, und das ist dann oben...


    Okay? ;-)

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Wie macht die Sabi(e)ne das nur, daß die Antwort so schön, richtig, kurz und präzise ist und auch noch Platz für'n :wink: ?

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Hallo Henry
    Ganz einfach:
    So viel wie möglich, aber so wenig wie nötig, oder war es "So wenig wie möglich, aber so viel wie nötig? " :lol: 
    Weniger kann manchmal auch mehr sein :wink:

    Das Leben sollte keine Reise sein, mit dem Ziel,attraktiv und mit einem gut erhaltenen Körper an unserem Grab anzukommen.
    Wir sollten lieber seitlich hineinrutschen, Schokolade in einer Hand,Eis in der anderen, unser Körper total verbraucht und schreiend
    "Wow, was für eine Fahrt!"....

  • Hallo
    Ich habe gestern zum ersten mal mit einem Zuchtrahmen im weiselrichtigem Volk gearbeitet. Ein erfahrener Züchter hat zu mir gesagt, dass es notwendig ist den Larven etwas Futtersaft zu geben.


    Was macht es aus Futtersaft zu geben oder nicht zu geben (Können die Larven sonst vertrocknen)?


    Wie macht man das dann am Einfachsten und von welchen Larven nimmt man den Futtersaft (auch eintägige oder schon etwas ältere Larven)?


    Ab wann kann ich nachschauen, ob das Umlarven erfolgreich war?


    Viele Fragen, aber ich hab halt noch überhaupt keine Erfahrung damit.



    Vielen Dank


    Gruß Fruchtzwerg

  • Hallo, Fruchtzwerg,


    nein, das hat man ganz früher gemacht.
    Oder heute, wenn man nichts anderes zu tun hat... :roll:


    Es gibt Untersuchungen von K.Weiß darüber, daß es völlig egal ist, ob man trocken oder feucht umlarvt. Es hat keinen Einfluß auf die Qualität der Königinnen ( er hat hunderte vermessen und verwogen und aufgeschnitten...)
    Und stell dir mal einen Profi-Züchter vor, der bei hunderten von Königinnen diesen Aufwand betreiben soll???


    Wenn dein Volk stark genug ist, schwimmen die Maden nach wenigen Stunden schon wieder.
    Genauso kannst du nach 24 Std schon sehen, welche angenommen wurden; die Weiselnäpfchen haben dann schon einen ganz feinen Wachskragen.


    Und zur Beantwortung deiner Fragen sind wir da.. :wink:

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Vielen Dank für deine Antwort
    Dann bin ich aber froh, denn ich hab bei 20 Weiselnäpfchen gerade mal bei ca 5 Futtersaft dazugegeben, weil so wie du sagst, der Aufwand schon erheblich ist.
    Bin dann mal gespannt, wieviele angenommen worden sind.


    Gruß Fruchtzwerg

  • Habe nun definitiv 7 erfolgreiche Weiselzellen. Kann ich wenn ich dann Ableger mache die Weiselzellen sofort hinzugeben, oder ist es besser, wenn das künftige Jungvolk eine kurze Zeit weisellos ist zwecks besserer Annahme?
    Die Weiselzellen hab ich vor am 10. Tag nach dem Umlarven dazu zugeben?!


    Gruß Fruchtzwerg

  • Hallo Fruchtzwerg,


    eigentlich kannst du sofort dem Ableger eine verdeckelte WZ vorsichtig zwischen die Rähmchen geben. Es dürfte dann keine Probleme geben.


    Christoph

  • Es sieht gut aus!


    Heute wollte ich meine erste Serie verschulen, war aber einen Tag zu früh dran. Hatte die Königin letzten Montag
    für einen Tag im Nicot-System eingesperrt. Ich muss jetzt davon ausgehen, dass Sie die Zellen am Dienstag bestiftet hat.
    Nun ja, von 12 Näpfchen sind 7 :lol: angenommen. Das finde ich gut; freu**, und alles in einem weiselrichtigen Volk,
    wo ich doch gelesen habe, dass es sehr schwierig sein soll.
    Die bienengroße Öffnung wird hoffentlich morgen geschlossen sein, und ich kann dann den "Sack zumachen".
    Jedenfalls vielen Dank an das Forum, wo ich immer viele Tipps und Antworten erhalte.


    Gruß Peter