Larven aus Drohnenwaben entfernen

  • Hi,


    jetzt hab ich meine Drohnenrahmen ausgeschnitten und drauf gehofft, dass Vögel die saubermachen. Hat mir mal ein Imker erzählt. Die Vögel haben aber keinen Bock auf die Larven. Wie bekomme ich die ohne großen Aufwand möglichst alle raus. Die Schleuder will dafür nicht flott machen und das Wachs hätte ich schon gerne.

  • Hallo, freibad,
    die Vögelchen haben ja auch noch keine Jungen zu füttern, hier zumindest noch nicht...


    Einfrieren und dann ausklopfen.


    Im SoWa gibts nur große und mächtig stinkende Sauerei.... :roll:


    Wenn du jemanden mit Hühnern kennst, kannst du die auspicken lassen, aber sie machen auch viel Wachs kaputt, vor allem mit den Füßen... :roll:


    Den ersten Drohnenrahmen hätte ich aber schlüpfen lassen, allein wegen der Königinnen.
    Hätte es nicht gereicht, den zweiten zu schneiden? :oops:

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • sabi(e)ne schrieb:


    Den ersten Drohnenrahmen hätte ich aber schlüpfen lassen, allein wegen der Königinnen.
    Hätte es nicht gereicht, den zweiten zu schneiden? :oops:


    Hi Sabi(e)ne,


    taten mir auch wirklich leid die Drohnen. Macht mir doch keinen Spaß die Pummelchen zu killen. Aber soweit ich informiert bin - denk dran, ich bin Anfänger - soll man wegen der Varroa keinen einzigen Rahmen schlüpfen lassen. Wie ist denn da so die Meinung im Forum?

  • Hallo, freibad,


    sogar die offiziellen Empfehlungen der Institute gehen dahin, den 1. schlüpfen zu lassen, aber alle anderen danach zu schneiden.


    Was wird sonst aus den frühen Umweiselungsköniginnen und sonstigen Frühchen? :cry:


    Alles zu schneiden, läßt jegliche Standbegattung zum Vabanquespiel werden, und das kann nicht das Ziel sein.

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Hallo zusammen,


    den ersten Drohnenrahmen nicht schneiden wegen Begattung von frühen Königinnen ? :o
    Dann schneid ich doch lieber den ersten wegen Begattung der Varroen !!!


    Gruß
    Matthias

  • Hi Sabi(e)ne,


    wozu brauch ich denn als nicht züchtender Hobbyimker eine Standbegattung? Ich dachte die Königinnen fliegen zu Drohnensammelplätzen, um gerade die Begattung im engen örtlichen Rahmen zu vermeiden. Nach Dr. Liebig gibts ´nen richtigen Milbenschub in´s Volk wenn ich den Baurahmen schlüpfen lasse. Oder hab ich da was falsch verstanden?

  • Naja Baurahmen mit Drohnenbrut auschneiden ist meiner Meinung nach eher kontraproduktiv, da dadurch das Gleichgewicht im Volk sehr beeinträchtigt wird und das Volk sich zu einem Drohnenmagneten für alle umherfliegenden Drohnen entwickelt. Sprich die Milben kommen so oder so ins Volk.


    Und das aufhängen von Drohnenrahmen ist meiner Information sogar verboten, aufgrund der Übertragung von Krankheiten etc.


    Wenn Bienenbrut abgetötet werden muss, sei es der Baurahmen mit Drohnenbut, oder die gesamte Brut am besten wie Sabine bereits geschrieben hat einfrieren. Gebrauchte Kühltruhen für diesen Zweck kosten nicht die Welt.

    And that's the way it is (Walter Cronkite)

  • MarcoNrw schrieb:

    und das Volk sich zu einem Drohnenmagneten für alle umherfliegenden Drohnen entwickelt..


    Hi MarcoNrw,


    wieso wird mein Volk zu einem Drohnenmagneten? Was wollen die vielen Drohnen von meinem Völkchen?

  • Das liegt wohl in der Natur der Sache und du wirst es auch nicht verhindern können. Drohnen haben einen sehr großen Flugradius von bis zu 20km und mehr, dadurch gibt es einen ständigen Austausch mit standfremden Drohnen, die dann mit Kusshand von deinen entmannten Völkern aufgenommen werden ;-)


    Bye,Bye

    And that's the way it is (Walter Cronkite)

  • Hallo Miteinander,
    nach neuesten Ansicht der Bieneninstitute sind genau bei den ersten Ausschneiden der Drohnenwaben 50% der späteren Varroapopulation zu verhindern und für einen mit sanfter Chemie, wie das so schön bezeichnet wird arbeitenden Imker, unabdingbar..
    Dass eine Varroa gerne in die Drohenwabe geht, ist reine Überlebensstrategie, denn bei einer Arbeiterinnenbrut reicht es normalerweise zu zwei weiteren fortpflanzungsfähigen Varroengenerationen, in der Drohenbrut können sich aber bis zu 4 Varroagenerationen bis zum Schlupf der Biene bzw., eines Drohns entwickeln. Gegensätzlich wird aber deshalb eine Königinnenzelle mit nur 9 Tage verdeckelter Entwicklungszeit vermieden.


    Dass Drohenwabenschneiden der Begattungsaktivität schadet ist ein Gerücht, denn die Königin lässt sich doch nicht im oder am Stock begatten, sondern sucht Drohnensammelplätze auf, wo die "Besamer" im Umkreis von 20 km antanzen. Ausserdem hat normalerweise ein Volk auch immer genügend "wilde" Drohnenbauten, besonders im Zweizargenbetrieb zwischen den Rähmchen oder man sieht auch immer wieder "Drohneecken" an den Rähmchen und für die paar Königinnen die der Gebrauchsimker zieht, reicht das allemal.


    Aussdem ist ohnhin, um seine Zuchterfolge etwas konstanter ausfallen zu lassen, eine Belegstellenbegattung zu bevorzugen oder hat bei euch jeder im Umkreis von einigen km die optimalen Zuchtvölker am Stand.

  • Hallo,


    es besteht also ein Konflikt: entweder Varroen haben oder Drohnen.
    Eine gescheite Lösung wäre, erst einmal im Drohnenrahmen ein Probestück schneiden und auspuhlen. Wenn Varroen vorhanden sind, wird der ganze Rahmen ausgeschnitten; wenn nicht, wird der Rest wieder eingehängt. So wird m.E. auch die Vermehrung der Völker gefördert, die einen geringeren Varroenbefall haben.
    Um die ausgeplünderten Völker zu "trösten", kann man ja auch Drohnenbrut umhängen.


    Zur Standbegattung: Mir ist es schon recht lieb, wenn in der Nähe meines Standes "vernünftige" Drohnen fliegen. Darum achte ich auf reichlich Drohnenbrut. Andererseits wäre es mir ganz lieb, wenn mancher Nachbar bei seinen stechlustigen Krepeln schneiden würde.


    Grüße, Thomas


    P.S.: Franz-Xaver, wenn Du zwischen den Rähmchen Drohnenbau hast, stimmt der Bienenabstand nicht. Grüße, Thomas

  • Liebe Imker,


    seit ich den Tipp hier aus dem Forum ausprobiert habe und als Baurahmen ungedrahtete Rähmchen benutze, bin ich viel viel schneller mit dem Drohnenbauschneiden und es tut meiner Seele nicht mehr so lange weh. Auch fehlen die sonst so unangenehm klebrigen Honigkanten am oberen Rand. Die BauR werden nach der Bearbeitung der Völker vor's Flugloch abgestoßen (das Dank Tipp aus dem Forum hier auch kein Flugbrett mehr hat und deshalb auch keine Einlaufbrett nötig), in den Sammelwachs-Eimer Ausgeschnitten und im nächsten Volke gleich wieder eingesetzt.


    Je früher man die Rahmen schneidet desto besser. Besser für den Bautrieb, den Pflegetrieb, als Varroafalle für die Wachsausbeute und für die Imkerseele.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Thomas Hädrich schrieb:

    P.S.: Franz-Xaver, wenn Du zwischen den Rähmchen Drohnenbau hast, stimmt der Bienenabstand nicht. Grüße, Thomas


    Hallo Thomas,
    danke für den Ratschlag, den ich gerne zur Kenntnis nehme. Leider muss ich dir hier widersprechen, denn ich habe genormte Beuten (Segebeger, aber auch Holzbeuten) und die Rähmchen sind gekauft. Also müsste der Beespace von 8 mm in Ordnung sein. M.E. bauen aber die Buckis (zumindestens Heikes Abstammung) gerne zwischen den Rähmchen, was ich bei Carnicas nicht so sehr feststellen kann.

  • Hallo, Xare,


    Zitat

    M.E. bauen aber die Buckis (zumindestens Heikes Abstammung) gerne zwischen den Rähmchen, was ich bei Carnicas nicht so sehr feststellen kann.


    Widerspruch!
    Bei mir nicht!!!!
    Nur, wie schon woanders beschrieben, die Rähmchen nicht exakt übereinander hängen.

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    Bruce Springsteen