wie und wie lange unbegattete königinnen aufbewahren?

  • hallo,


    habe ein problem, anfang nächster woche schlüpfen schon einige königinnen.
    naja, ich denke nicht das es weit und breit sicher geschlechtsreife drohnen gibt.


    kann ich nun diese unbegatteten königinnen eventuell noch so 2 wochen in kleinen käfigen mit begleitbienen aufheben?
    ich meine genauso aufheben wie begattete königinnen und dann (in 2 wochen) in die begattungskästchen tun.


    hat jemand erfahrung?


    mfg bienenhansi

  • hallo, bienenhansi,


    das wird nix.
    Königinnen sind max. eine Woche brünstig, danach werden sie drohnenbrütig, wenn nicht begattet.


    Alerdings denke ich nicht, daß du dir Sorgen wegen der Drohnen machen mußt, es sind anscheinend genug da.
    Ich hatte heute mit dem Amtstierarzt eine Volldurchsicht und Drohnen aller Sorten in meinen Kisten.
    Buckis, Carnis und sogar ganz schwarze....
    Wir waren beide am Überlegen, wer denn wohl Schwarze Bienen hier in der Nähe hat... :P


    Wenn es warm genug wird, macht Mama Natur den Rest.


    Einsperren würde ich sie nicht. Du kannst sie ja immer noch jederzeit später gegen andere austauschen, wenn sie fehlbegattet werden.

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • sabi(e)ne schrieb:

    hallo, bienenhansi,


    das wird nix.
    Königinnen sind max. eine Woche brünstig, danach werden sie drohnenbrütig, wenn nicht begattet.


    .


    Hallo,
    etwas länger sind sie schon brünstig wenn sie durch schlechtes Wetter am Ausfliegen gehindert werden, können sie auch nach 3-4 Wochennoch ausreichend begattet werden.
    Vor allem wenn sie die Zeit in einem starken Ableger verbringen und nicht im EWK.
    Viele Grüsse, Hermann

  • Moin Hermann,


    abgesehen, daß es für'n Bienenhansi keinen Grund gibt seine Königinnen jetzt nicht fliegen zu lassen, halte ich Deine Aussage mit 3-4 Wochen Brunst und ordentlicher Begattung für falsch. Es kann ja durchaus sein, daß sowas mal geklappt hat, aber aus langjähriger Praxis kann ich nur sagen, daß die Anzahl der Königinnen, die versagen oder nach dem ersten Brutsatz umgeweiselt werden mit jedem Tag steigt, den diese nicht innerhalb von etwa 10 Tagen nach dem Schlupf begattet werden. Schon wenige Tage schlechtes Wetter innerhalb der etwa 10 Tage nach dem Schlupf haben deutlichen Einfluß auf Qualität der Königinnen und Anzahl derer die in Eilage gehen.


    Wenn Du von 3-4 Wochen schreibst, dann sind das also min. 21 Tage. Ich habe noch keine Königin erlebt die nach drei Wochen unbegattet nicht schon drohnenbrütig wäre (was nicht heißt, daß es das nicht geben kann, nur ist es eben sehr unwahrscheinlich) Auch baut ein Ableger in dieser Zeit und den folgenden 21 Tagen, bis zum ersten Arbeiterschlupf derartig an Bienenmasse ab, daß man ihn mindestens kontinuierlich mit Brut versorgen müßte.


    Ganz sicher ist die Chance die Königin einzubüßen jedenfalls höher, wenn man versucht sie am ausfliegen zu hindern, als wenn man sie jetzt ausfliegen läßt.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Hallo Henry!
    Meine Aussage bezog sich wie durch das Zitat erkennbar nur auf eine bestimmte Aussage.
    Rein biologisch gesehen sind Königinnen etwa 5 Wochen paarungsfähig.
    In der Praxis habe ich schon oft erfolgreiche Begattungen der Königinnen erlebt, wenn sie aufgrund von schlechtem Wetter längere Zeit nicht ausfliegen konnten.
    Auf den Tag genau kann ich nicht sagen nach wie langer Zeit, da ich mir so etwas nicht so genau merke. Drei Wochen nach dem Schlüpfen halte ich aber für absolut realistisch.
    Bei mir werden die Königinnen aber in der Regel in Brutablegern zur Begattung aufgestellt und dadurch im Gegensatz zum EWK optimal von ausreichend vielen Jungbienen versorgt.


    Wenn sie ausfliegen und nicht genügend fruchtbare Drohnen finden, was im April oft der Fall sein kann, gehen sie oft relativ normal in Eilage und legen aber zunehmend unbefruchtete Eier.
    Ich würde sie aber nicht am ausfliegen hindern, sondern die Königinnen nachher genau beobachten und gegebenenfalls später durch andere ersetzen.
    Viele Grüße, Hermann

  • Moin Hermann,


    Du näherst Dich an Sabi(e)nes Worte an. Drei Wochen nach dem Schlüpfen sind also (21- die 5 Tage bis zur Brunft) nur noch 16 Begattungs-Tage. Und selbst da kann ich nur geradeso noch mitgehen. Es wird mir wohl kaum einer widersprechen, daß Königinnen die drei Wochen nach dem Schlupf noch keine Eier legen und man also vier Wochen nach dem Schlupf noch keine verdeckelte Arbeiterbrut hat, irgendwie faul, im Sinne von verdächtig oder minderwertig sind.


    Meine ganz normal ablaufende Vermehrung betrachte ich als gescheitert, wenn zwei Wochen nach Schlupf keine Eier gelegt werden. Legt die Königin später doch noch, weiß man nie warum und ob's bloß Drohnen werden. :wink:

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder