Honigerzeugergemeinschaften

  • Hallo zusammen,
    da meine Bienen im letzten Jahr sehr fleißig waren,habe ich nun div.Honig,den ich warscheinlich nicht so schnell losbekomme.
    Aus diesem Grund habe ich mir überlegt,einen Teil davon "günstig" abzugeben.
    Nun zu meinen Fragen:
    Was ist von Honigerzeugergemeinschaften zu halten?
    Was bezahlen die so?
    Wie läuft das ab?
    Welche Honigerzeugergemeinschaft wäre zu empfehlen?
    Wer schon gute oder schlechte Erfahrungen gesammelt hat,könnte mir vielleicht mit seinem Rat behilflich sein.
    Würde mich über div. Antworten freuen!

  • Hallo, Sven,
    ich hab jetzt ne Zeitlang in alten Beiträgen gesucht, aber den, den ich meine, nicht wiedergefunden.
    Da hatte jemand der Erzeugergemeinschaft M* etliche Kilos für 2,20 Öro verkauft.
    Nach 6 Wochen kam ein Schrieb, daß der Honig den qualitativen Anforderungen leider nicht entsprochen habe, und sie jetzt nur noch 1,60 Öro zahlen würden.
    Eine Rückforderung des Honigs blieb fruchtlos, weil "längst verarbeitet"....


    Wenn du ihn hier oder in den Imkerzeitungen als "von Imker zu Imker" anbietest, solltest du wenigstens fürs Kilo soviel kriegen, wie du sonst für 500g bekommst.


    Hast du eine Rückstandsanalyse, auch mehr.

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Moin Sven,


    Honig wird nicht schlecht! Allerdings wird es Dir sicher, wenn Du die tatsächlichen netto-Kasse Preise der Aufkäufer siehst. Die stellen Deinen Honig direkt in die Konkurenz zu Chinahonig oder Kesselwagenware aus Mittelamerika oder Kleehonig aus Kanada. Und die Aufkäufer bescheißen. Es ist sogar so, daß die Analyse die zur Honigabwertung führt nicht mal verfügbar gemacht wird. Es heißt schwammig, daß der Honig nicht den Qualitätsanforderungen genüge. Das machen die deshalb, weil es ja sein könnte, daß der Verkäufer einfach zu prüfende Kriterien schon selbst hat prüfen lassen oder ein Glas der selben Charge beim DIB zur Honigprüfung ist. Wenn man dann nicht weiß, wo das Problem angeblich war, kann man auch keine Gegenanalyse vorlegen.


    Ich empfehle Dir: Such den Kontakt zu einem Honigverarbeiter, zum Beipiel Honigbier- oder Metbereiter. Die freuen sich immer über guten Honig und liefern im Gegenzug Honigbier oder Met oder was auch immer zur Sortimentsverbreiterung.


    Jedenfalls kann es nicht im Sinne des Erfinders sein, daß wir Imker wegen zu hoher Vergleichspreise unseren Honig nicht los bekommen und deshalb billig an Aufkäufer abgeben, die ihn dann billiger als unseren Honig ins Regal stellen und wir dann im nächsten Jahr unseren Honig wieder nicht los bekommen und wieder an die Aufkäufer abgeben müssen. Schließlich machen wir ja damit auch immer unserem Nachbarimker, der nicht an die Aufkäufer abgibt, Konkurenz, obwohl wir mit ihm im selben Verein sitzen und dort über ein zu niedriges Preisniveau streiten.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Hallo


    mich treibt das Thema der Erzeugergemeinschaften ebenfalls um. Wäre doch eine verlockende Angelegenheit den Überschuß ins 300kg Fass und fort damit. Zumal das vermarkten je mehr Arbeit únd weniger Spaß macht als dass árbeiten mit den Bienen.
    Ist hier kein Mitglíed der HEG Süddeutsche Erzeugergemeinschaft???
    Würde mich über einen Austausch freuen.



    Grüsse max

    Ich mag keine Signaturen mit ach so Schlauen Sprüchen.

  • Hallo Max.
    Hättest Du die Adresse von HEG ?
    und: wie und wo finde ich weitere Erzeugergmeinschaften ?
    Danke. In diesem Sinne Pedro.

    In diesem Sinne. Pedro.
    (aus dem sonnigen Spanien)