Futterverbrauch kurz vor der Kirschblüte

  • Hallo!


    Ich habe am 17.4. meine Völker durchgesehen. Die Ableger vom Vorjahr haben sehr viel Brut, aber etwas wenig Futter. Ich habe im Herbst wahrschienlich zuwenig gefüttert, da die Ableger noch sehr viel vom Futter verbrütet haben. Sie sind jetzt stärker als das gut eingefütterte dritte Volk, aber eben knapp mit Futter.
    Ich habe dem dritten Volk mit mehr Futter eine Wabe entnommen und einem Ableger zugehängt. Mehr traute ich mich nicht wegnehmen, da es auch schon fleißig baut und auch viel Brut angesetzt hat. Das andere Volk (hat auf 8 Zanderwaben Brut, bis auf die hinteren 5 cm voll, davon viel verdeckelt), habe ich gefüttert, vorerst einmal mit 0,7 l Zuckerwasser 1:1. Die Kirsche ist voll in den Startlöchern. Nur das Wetter könnte nicht mitspielen. Es ist wieder Regen angesagt.
    Wieviel Honig verbraucht ein solches Volk (Pollen hat es genug), im Durchschnitt an einem Tag. Ich möchte nicht dass es mir kurz vor der Kirschblüte verhungert.


    Bin für Euren Rat dankbar!


    Andreas

  • Das ist in der Tat eine kritische Phase für deinen Ableger. Wenn ich das richtig verstanden habe, hast du keine Futterwaben in Reserve, die du noch zuhängen könntest. Wieviel Futter hat denn dein Ausgangsvolk?


    Außerdem scheint Platzmangel zu herrschen. 8 verdeckelte Brutwaben, wo legt denn dann die Königin ihre Eier ab? Sitzt denn der Ableger auf einer oder auf zwei Zargen? Hast du noch Honig aus dem vergangenen Jahr? Wenn ja, dann füttere mit diesem.


    Ich würde in deiner Situation dem Volk Raum geben! Bedenke, dass bis zu 4000 Bienen aus einer Zanderwabe schlüpfen können, und das in drei Tagen. Diese Bienen wollen etwas zu tun haben, z.B. Brutpflege und auch Bauen, sonst kommt schnell Schwarmstimmung auf. Eine zweite Zarge aufsetzen: 4 ausgebaute Waben, falls vorhanden, in die Mitte - davon eine volle Futterwabe, die bei gutem Wetter mit Tracht schnell an den Rand verschoben werdfen kann, 5 MW und einen Drohnenbaurahmen. Solltest du keine Futterwaben und auch keinen Honig haben, mußt du wohl Zuckerwasser geben oder dir aus dem Fachhandel Zuckerteig besorgen. Den kannst du auf die Rähmchen legen.


    Viele Grüße
    Christoph

  • Hallo Andreas,


    wie viel Futter, Futterwaben haben die Völker denn, wenn du 10er Zander hast und 8 Waben Brut drin ist dann sind 2 Waben Futter/Pollen, naja ist zwar nicht viel aber, so schnell verhungern die nicht.
    Wenn du eigenen Honig hast füttern den am besten.
    Wenn so viel Brut in den Völkern ist rate ich dir dringend zu erweitern, egal ob schlechtes oder gutes Wetter, du setzt die neue Zarge gleich mit Futterwaben auf, dann haben die Bienen gleich genug Futter und du brauchst dir keine Sorgen zu machen und auch nicht wegen möglich Futter im Honig, die Bienen gehen nur an die Futterwaben wenn nichts mehr rein kommt und kein Futter in Brutnestnähe ist.
    Hast du keine Futterwaben besorge dir von einen Imker in deiner Nähe, den man vertrauen kann. Wenn du Zucker fütterst ist die Gefahr weit aus größer das der in den Honig kommt.
    Der Futterverbrauch ist Moment sehr hoch, kommt auf das Volk auch an.

  • Hallo!


    Danke für die schnellen Antworten! Meine Völker sitzen schon auf 2 Zargen. Die Brut hat die Fläche von ca. 8 Waben aber ist auf mehr Waben verteilt (ca.12.), im oberen Raum aber nicht über die ganzen Waben verteilt. Sie hatten nur ganz geringe Futterkränze und keine wirklichen Futterwaben mehr. Die Deckwaben sind überhaupt fast zur Gänze leer.
    Da ich letztes Jahr erst ein Volk für die Honigernte hatte, diese ist zwar für das Volk erfreulich gewesen, aber alle meine Arbeitskollegen wollten Honig, so war ich schnell ausverkauft und habe jetzt keine Futterwaben und keinen Honig.
    Bei dem Wetter hier, kühl (bis 14 Grad) und immer wieder Regen, traue ich mir jetzt die Völker auch nicht öffnen - ich werde wohl in kleinen Gaben füttern, bis der Wetterbericht wieder besser wird. Platz zum Einlagern und zum Legen ist ja da!
    Und wenn das Wetter besser wird, werde ich die Honigräume aufsetzten damit kein Platzmangel entsteht.
    Damit es zu keiner Honigverfälschung kommt, möchte ich nicht zuviel füttern aber auch nicht zu wenig (Brutstopp oder im schlimmsten Fall Hungertod), deswegen wollte ich wissen was ich so ca. am Tag füttern kann. Eventuell werde ich beim Aufsetzen, wenn dann wirklich wirklich zuviel Futter im Kasten ist, Futterwaben gegen Mittelwände tauschen und die Futterwaben für Ableger aufheben. Wenn nicht soviel Futter vorhanden ist, wird die Gefahr einer Honigverfälschung ja nicht so groß sein, oder?
    lg
    Andreas

  • Hallo Andreas,


    das hört sich erst mal nicht gut an das, sehr wenig Futter vorhanden ist, das die Randwaben leer sind ist sehr schlecht, ich rate dir besorge dir am besten Futterwaben, wenn es nicht anders geht musst du leider Zucker füttern, min mal 3 kg am besten 3:2, 3kg Zucker und 2 Liter Wasser.
    1:1 Lösung ist für so was zu dünn, weil das eine Reizlösung ist und für Vorratsauffüllung ungeeignet ist, daher nimmt man am besten 3:2 Lösung.
    Die Randwaben sollten schon genug Futter enthalten, wenn die Bienen nicht genug Futter auf längere Sicht haben stellt die Königin, nach einer gewissen Zeit die Eilage und das Volk kann verhungern.
    Futterwaben sind die bessere Lösung, weil kein Futter in den Honig gelangt, mit der Zuckerfütterung ist das nicht ausgeschlossen, ich rate dir besorge dir besser Futterwaben von eine Imkerkollegen.

  • Hallo!


    Danke für die Antworten! Wir hatten hier in letzter Zeit sogar unter 10 Grad und meistens Regen. Ich wollte das Volk daher nicht öffnen und habe deswegen mit Zuckerwasser gefüttert. Heute haben die ersten Kirschbäume bei uns zu blühen begonnen. Wenn das Wetter nicht wieder viel schlechter wird, ist das Volk hoffentlich über dem Berg. Futterwaben kann ich von meinem Imkerpaten bekommen. Bei der nächsten Nachschau werde ich welche mitnehmen und wenn notwendig einhängen.


    lg
    Andreas