• Hallo !


    Ich habe mir heute den Platz angeschaut der mir von der Gemeinde zur Völkersaufstellung angeboten wird.
    Leider läuft in ca 50-100 Meter Entfernug ein kleiner Wanderweg vorbei.
    Sichtschutz zum Aufstellungsort gibt es leider kaum.
    Seht Ihr da Probleme mit Randalierern ?
    Der Platz ist ca 1 Kilometer ausserorts.


    Grüssle
    Lagerfeuer1971

    Grüssle aus dem Nordschwarzwald


    Lagerfeuer1971

  • Hallo Lagerfeuer1971
    frag doch bei der Gemeinde nach, ob Du den Platz einzäunen oder
    umpflanzen kannst. Das würde ein Randalieren erschweren.
    Zudem könntest Du bei einer Umpflanzung viel zur Bienenweideverbesserung beitragen.
    Das würde ich gegenüber der Gemeinde als erstes Argument nennen.
    Zudem könntest Du noch behaupten, es wäre besser, wenn zwischen
    Bienenstand und Wanderweg eine Anpflanzung aus "Sicherheitsgründen"
    vorhanden ist. Und wenn es der Gemeinde nichts kostet, hat diese bestimmt nichts dagegen.
    Viele Grüße
    Lothar

    Solange Menschen denken, das Tiere nichts fühlen,
    müssen Tiere fühlen, das Menschen nicht denken.

  • Hallo Lagerfeuer,


    50-100 m ist schon ausreichend, ich denke da dürfste es keine Probleme geben, ich hatte bis jetzt eigentlich wenig Probleme mit Schäden durch Personen.
    Ein einziges mal war ein Kasten umgeworfen und der Boden zerbrochen, das ist aber schon einige Jahre her, war bei eine Rapswanderung.

  • Hallo Lagerfeuer,


    mein Hauptstand ist ca. 30m von einem viel begangenen Wanderweg entfernt. Irgendwelche Probleme mit Randale oder gestochenen Wanderern gab es in 10 Jahren nicht.
    Im Gegenteil, immer mal wieder steht plötzlich ein Interessierter neben dir und fragt dich über Bienen aus!

    Grüße an alle


    Michael



    -Denken ist wie googeln. Nur krasser-

  • Moin Lagerfeuer,


    meine Bienen stehen hinter einer im Winter sehr durchsichtigen Weißdornhecke direkt an einem Wanderweg. Jetzt im Frühjahr kann man durch die Hecke direkt in die Fluglöcher einiger Beuten sehen. Später im Jahr wird die Hecke grün und dicht, aber die Kisten dahinter sieht man noch immer. Es ist wie Michael schon schreibt. Manchmal beobachten mich die Wanderer durch die Hecke und sprechen mich plötzlich an. (Das ist manchmal erschrecklich, weil man die Wanderer beim Gesumme und Gebrumme einer Honigernte nicht kommen hört) Manchmal mach ich aber auch durch die Hecke kleine Imkerkurse. :wink:


    Jedenfalls kommt man so sehr gut mit seinen Kunden in Kontakt und im Winter achten die Wanderer und Spazierer sogar darauf, daß am Stand alles in Ordnung ist. Manchmal rufen die mich sogar an, wenn ich an einer Beute den Drahtbügel vergessen hab' (oder eben nicht dran, weil der an einer Futterzarge nicht paßt :wink: ) Probleme gab es bislang immer nur in abgelegenen Lichtungen oder auf Wiesenecken, die man nicht so einfach einsehen kann. Der Randalierer will nicht gesehen werden, wenn er Blödsinn macht und auch Kinder (die Hauptfeinde frei aufgestellter Bienenwagen :evil: ) haben noch (ganz wenig) Respekt vor anderen, die plötzlich vorbeiwandern. Erwischt werden ist jedenfalls irgendwie uncool.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Hallo zusammen,


    wie mir scheint, habt ihr weniger schlechte Erfahrungen mit der Aufstellung im Gelände. Wie ist es neben Randalierern mit Dieben? Wie sehr muß ich mir da nen Kopf machen, wenn ich ein paar Völker in einem abgelegenen kleinen Waldstück aufstellen möchte? Ich habe schon überlegt, ein Stück einzuzäunen. Aber ich kann mir nicht vorstellen, dass das jemanden von bösen Absichten abhalten kann. Okay, wer sollte sowas schon (vorsätzlich) machen ?! Vielleicht kann man ja ein besonders aggressives Volk als "Wachhund" mit auf den Standplatz bringen :lol:


    Was habt ihr da für Erfahrungen gemacht ?


    Gruß


    Mike

  • Hallo JungimkerMike
    Du mußt dir da gar keinen "Kopf" machen, sondern einfach anwandern. Was du zur Sicherheit der Wanderer tun kannst, tu das. Wer an die Völker will, der tut das auch. Also zu beider Sicherheit nicht direkt in offenem Gelände. Der "Stecher" ärgert aber auch dich jedesmal :wink: .
    Ich dreh immer ein Volk in der Reihe um, denn die Angreifer kommen meißt von hinten :o

    Das Leben sollte keine Reise sein, mit dem Ziel,attraktiv und mit einem gut erhaltenen Körper an unserem Grab anzukommen.
    Wir sollten lieber seitlich hineinrutschen, Schokolade in einer Hand,Eis in der anderen, unser Körper total verbraucht und schreiend
    "Wow, was für eine Fahrt!"....

  • Moin Mike,


    was Du meinst sind sogenannte "Eckvölker". Die gehören auf Bienenwagen an die Türecken und werden immer als allerletztes bearbeitet. Eckvölker wirken vielleicht gegen Randalierer und Diebe aber nicht gegen Imker. Wenn Imker etwas gegen Deine Bienen haben, dann wissen die ja was auf sie zu kommt und kommen selbst vermummt und mit Bauschaum. :evil:


    Aggressive Völker und gerade solche mit Verfolgungswahn sollte man bei Freiaufstellung wirklich nicht halten. Im Bienenwagen oder -häusern kann man selbst ja noch Schutz finden. Aber im offenen Gelände?


    Auch im Bienenhaus, wenn es denn abgelegen ist, können Eckvölker sinnvoll sein. Doch muß man bedenken, daß dann Basiszucht fehl schlägt und Killerbienen auch nur angreifen und verteidigen, wenn sie denn überhaupt fliegen. Um ein halbes Jahr zweifelhaften Schutz zu haben würde ich mich nicht mehr ein ganzes mit einem (und dann bald mehreren) Stecher rumquälen.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Hallo Henry
    Du hast ein heisses Thema für mich angesprochen.
    Stecher machen wirklich keinen Sinn, denn damit werden nur normale Besucher verärgert.
    Gegen Imker kann man leider nichts unternehmen. Mir wurde diesen Winter Völker abgeschwefelt, Königinnen entfernt und ein Stand mit 30 Völkern wurde von sogenannten Vandalen zerstört.
    Komischer weise wurden nur die Völker so getroffen, welche mir mein Kollege welcher mit der Imkerei aufhört im Dezember übergab. Wegen der kalten Temperaturen konnte ich anschliessend nicht aus diesem Gebiet abwandern.
    Mein Fazit:
    Imker untereinander sind die Schlimmsten und der Rassenkrieg findet auch auf der Insel Schweiz statt.
    Mit freundlichem Gruss
    Hugo

  • Danke an Alle für die Tipps !
    Einzäunen und umpflanzen ist leider nicht möglich da der Platz im Naturschutzgebiet liegt.Ich habe gerade noch die Erlaubnis bekommen ihn mit dem PKW anfahren zu dürfen.
    Ich probiers mal aus und wenn`s daneben geht lass ich es euch wissen ...

    Grüssle aus dem Nordschwarzwald


    Lagerfeuer1971