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    Hallo, manne,


    zu meinem "Geträller" stehe ich nach wie vor!
    Es funktioniert nämlich.


    Und im Zusammenhang mit kleinen Zellen kann ich nur jemanden ernstnehmen, der es selbst ausprobiert.
    Man kann nicht über etwas reden, was man nicht kennt.


    Jeder, der es versuchen will, bekommt von mir und auch anderen jede erdenkliche Hilfestellung.
    Wir haben unsere Fehler dabei schon hinter uns, die müssen andere nicht wiederholen.


    Außerdem, was ist falsch daran, Fehler zuzugeben?


    Leute, die immer alles richtig und perfekt machen, sind mir unheimlich...

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Ich will Eingangs erwähnen, das ich nichts gegen deine Ausführungen hier habe, im Gegenteil. Es ist eben das Schöne in einer Demokratie, dass jeder seine eigene Denkweise hat und auch ausleben kann, falls es nicht unter die Gürtellinie geht und das tat es in meinen Beiträen meiner Ansicht nach nicht.


    Unsere Standpunkte weichen hier eben weit voneinander ab, vielleicht habe ich da auch eine andere Einstellung zu diesen Dingen, die beim Johannes sogar ein "Meine Güte Xaver" hervorrufen und hoffentlich keinen Umfaller vom Stuhl hervorgerufen haben.


    Destotrotz möchte ich nochmal meine Standpunkte darstellen.


    1. Liebt ein Amiimker seine Bienen, wenn er sie ständig im Land herumkutschiert und in diesen "giftverspritzten" Obstplantagen seine Lieblingen ihren "Job" machen lässt. Das macht doch der Großteil unserer dt. Berufsimker auch nicht, um hier Vergleiche anzustellen. In der deutschen Landwirtschaft geht man sogar soweit, dass der Transport zum Schlachthaus so stressfrei wie möglich ausgeführt werden muss. Wo kommen da die Verluste her? Uns deutschen Imkern wird geraten bei lang andauernden Waldtrachten mit den Bienen abzuwandern um deren Wohl.


    2. Liebt er seine Bienen mit einer Betriebsweise, wo der größte Teil der Völker stirbt, siehe Lusby oder kannst du mir Namen solcher dt. Imker nennen.


    3. Ist der Imker wirklich so auf die Umwelt bedacht wie hier.


    4. Brauchen wir amerikanische Imker hier als Vorbilder in Deutschland.


    Ich behaupte nach wie vor, dass unsere Imkerei in Deutschland nichts von den Amis lernen kann. Ich kann am meisten von Imkern lernen, die hier erfolgreich imkern. Auch von den benachbarten Österreichern und Schweizern kann man einiges auch in unsere Imkerei miteinfließen lassen. Ich kann so imkern wie ein Östereicher, aber kann ich hier so wie ein Amerikaner imkern? Ich konnte von Amiimkern noch nichts in meine Imkerei einbauen. Natürlich sehe ich mir bzw. lese ich gerne Berichte aus aller Welt über die jeweilige Imkerei.


    Mein ursprünglicher Beitrag war nur ein Hinweis auf deine Zitirung amerikanischer Imkereipropheten, die uns meines Erachtens in unserer Imkerei in Deutschland keinen Schritt weiterbringen, von wegen hier einem jungen Imker helfen, dessen Betriebsweise zu amerkanisieren um einen erfolgreichen aus ihm machen zu können, der jedes Jahr seine Völker gut auswintert.


    Deshalb lese ich deine Beiträge über die Amerikaner genauso gern, nur finde ich immer, es bringt uns hier nicht weiter.


    Das waren meine ehrlichen Ursprungsgedancken, die aber leider jetzt in alle Richtungen verzerrt werden.



  • Hallo, Xare,


    ja, wir sind sehr verschiedener Meinung, aber wir können beide damit leben, ohne uns den Schädel einzuschlagen.


    Ich möchte nur noch mal kurz auf die Lusbys eingehen.
    Wenn du schon 900 von 1500 Völkern durch Varroa verloren hast, aber dich hartnäckig weigerst, zu Chemie zu greifen, eben weil du BioImker bist, und dann eine Betriebsweise findest, die dir überhaupt eine Chance bietet, das weiter ohne Chemie zu machen, was würdest du denn dann tun?
    Durch die hohen Verluste vor der Umstellung waren wahrscheinlich sowieso nur Völker übriggeblieben, die so grade eben noch mit den Milben klarkamen, deshalb waren ihre Verluste in der Umstellung noch relativ gering.
    Die hohe Quote von bis zu 75% bei anderen, die von chemischen Behandlungsmitteln in einem Rutsch auf kleine Zellen umstellten, kommt meiner Meinung nach daher, daß durch die Behandlungen gar nicht erkennbar ist, welche Völker besser oder schlechter mit den Milben klarkommen.
    Die Empfindlichkeit der Bienen mag durchaus sehr verschieden ausgeprägt sein, egal durch welche Eigenschaften.
    Ich konnte jetzt zum wiederholten Mal bei den KS feststellen, daß Völker, die spätestens die zweite Wabe fehlerfrei ausbauen, auch überleben werden.
    (Was in diesem Fall alle waren)
    Beim ersten Mal waren welche dabei, die auch in der dritten Wabe noch schwere Fehler hatten, das sind die potentiellen Todeskandidaten, wenn man sie auf 4,9ern läßt.
    Die brauchen unbedingt den Zwischenschritt mit den 5,1ern, dann schaffen sie es aber auch.
    Was ich noch nicht gemacht habe, ist der Versuch, einen KS, der es nicht kann, auf ausgebaute kleine Zellen zu setzen und zu sehen, was dann passiert...



    Ich bleibe auf jeden Fall bei der behandlungsfreien Betriebsweise; inwieweit sich das noch verfeinern läßt, wird man sehen...

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • sabi(e)ne schrieb:


    ja, wir sind sehr verschiedener Meinung, aber wir können beide damit leben, ohne uns den Schädel einzuschlagen.


    Natürlich, wir sind Imker und der Umgang mit der Natur gebietet Achtung vor der Kreatur und natürlich als erstes vor dem Menschen. Ich kann gut mit deiner Meinung leben und wünsche es dir, dass du das erfolgreich durchziehst und ich zugeben muss, mich geirrt zu haben.
    Wir haben hier eben hier gegensätzliche Anschauungen, die ich aber als durchaus normal empfinde in der Imkerei!


    sabi(e)ne schrieb:

    Ich bleibe auf jeden Fall bei der behandlungsfreien Betriebsweise; inwieweit sich das noch verfeinern läßt, wird man sehen...


    Ich habe mir eine medikamentenfreie Imkerei, so naturnah wie möglich als oberstes Gebot auferlegt, wobei ich aber immer noch nicht auf die sogenannte sanfte Chemie verzichten möchte. Natürlich würde es mir am meisten Spass machen ohne Behandeln auskommen zu können, was auch aus meiner jetztigen Sicht - und Erfahrungsweise ginge, aber die Umstände um dies durchzuführen, dazu ist meine Zeit zu kostbar, deshalb vielleicht auch mein Hang zur sanften Chemie, wie man das so schön nennt.

  • Hallo alle Miteinander,


    Nein, Sabiene egoistisch ist mein Imkervater nicht, er hat mir doch alles gegeben und es wäre ihm nie in den Kopf gekommen irgendein Geheimnis irgendwo mit hinzunehmen.
    Es hat ihn nur niemand gefragt, umso gefragter waren seine Drohnenvölker auf den Inseln und Belegstellen.
    Nun ich habe auch gedacht der Alte spinnt, als er mich den ersten Tag inmitten von zwanzig Völkern sitzen ließ und mich abends fragte was ich gespürt habe, na ne Sch…angst hatte ich, Damals.
    So habe ich gelernt Bienen zu lesen, ich mache es heute noch und sie erzählen immer wieder was Neues.
    Mein Imkervater hat mir nie gesagt „ das musst du tun“ oder mir eine Betriebsweise angedreht, ich habe zwar viele seiner Gerätschaften übernommen weil ich glaubte damit so gut zu werden wie er.
    Ich wollte ihm auch meine Dankbarkeit zeigen.
    Selbst wenn ich Heute noch komm und ihm was Neues vorstelle sagte er mir „was fragst du mich, du willst doch nicht mit mir imkern, was sagen deine Bienen?“ und dann sitz ich wieder auf der Bank.
    Liebe Sabiene dieser Egoist, oder einige Andere sagten schon vor Jahren alte Spinner, ist inzwischen fast neunzig, war einer der ersten Magazinimker in S-H, fast gehörlos, versteht aber immer noch alles was ihm die Bienen erzählen.
    Ich möchte aus Achtung für ihn, seine sonstigen Aussagen über Bienen, Imker und Imkerei hier nicht ausführen um ihn nicht der Lächerlichkeit preiszugeben.
    Es täte uns Allen vielleicht mal ganz gut nicht alles mit wissenschaftlichen Grundlagenforschungen darzustellen, was sich unserer Vernunft nicht sofort erschließt.
    Es ist bestimmt auch einmal wert über den großen Teich zu schauen, ich lass mich auch mal von den Amischen inspirieren, aber die haben auch die Kämpfe wie die Bio und Demeterimker hier.
    Ich persönlich kann der Betriebsweise der amerikanischen Imker nichts abgewinnen wie sie auch immer heißen mögen, und die Völkerzahl der Hobbyimker bewegt sich weit unter fünf Prozent, also für uns hier gar nicht relevant.
    Was also sollte ich lernen?
    Du hast mir im letzten Jahr auch geschrieben das du dir zwanzig Ableger kaufen wolltest, so verwundert es mich das du nur noch acht Völker auswinterst, du hast deine Bienen den kleinen Zellen geopfert?


    Zum Schluss auch noch einen netten Spruch von Billy Wilder;
    Amerikaner macht es misstrauisch, wenn man nicht einer von ihnen werden will-
    Im Gegensatz zu den Europäern und den meisten anderen Völkern, die es gerade misstrauisch macht, wenn man zu ihnen gehören möchte.


    Ich wünsche viele gesunde Bienen.


    Margret

  • Hallo Sabine,
    ärgere dich nicht, trällere einfach weiter.
    Mir ist Dein Geträller tausendmal lieber als dieses Wischiwaschi bla bla von einigen anderen hier im Forum



    Typisch für einen Vertreter seiner Art :evil:
    Nach wenigen Sätzen geht denen die Luft aus und sie brechen mit einer hilflosen Floskel das Gespräch ab,
    weil sie selber nicht genau wissen was sie eigentlich sagen wollten.
    Aber schnell findet sich ja eine neue Baustelle auf der man weitermachen kann.
    Ein Blick ins Profil und "alle Beiträge zeigen" gibt da schnell Auskunft.


    Selbstverständlich macht man Fehler und wenn sie erkannt werden ist es nicht nur richtig sondern auch notwendig seine Meinung zu ändern.
    Ich kann mich noch sehr gut an einen Disput mit Michael Weiler erinnern. - Schon Jahre her -
    Gegensätzlicher konnten Meinungen wohl kaum sein. Das hat sich zum Glück geändert, es hat etwas gedauert, aber dann ist der Groschen auch bei mir gefallen.


    Sabine, bleib wie Du bist, ändern sollen sich die anderen…


    Im übrigen ist das Thema mit den kleinen Zellen noch lange nicht durch, dass fängt im Gegenteil erst richtig an.


    --- Harry ---

  • bisy


    Nicht "acht", ALLE!
    Und es sind doch ein paar mehr :wink:


    Ein paar Sachen machen wir beide gleich, denke ich.
    Komme ich auf einen Stand, stehe ich erst mal 5 Minuten da, rauche mir eine und versuche mich "einzustimmen", so albern sich das anhören mag.
    Sozusagen alle Empfangskanäle weit aufmachen, und nicht nur sehen, was los ist, sondern auch fühlen.
    Es gibt sehr viel subtilere Signale als das Aufheulen eines weisellosen Volkes.


    Warum schreibst du nicht für deinen Imkervater seine Betriebsweise auf?
    Nicht um damit reich zu werden, sondern um das Wissen nicht verlorengehen zu lassen.
    Ries hat sein Büchlein auch im Selbstverlag herausgebracht, und heute ist es gesuchter denn je...
    Wie soll man von den Erfahrungen anderer Leute profitieren, wenn man keine Chance hat, ihnen jemals zu begegnen, wenn sie es nicht aufschreiben?


    Harry :
    Dankeschön! Wirklich ärgern tu ich mich nicht; mit Xare hatte ich ja schon solche Diskussionen öfters, aber wir leben und lassen leben.
    Ich denke wie du, daß es absolut richtig ist, seine Meinung bei neuen Erkenntnissen unter Umständen zu ändern.
    Vor zehn Jahren hatte ich auch noch eine gänzlich andere Meinung vom Demeterimkern, aber auch bei mir ist der Groschen mittlerweile pfennigweise gefallen.
    Es hat lange gedauert, aber ich denke, mein Weg ist für mich der richtige.


    Und ich gebe dir voll und ganz recht: das Thema kleine Zellen wird noch sehr interessant werden...

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Hallo Sabi(e)ne, hallo Harry,


    Und ich gebe dir voll und ganz recht: das Thema kleine Zellen wird noch sehr interessant werden...
    Ich weiß nicht, aber ich glaube, das Thema "kleine Zellen" ist tot.
    Sollte es das "Forum" in fünf Jahren noch geben, schlage ich vor, wir treffen uns an Palmsonntag 2010 wieder hier.
    Und wenn dann der Durchbruch für die "Kleinen Zellen" da ist, leiste ich öffentlich Abbitte und lade euch beide für ein Wochenende zu uns in Urlaub ein. (Natürlich getrennte Zimmer :wink: )

  • Hallo Sabi(e)ne, hallo Harry,


    Und ich gebe dir voll und ganz recht: das Thema kleine Zellen wird noch sehr interessant werden...
    Ich weiß nicht, aber ich glaube, das Thema "kleine Zellen" ist tot.
    Sollte es das "Forum" in fünf Jahren noch geben, schlage ich vor, wir treffen uns an Palmsonntag 2010 wieder hier.
    Und wenn dann der Durchbruch für die "Kleinen Zellen" da ist, leiste ich öffentlich Abbitte und lade euch beide für ein Wochenende zu uns in Urlaub ein. (Natürlich getrennte Zimmer :wink: )


    Guten Morgen miteinander :-D!


    Heute haben wir jetzt den besagten Palmsonntag. Das Forum gibts noch, sogar in einer tollen neuen Aufmachung!
    Und was wurde aus dem Thema kleine Zellen??
    Mit der öffentlichen Abbitte wird wohl nix, aber vielleicht können sich Harry und Sabi(e)ne für
    Naturbau und somit natürliche small cells auf ein Wochenende bei Michael freuen:wink:!
    Wäre gut dieses Thema wieder mal los zu lassen.


    Viele Grüsse Melli...! Der die kleinen Zellen in seinem Naturbau gesehen hat.

    Die Bienenzucht ist die Poesie der Landwirtschaft. [v. Ehrenfels.]