und noch ´ne Frage

  • Hallo Forum
    Wie Ihr (oder nicht)wisst, setzt man bei mir im Süden keine Honigräume auf. Ich will es jetzt einfach mal so probieren: man nehme eine normale Beute, schneide ein Loch in den Boden, neme den Deckel vom Brutraum ab und setze die ausgeschnittene Beute auf die andere.
    Nun die Frage: würdet Ihr das Flugloch der oberen Beute auf oder zumachen? (meine) Logik sagt mir, aufmachen. Dann haben die Mädels einen kürzeren Weg zu den Honigwaben. Ein Königinnengitter habe ich mir schon besorgt.


    In diesem Sinne. Pedro.

    In diesem Sinne. Pedro.
    (aus dem sonnigen Spanien)

  • Hallo Pedro,


    Beute oben aufsetzen ist in Ordnung, Absperrgitter dazwischen und Flugloch oben zu, wegen der Räuberei.
    Was meinst du wie schnell die anderen Ladys gemerkt haben das da oben ein Selbstbedienungsladen ist.
    Mach ein großes Loch in den Boden!


    Grüße
    Margret

  • Moin Pedro,


    dieses "Zwei-Beuten-übereinander-System" beschreibt Hölzer in der "Brutdistanziereung sehr genau. Allerdings mit großen Postkarten (Freudenstein) :wink:


    Wichtig beim Beutenumbau ist der Abstand zwischen den beiden Beuten. Man muß also den Beuten kein Loch in Dach und Boden schneiden, sondern Dach und Boden müssen ringsum abgesägt werden. Andernfalls bleibt zwischen BR und HR ein so großer Abstand, daß der HR erst nicht angenommen wird und dann mit Waben mit dem BR verbaut. Der Holzer hat dann auch noch mehrere Nuten in die Beuten gefräßt, um praktisch überall AS-Gitter zwischen schieben zu können und den Rähmchenabstand zwischen den Räumen zu verringern, wenn kein Gitter dazwischen liegt.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Moin Pedro nochmal,


    natürlich kein weiteres Flugloch oben! Diese Fluglöcher haben nur und ganz ausschließlich die Funktion über das Gitter geratene oder dort geschlüpfte Drohnen ins Freie zu entlassen. Die Nektarsammlerinnen geben ihren Nektar immer im Brutnest ab und niemals im HR. Erst wenn der dünnflüssige Nektar nicht im BR verfüttert wird und sich keine Made findet, die ihn noch braucht wird er in den HR transportiert bzw. eigentlich um das Brutnest herum abgelegt. Die Sammlereinnen geben ihren Nektar also immer an junge Fütterbienen weiter und starten anschließend sofort wieder. Haben sich jetzt Sammlereinnen auf eine HR Flugloch eingeflogen zum Beispiel auf eine nur eine Biene breite Drohnenflucht, dann werden sie wenn sie beladen zurückkommen regelrecht von den Startenden abgeschossen. Sie fallen dann erst ins Gras und fliegen erneut an usw. Das braucht Zeit und kostet Energie.


    Deshalb braucht man ein Großes unteres Flugloch und vermeidet Drohnen oben oder läßt sie nur zeitweise abfliegen, verschließt das HR Flugloch dann aber immer wieder.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Hallo.
    Ja, wenn es das Forum nicht gäbe. :D 
    Danke für die Beiträge. Ha´wieder was gelernt. Vor allem war mir nicht bewusst (hätte ich vielleicht auch drauf kommen sollen, aber es ist so schön im Forum nachzufragen :wink: ) dass die Sammlerinnen den Nektar ja unten abgeben und sich gleich wieder auf die Reise machen.


    In diesem Sinne . Pedro.

    In diesem Sinne. Pedro.
    (aus dem sonnigen Spanien)

  • Nochmal halloo.
    Also ich habe eine Beute zum Honigraum umgebaut. Wie Ihr mir geraten habt, steht die HR-beute direkt auf den Ramen/Waben der unteren Beute.
    Die spanischen Rähmchen haben - ich sage mal - im Schnitt die Form eines "T". Damit ist der Abstand vorgegeben. Die Konsequenz ist aber,
    dass dadurch kein "Durchgang" nach oben existiert. Da wo Ihr in D.land eine Plastikfolie legt habe ich somit eine geschlossene "Holzfläche".
    Jetzt die Frage: ich nehme an, dass Ihr, wenn Ihr den HRraum aufsetzt, die Folie weglasst und die Bienen durch alle Wabengassen nach oben ziehen können.
    Ich müsste mir also damit helfen, dass ich z.B. rechts und links der Brutwaben (wo dann nur noch Honigwaben kommen) jeweils 1-2 Waben
    rausnehme und so freie "Gassen" nach oben schaffe.
    Hoffentlich ist mir die Beschreibung einigermassen verständlich gelungen.
    Würdet Ihr meiner Idee zustimmen ??


    In diesem Sinne Pedro.

    In diesem Sinne. Pedro.
    (aus dem sonnigen Spanien)

  • Hallo Pedro
    Es gibt nicht nur einen bestimmten Wabenabstand über/unter den Rähmen (Beespace), sondern auch zwischen den Rähmchen. Wenn du die Rähmchen auseinanderziehst, ziehen die Bienen die Futterkränze zu Dickwaben aus. (Meine Meinung) :-? 
    Du mußt ja auch oben die Rähmchen auseinanderziehen, damit eine Wabengasse entsteht. Und spätestens dort hast du dann Dickwaben.

    Das Leben sollte keine Reise sein, mit dem Ziel,attraktiv und mit einem gut erhaltenen Körper an unserem Grab anzukommen.
    Wir sollten lieber seitlich hineinrutschen, Schokolade in einer Hand,Eis in der anderen, unser Körper total verbraucht und schreiend
    "Wow, was für eine Fahrt!"....

  • Moin Pedro,


    mit solchen geschlossenen Oberträgerflächen kannst Du das Thema vergessen. Wenn Du eine Wabengasse in der Mitte frei läßt, dann bauen sie Dir eine lange Wabe bis ganz runter und dann kommst Du an dieser Wabe nicht mehr vorbei. Oben kannst Du sie nicht rausnehmen, weil sie ja durchhängt und unten nicht , weil sie ja oben gelagert ist. Wenn Du ein Absperrgitter einlegst, was ja zu empfehlen wäre, dann hängen sie Dir in den Zwischenraum bzw. die als Durchgang gelassene Wabenlücke eine Wildbauwabe ans Absperrgitter. Und wenn es mit der Durchgangslücke doch irgendwie gelingt, Bienen nach oben zu locken, dann wird dort oben auch kein schöner HR angelegt, weil die Luftzirkulation zum Honigtrocknen nicht gewährleistet ist. Ein ähnliches Problem gibt es ja auch bei zu kleinen Absperrgittern in Hinterbehandlungsbeuten.


    Du wirst Deine Rähmchen modifizieren müssen, damit durchgehende Wabengassen entstehen.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Hallo. Ja, Eure Aussagen habe ich schon befürchtet . :( 
    Ich habe also die Rämchen "modifiziert", sodass die durchgehende Holzfläche jetzt durchbrochen ist, der Abstand zwischen den Ramen jedoch eingehalten wird.
    Jetzt habe ich -hoffentlich - noch eine letzte Frage zu meinem Experiment.
    In der Beute, auf die ich den HR aufsetzten will sind die Rahmen natürlich noch nicht modifiziert. Ich denke - schlau wie ich sein will :wink: -
    ich ziehe aus dem BR einige Honigwaben und ersetze diese durch meine modifizierten. Damit habe ich - wenn auch nicht zwischen allen Rähmchen - Gassen geschaffen. Nun zur Frage: da es sich nicht lohnt für die paar Waben die Schleuder einzumatschen, will ich die einfach in den HR hängen. Seht ihr da ein Problem ??


    In diesem Sinne . Pedro.

    In diesem Sinne. Pedro.
    (aus dem sonnigen Spanien)