Minivölker für die Königin

  • Hallo Zusammen,


    wir wollen dieses Jahr einen neuen Versuch starten, Königinnen zu züchten. Wir haben uns gedacht, daß wir die Königinnen dann in kleinen Völkern mit je zwei Zanderwaben begatten lassen und solange legen lassen, bis die Zeit für die Kunstschwärme gekommen ist.


    Habt Ihr Erfahrungen mit solch kleinen Völkern? Wäre es auch möglich, ein solch kleines Volk zu überwintern, um eine "Reservekönigin" zu haben?


    Viele Grüße,


    Effendi

  • Hallo,


    als Begattungsableger ist ein Zweiwabenableger noch ausreichend.
    Zumindest aber dann, wenn die Königin aktiv mit dem bestiften anfängt werden zwei Waben sehr bald zu eng. Für die Überwinterung ist so ein kleines Völkchen ungeeignet . Am besten einen Reserveableger auf eine Zarge überwintern lassen. Dieses Volk kann dann nach der Überwinterung z.B. mit einem andern Volk (ohne Königin) vereint werden.


    Gruß
    Stefan

  • Hi Effendi !


    Mach wenigstens 3-Waben-Ableger. Die 3. Wabe kann ja eine Leerwabe sein. Das ist wegen der Wärmeregulation besser, weil sie dann wenigstens eine Mittelwabe mit zwei Wabengassen haben.


    lg
    Stefan

  • Hallo Effendi,
    Mich habe gelernt ein Volk muss zum überwintern mindestens 5 DN Waben haben. Natürlich auch genügend Zeithaben so ein Wabenblock zu besetzen mit Winterbienen. Also Bienen die nach Ende Juli geschlüpft sind!
    Gruß Matthias Asmussen

  • Hallo Effendi,


    ich mache das schon Jahrelang, relativ kleine Völker mit jungen Königinnen zu überwintern!


    Allerdings hab ich Dadant! und weil dort die Wabe höher ist und es so einen längeren Zehrweg gibt, man so auch genügend Futter unter bringen kann!


    Die Sache mit den 3 Waben ist im Grunde schon richtig aber kein Muß!


    Was man unbedingt beachten sollte, ist, daß man im Frühjahr diese kleinen Völker mittels Schied soweit ein engt, daß nur noch der Raum zur Verfügung steht, den die Bienen auch tatsächlich in anspruch nehmen!


    Das kann dann schon vorkommen, daß dann nur noch eine Wabe gebraucht wird. Und das funktioniert dann auch noch, aber wie gesagt nur mit jungen unverbrauchten Königinnen!


    und ganz wichtig! das Flugloch darf auch nur Daumen Größe haben, damit diese kleinen Völker nicht von den stärkeren ausgeräubert werden, was besonders im Frühjahr gerne der Fall ist!


    hab gestern bei ca. 4°C einige solcher kleinen Völker nach gesehen, weil ich etwas Bauchweh hatte wegen der Futtervorräte!


    aber es ist noch genug Futter da! :D:D:D 
    der Verbrauch war offensichtlich viel weniger als ich gedacht habe bei dieser Sau-Kälte! :P


    aber lieber jetzt so kalt als bei der Obstblüte


    Grüßle

    geht´s den Bienen gut, geht´s der Umwelt gut!

  • Zitat

    Die Sache mit den 3 Waben ist im Grunde schon richtig aber kein Muß!


    ..meine langjährigen Erfahrungen sagen: bei DNM mindestens 5 Waben. Besser sind aber 7.
    Einheiten unter 5 Waben (auch wenn diese Waben Ende Oktober voller Futter sind) verhungern spätestens Ende Februar.
    Kleinere Volkseinheiten brauchen nun mal relativ mehr Futter, um durch den Winter zu kommen.



    Das Wetter jetzt ist für die Bienen gerade richtig. Sie haben relativ wenig Brut und dehnen das Brutnest auch nicht aus, solange es so kalt ist. Die Pflegebienen werden geschont (Belastung des Darmes) und die Zehrung ist gering.
    Nach so einem Winter gibt es i.d.R. eine sehr gute Frühjahrsentwicklung mit viel Honig. Ich hoffe, Bienen und Wetter wissen das auch.... :wink:

    "Moral ohne Sachverstand ist naiv und manchmal sogar gefährlich"

  • Hallo zusammen,
    wenn ich die Frage von Effendy richtig gelesen habe, möchte er wissen,
    ob man eine Königin erst in einem Kleinableger begatten lassen kann;
    und die Königin von diesen in einen Kunstschwarm umsetzen kann.
    Also, solche Kleinableger fallen bei der Schwarmverhinderung oder
    meistens -verzögerung an, wenn man die Schröpfwaben entsprechend
    weiter verwendet. Man muss dann relativ früh im Jahr unbegattete Königinnen haben oder schlupfreife Weiselzellen verwenden.
    Nach der Frühtracht kann man solche Jungköniginnen, natürlich wenn in Eilage, in Kunstschwärmen unterbringen.
    Mit den überbleibenden Brutwaben dann die restlichen Kleinableger verstärken. Damit nutzt man dann die bei Frühtracht als Haupttracht
    überzähligen Bienen.
    Wo stand die Frage nach Überwinterung solcher Ableger?
    Viele Grüße
    Lothar

    Solange Menschen denken, das Tiere nichts fühlen,
    müssen Tiere fühlen, das Menschen nicht denken.

  • Hallo Lothar,


    die Frage stand im zweiten Absatz. Wie beschrieben wollen wir Königinnen züchten. Mit den Königinnen wollen wir Klein(st)völker bilden, in denen die Königinnen dann begattet werden - egal ob am Stand oder auf der Belegstelle.
    Im Endeffekt war die Idee, ein Begattungskästchen mit Normalwaben zu bauen, in dem man dann die Königin auch noch einige Zeitlang legen lassen kann. Wir haben zwei Zanderwaben pro Kleinvolk gerechnet, wie auch von Liebig beschrieben. Über die Praxistauglichkeit weiß ich aber noch nichts, daher die Frage nach der Praktikabilität. Und falls man einmal im Frühjahr eine Reservekönigin braucht, wäre es doch praktisch, eine solche in einem solchen Kleinvolk mit nur zwei Zanderwaben zu überwintern - daher meine Frage, ob jemand von Euch schon Erfahrungen damit hat.
    Nachdem Königinnen in Eilage von den Völkern besser angenommen werden als frisch begattete, planen wir eine möglichst frühe Königinnenzucht und ein "Vorratshaltung" der Königinnen.


    Toyotafan, danke für die Tips, wir haben extra Beuten gebaut. Die Fluglöcher sind nur 2 8er Bohrlöcher breit und 4-5 cm tief (Tunnelgang) - ich hoffe nur, daß da auch die Königin durchpaßt.


    Viele Grüße,
    Effendi