Wabenabstand im Brutraum

  • Hallo Forum,


    wer hat Erfahrungen mit verringertem Wabenabstand im Brutraum:
    30 - 32 mm. Vor- u. Nachteile???


    ciao bernie

    Imkeranfänger, Start April 2006,
    Standort: Kongo Bavaria * 4 Völker auf Eigenbau Dadant mod. * Brutraumzargen bestehen sich aus 2 einzelne, verschraubte Halbzargen * Zargeneckverbindung
    --> "Verdeckt Nut - Feder" verschraubt und genagelt* Wandstärke: 22mm Fichte

  • Moin bernie,


    ganz nebenbei, Warum, also mit welchem Ziel, sollte man solcherlei Abstandsverringerung vornehmen?


    (Ich finde Gerstungs Ansatz, wonach wir von der Natur lernen und eben nicht an den gefangenen Bienen ausprobieren, womit die noch so klar kommen, ganz brauchbar. Und manchmal wird mir Angst, wenn ich sehen oder lesen muß, was alles an den Bienen dennoch experimentiert wird. Da werden, statt konsequenterweise reinen Naturbau zuzulassen, Kleinzellige Mittelwände gegeben, die Kleinzelligen Bau auf der ganzen Wabe erzwingen, da werden Waben umgestapelt und verdreht, da werden ganze Völker routiert, gegen Schwarmtrieb und Milbe und man baut Umlenkungsvorsätze, die Bienen in andere Kisten lenken. Die Aufzählung der experimentellen Unnatürlichkeiten ist sicher nicht vollständig und jetzt rücken wir auch noch testweise den Wabenabstand zusammen oder auseinander, obwohl wir vorher stolz drauf waren, daß wir ihn als Wabenbaubreite plus zwei Bienen in hohlen Bäumen und Körben mal ausgemessen und erkannt hatten.)

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Hallo Henry,
    wer hat denn gemessen?
    Die verwendeten Wabenbreiten und Abstände sind doch Menschenwerk.
    Warum soll zwischen zwei Waben 10 mm Abstand sein, zwischen Wabe und Beutenwand nur 8 mm ?
    Die nachgefragten Werte wurden von Korbimkern verwendet.
    Sie stammen von deren Erfahrungswerten.
    Sieben mm breite Wabengassen können von weniger Bienen erwärmt werden, beim Bauen wird der Drohnenbau unterdrückt.
    Das waren die Ziele der Korbimker.
    Selbst "moderne" Wabenabstände reichen von 35 mm, 37,5 mm bis 38 mm. Warum dann nicht mit 33 mm oder noch weniger versuchen?
    Zumal ich von einem Versuch gelesen habe, bei dem ein Imker festgestellt hat, das bei geringeren Wabenabstand die Brutnesttemperatur höher liegt und das die Varroapopulation abnimmt.
    Viele Grüße
    Lothar

    Solange Menschen denken, das Tiere nichts fühlen,
    müssen Tiere fühlen, das Menschen nicht denken.

  • Sieben mm breite Wabengassen können von weniger Bienen erwärmt werden, beim Bauen wird der Drohnenbau unterdrückt.
    Das waren die Ziele der Korbimker.
    Selbst "moderne" Wabenabstände reichen von 35 mm, 37,5 mm bis 38 mm. Warum dann nicht mit 33 mm oder noch weniger versuchen?
    Zumal ich von einem Versuch gelesen habe, bei dem ein Imker festgestellt hat, das bei geringeren Wabenabstand die Brutnesttemperatur höher liegt und das die Varroapopulation abnimmt.
    Viele Grüße
    Lothar[/quote]


    Hi Lothar, Hi beinander,


    isja interessante Geschichte mit diesem reduzierten Abstand, gibts dazu noch weitere Erfahrungswerte? Bei wieviel mm Abstand wär die Untergrenze? Irgendwelche Nachteile?


    mfg bernie

    Imkeranfänger, Start April 2006,
    Standort: Kongo Bavaria * 4 Völker auf Eigenbau Dadant mod. * Brutraumzargen bestehen sich aus 2 einzelne, verschraubte Halbzargen * Zargeneckverbindung
    --> "Verdeckt Nut - Feder" verschraubt und genagelt* Wandstärke: 22mm Fichte

  • Da habe ich ein Problemchen,das in die gleiche Richtung geht :
    Ich habe mir als Anfänger 3 Völker (einzargig ) gekauft.eine Wabe vom Verkäufer ist 38 mm breit,meine Rähmchen jedoch 34 mm.
    Die mit den Bienen gekauften Rähmchen sind schon ziemlich schwarz.
    als ich vor 4 Wochen erweitert habe passten in die Erweiterungszarge 11 Rähmchen meiner Grösse und nicht 10 wie in der unteren Zarge.Damit stehen sie natürlich nicht genau übereinander,sondern in der Mitte um jeweils 17 mm versetzt.
    Meine Frage : macht den Bienen das was aus ?

  • Hallo, Phil,


    aus der Erweiterungszarge ganz hurtig ein Rähmchen raus und alles fein säuberlich übereinander ausrichten!
    Erstens weil sie so wie du es jetzt hast, ganz schlecht nach oben kommen können und zweitens wahrscheinlich Wirr- und Wildbau wie Teufel auf den Oberträgern der unteren Zarge bauen werden.
    Das gibt eine große Sauerei, wenn du das so läßt...

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • Habe gerade die Rähmchen so gut es gieng mittig gesetzt.Wildbau war noch keiner vorhanden ...
    Allerdings befürchte ich jetzt das die Waben etwas tiefer als normal ausgezogen werden (prinzip Dickwaben) und die Königinn so keine Eier mehr in die tiefen Zellen legen kann :-(

  • Hallo, Phil,


    dann setz ihnen gleich noch nen Honigraum obendrauf!
    Normalerweise hat die Ausdehnung des Brutbestes Vorrang, aber die Bienen wissen irgendwie, wieviel Platz sie insgesamt haben und richten das Verhältnis Brut/Vorräte darauf ein.
    Zuviel Platz geben kannst du ihnen gar nicht; was sie nicht brauchen, benutzen sie auch nciht.
    Aber wenn sie sich einmal auf "enge Höhle" eingestellt haben, kannst du ihnen noch 5 Zargen draufsetzen und sie werden sie wochenlang ignorieren.
    Ergo: noch ne Zarge drauf, zügig! :wink:

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen