Restliches Winterfutter, wie damit umgehen?

  • Hallo


    Die Frage klingt zu verfrüht, aber mir sind zwei Völker eingegangen und es ist viel Zuckerhonig übrig geblieben.


    Jetzt überlege ich mir, was ich damit machen kann. Bei gutem Wetter könnte ich einige gefüllte Waben auf die restlichen Bienenvölker verteilen, aber die sind gut versorgt, also bleibt dieses Winterfutter übrig.
    Eine andere Idee wäre, zu Frühlingsbeginn die gefüllten Waben im Brutbereit zu verteilen, damit die Bienen mehr Honig in den Honigzargen sammeln können.


    Ansonsten wäre noch möglich, den Honig zu schleudern und für das nächste Jahr aufzubewahren.


    Wie ist eure Erfahrung damit?

  • hallo khamis,
    mit futterwaben von toten völkern solltest du etwas vorsichtig agieren.
    auf keinen fall solltest du diese bei deinen gesunden völkern im brutnest verteilen. im besten fall tragen die bienen dir diesen honig um in den honigraum und du hast dann den zucker im honig. außerdem solltest du das brutnest nicht "auseinanderreißen" indem du honigwaben dazwischenhängst.
    wenn überhaupt, könntest du die waben einem teil deiner ableger geben als futterversorgung.
    bei futterwaben von toten völkern besteht immer die gefahr, daß du irgendwelche krankheiten darauf hast, die du dann an deine gesunden völker weiterverbreitest.
    wenn du den zucker schleuderst und beabsichtigst, diesen im herbst wieder zu verfüttern, würde ich dir raten, den zuckerhonig nach dem schleudern aufzukochen, um ihn so zu sterilisieren.
    gruß

  • Hallo Zusammen,


    auch uns sind ein paar Völker eingegangen - bei uns war es eindeutig die Varroa. Daher habe ich keine Probleme damit, die Futterwaben zu verwenden, wir werden wohl unsere Ableger dieses Jahr damit füttern.


    Wenn Ihr trotzdem Bedenken habt, solches Futter zu verwenden, schreibt bitte die Gründe. Wäre es in dem Fall möglich, die Waben zu sterilisieren - evtl durch Schwefeln?


    Viele Grüße,
    Effendi

  • Moin Jungs,


    Gerhard hat schon fast alles gesagt. Man kann solche Waben wirklich nur so aufheben wie sie sind und später den Ablegern zuhängen. Das ist die beste Lösung. Die erst zu schleudern und dann aufzukochen lohnt sich weder hinten noch vorne. Und wenn man wirklich Angst vor Krankheiten dabei hat (und nur deshalb kocht man ja) dann müßte man anschließend die Schleuder und den Entdeckelungsplatz und die Waben selber und das Entdeckelungsgeschirr und den Eimer und die Siebe und ... alles drum herum sterilisieren. Dann schon lieber so wie sie sind im Dampf ausschmelzen oder gleich ab in den Heizkessel. (Zucker brennt, Wachs und Rähmchenholz sowieso)


    Ich würde die allerhöchstens einfrieren bis die Ableger gebildet werden. Oder einfach nur in Zargen lagern bis sie gebraucht werden.


    (Imkerkollegen hängen solche Waben im März auch schon mal entdeckelt in die Bäume, aber sowas soll man ja nich und macht man erst recht nicht, wenn man Krankheiten in Verdacht hat. Wäre aber ein toller Anfang für eine ansonsten doch recht seltene Frühjahrsräuberei mit anschließendem Krankheitsausbruch.)

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Hallo


    Danke erstmals für Eure Beiträge. Bei mir war es so, daß ein Volk definitiv schwach war, um zu überleben. Das habe ich schon vorausgesehen.
    Beim zweiten Volk, könnte sein, dass die Mäuse und Varroa es geschwächt haben oder die Königin gestorben sein. Außerdem hatte ich irgendwo hier im Forum gelesen, daß man nicht unbedingt die Zargen auf die Volkgröße reduzieren muss, was sich aber als Irrsinn herausgestellt hat. Ich hatte das Volk auf drei Zargen gelassen. Zuviele Fehler können die Völker nicht vertragen.
    Den Honig für die Ableger zu benutzen ist eine Klasse Idee.

  • Hallo
    Meine Völker überwintern immer auf 3 Zargen. Bei der ersten Durchsicht im Frühjahr sind sie meist oben in den beiden Räumen, dann kommt die untere weg zum einschmelzen. Sie hatten im Sommer aber alle Zargen besetzt also keine Ableger oder so.


    mfg Jörg

  • Moin Khamis,


    ich weiß nicht, ob Du das von mir gelesen hast, aber unter bestimmten Umständen stehe ich dazu

    Zitat

    daß man nicht unbedingt die Zargen auf die Volkgröße reduzieren muss


    Es ist natürlich nicht sinnvoll eine Hand voll Bienen auf 3 Zargen zu überwintern, also so in den Winter zu gehen. Da reichen die Bienen einfach nicht, aber ganz egal auf wievielen Zargen. (Natürlich hieven manche Apidea-Paks im Keller in den Frühling, aber das ist mal hier nicht gemeint) Im Frühling aber Zargen abzuräumen und ein Volk erst im Frühjahr auf eine Zarge zu setzen, halte ich (als Früchtrachtimker) für Quatsch. Wenn es denn wirklich so schwach ist und mal stark war, dann gibt es Grund es aufzulösen und wenn es ein Volk ist, von dem man erwartet, daß es sich sprunghaft entwickeln wird, dann stört man es besser nicht und wörschd nicht in ihm rum, sondern läßt es auf seinen zwei Zargen. Es wird dann den Raum ohnehin bald oder eben niemehr brauchen.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Hallo Henry


    Ich weiss nicht, wo und von wem es gewesen ist. Aber ich mach überhaupt keine Vorwürfe gegenüber irgendjemandem. Es sind einige Fehler von mir passiert und da bin ich eigentlich der Schuldige.