Den D.I.B.-Etiketten nachempfunden

  • Liebe Imker,


    ich habe heute einen Etikettenentwurf bekommen, der auf den ersten, zweiten und dritten Blick einem original-D.I.B.-Etikett gleicht. Das CMA-Zeichen wurde durch ein anderes Symbol ersetzt, beim D.I.B-Logo sind Bäume und Farben anders und "echter Deutscher Honig" wurde "bester Deutscher Honig".


    Meine Fragen dazu:
    1. Warum nicht gleich das D.I.B-Etikett komplett zum Selberdruck freigeben?
    2. Gegen welche Rechtsvorschrift verstößt ein D.I.B.-Mitglied, das berechtigt wäre D.I.B.-Etiketten zu benutzen und dessen Honigqualität der Qualität des D.I.B.-Glas-Honigs entspricht, wenn es kopierte D.I.B.-Etiketten selbst druckt?
    3. Ist "bester Deutscher Honig" mit goldenem Kreuz auf grünem Grund und einem sechseckigen Logo, allerdings mit Biene oder Bienenkasten und nicht mit Bienenkorb, markenrechtlich verwechselbar, wenn es ein Golddeckel Neutralglas ist?

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Ich denke, dass der Entwurf vor einem Gericht keine Chance hätte, weil die Verwechlungsgefahr mit der Marke gegeben ist.
    Allerdings ist die Frage spannend, ob ein Berechtigter genau identische Etiketten wie das Origianl auf das DIB-Glas kleben dürfte. Aus Neutralglas sicher nicht, weil die Einheit als Markenzeichen geschützt ist.


    Aber Hut ab vor der Idee, das "Schlitzohr" findet der DIB nie, die finden ja nichtmal schlechten Honig in einer guten Marke.


    Ist das nur ein Gag oder sollen die Dinger auch gedruckt werden?

  • Moin Stefan,


    Zitat

    Ist das nur ein Gag oder sollen die Dinger auch gedruckt werden?


    Ich bin nach meiner Meinung dazu gefragt worden und habe das Forum zur Unterstützung herangezugen. Ob die D.I.B.-ähnlichen Etiketten so wirklich gedruckt werden sollen, kann ich nicht sagen, ich liefere ja nur die Rohlinge. Ich hab' jedenfalls auf einem Auge gelacht :lol: und auf dem andern geweint :cry: , weil ich die Blankoetiketten ja gerade gemacht hab' damit man sich vom D.I.B.-Glaser unterscheiden kann und nun sowas.


    Aber frech siegt glaube ich.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Hallo zusammen
    Warum eigentlich nicht das Original kopieren, wenn es in Eigenregie billiger ist. Es zu verwenden dürfen wir ja, ist nur die Frage, ob der derzeitige Liferant ein Monopol darauf hat.
    Wer weiß da eine Antwort?

    Das Leben sollte keine Reise sein, mit dem Ziel,attraktiv und mit einem gut erhaltenen Körper an unserem Grab anzukommen.
    Wir sollten lieber seitlich hineinrutschen, Schokolade in einer Hand,Eis in der anderen, unser Körper total verbraucht und schreiend
    "Wow, was für eine Fahrt!"....

  • Gewährverschluss (Rohgewinn):
    2001: 252416 Euro
    2002: 214231 Euro
    2003: 227511 Euro


    DIB-Etiektten kopieren (gute Farbkopierer gibt es wirklich) wird auf jeden Fall gegen Paragraphen verstoßen. Das sind Lizensdinger und der DIB läßt sich diese etwas kosten.
    Wer kopiert, sollte sich nicht erwischen lassen.


    H, Watzl

  • Hallo Kollegen,


    was macht es für einen Sinn, DIB Etiketten abzuküpfern. Es sei denn, man verwendet Sie ohne Namenseindruck.


    Wenn man die Seriennummer mit kopiert und die Gläser dann in den Umlauf bring, begeht man neben "Etikettenschwindel" auch noch Urkundenfälschung.


    Die Herrn von der Bundesbank haben sich auch etwas dabei gedacht, als sie die Geldscheine mit fortlaufenden Nummern versehen haben.

    Mit freundlichem Imkergruss
    Dieter Luft