vorm Anfangen: Test auf Allergie

  • Hallo zusammen (bin neu hier...)


    folgendes Problem. Ich würde mich gerne mit der Imkerei befassen, mein Vater hat das ganze bis vor 1 Jahr als Hobby betrieben (Geräte sind also vorhanden...).
    Mein Problem ist, das ich nicht sagen kann, ob ich allergisch auf Bienenstiche reagiere. Meine Mutter ist allergisch, mein Vater nicht. Ich kann nicht mit sicherheit sagen, ob ich schon 2 oder mehrmals von Bienen gestochen wurde, also ob eine Sensibilisierung entstanden ist und besteht....


    Eine Ärztin vor ein paar Jahren wollte mich nicht auf Verdacht testen.....Sie sagte Ausprobieren :o


    Ich will jetzt nicht voll Elan anfangen und dann feststellen, dass es in die Hose geht, das alles hemmt meine Motivation mit dem Imkern mich näher zu beschäftigen.


    Hoffe ihr könnt mir helfen..


    Gruß
    Steffen

  • Hallo!


    Was heißt "auf Verdacht ausprobieren"? Normalerweise funktioniert das so, dass verschiedene Allergie erregende Stoffe auf die Haut aufgetragen werden; und dann schaut man, ob du auf irgendwas davon reagierst. Das ganze wird von Ärzten gemacht. Du wirst dabei von keiner Biene gestochen, höchstens vom Arzt. :)


    lg, Stefan

  • Hallo Steffen,


    Meine Erfahrung zum Allergietest:
    Meine Freundin war den ganzen Sommer bei den Bienen mit dabei, (hat auch selber aufgefüttert, da ich nicht da war) aber nie wurde sie von einer Biene gestochen (im gegensatz zu mir), bis im Herbst doch eine sich in ihren Haaren verfing und über dem Auge zustach. 8) 
    Naja, ich dachte halb so schlimm, und tatsächlich war zu meiner Freude nach 2 Stunden die Schwellung weg. Nächste Morgen hat sie aber ausgesehen, :o das Auge war zu, sie konnte nicht mehr raussehen und das ganze Gesicht angeschwollen.
    Also schell zum Hausarzt, der hat Kalziumtabletten empfohlen und noch anders Zeug :roll: und ne Überweisung zum Allergologen gegeben wo sie aber erst dann hinsollte, wenn sie sicher entgiftet war, also 6 Woche nach dem Stich. Ihr wurde nur Blut abgenommen und schon da festgestellt, das sie nicht Allergisch sei. Auf einen speziellen Test auf Bienengiftallergie konnte verzichtet werden *freu*


    Ich denke du solltest dir auch ne Überweisung zum Allergologen geben lasse und der wird feststellen wie es bei dir ist.


    Viel Spaß dann beim Beginnen!


    Gruß Hansi

  • Hi Steffen,


    ich hab letztes Jahr mit der Imkerei angefangen und stand vor dem gleichen Problem. Ich hab versucht mich von einer Biene stechen zu lassen. Das klappte aber nicht. Die Bienen konnte ich schubsen und drücken und sonstwas - die wollten mich nicht stechen. Dann bin ich zum Allergologen. Ein Test auf Bienenstichallergie kommt selten vor, deshalb hatte er das Präparat nicht vorrätig. Ich hatte dann keine Lust mehr und habs einfach drauf ankommen lassen. Allerdings hab ich mich vorher noch etwas informiert, da ich andere Allergien (Katze, Gräser etc.) habe. Ergebnis: Wenn Du heute auf einen Stich allergisch reagierst kann es trotzdem sein, dass Du zukünftig nie wieder drauf reagierst. Andererseit bekommen Imker, die 15 Jahre lang problemlos geimkert haben, nach dieser Zeit plötzlich massive allergische Reaktionen. Also was soll das checken vorher. Ich hab noch einen Hinweis bekommen, falls Du gestochen werden solltest: Wenn es anschwillt, dann reagierst Du nicht allergisch. In der Zwischenzeit bin ich 4 mal gestochen worden. Eins war ´ne Doublette. Bei mir schwillts richtig satt an und ich hab mehrere Tage was davon. Deshalb trag ich oftmals noch einen Schleier. Vor Stichen im Gesicht hab ich Respekt. Ansonsten soll`s gesund sein.

  • gazdin schrieb:

    Hallo!


    Was heißt "auf Verdacht ausprobieren"? Normalerweise funktioniert das so, dass verschiedene Allergie erregende Stoffe auf die Haut aufgetragen werden; und dann schaut man, ob du auf irgendwas davon reagierst. Das ganze wird von Ärzten gemacht. Du wirst dabei von keiner Biene gestochen, höchstens vom Arzt. :)


    lg, Stefan


    Hallo Stefan,


    ich musste wegen Akne mal zum Hautarzt, wo meine Mutter wegen ihrer Allergie auch war. Also hab ich mir gedacht (war so 15 rum) fragst die Frau Doktore mal, ob sie testen kann, ich wollte mich damals schon mit der Imkerei beschäftigen und vorher wissen ob ich das überhaupt machen kann. Ich hatte also den Verdacht einer Allergie und wollte mich testen lassen.


    Nur sagt mir die Frau: "nö, testen tu ich nicht, ich will ja nichts provozieren" (oder so ähnlich) ich solle es einfach ausprobieren, wenn ich allergisch reagiere würde ich dass schon merken.....


    Hab mir gedacht: bl**e T****, wenn ich daheim zuschwellend im Bienenhaus liege, hab ich auch nichts gekonnt.
    Das ganze hat mir dann die Motivation geraubt. Zudem haben wir seit 2 Jahren keine Bienen mehr, weils mit dem Geld knapp war, die Bienen über 2 Jahre den Winter nicht überlebt hatten und mein Vater erst nächstes Jahr in Rente geht... (da will er wahrscheinlich wieder anfangen, er hat ja dann Zeit.....:)


    Werd wahrscheinlich einfach mal auf Verdacht :lol:  mitmachen, wenn ich dann im Garten zusammenbreche :wink: weiß ich Bescheid.....


    Alternativ habe ich mir überlegt, ich frage bei einem anderen Imker nach, ob er mich mal ein bisschen arbeiten lässt in der Hoffnung zu erfahren ob ich Allergisch bin, oder selbst imkern kann.


    Danke schonmal für die Tipps!


    Gruß
    Steffen


    PS: andere Allergien sind mir *klopf auf Holz* nicht bekannt, nur ein "pustel-Reaktion" auf ein Mückenschutzmitte (Name entfallen), nachdem ich es auf schon gereizte Haut gesprüht hatte.

  • Hallo,


    Bin selbst leidgeprüfte Ex-Bienengiftallergikerin.


    Verdacht auf eine Allergie gegen Bienengift besteht dann, wenn Körperteile anschwellen, die von der Stichstelle weiter entfernt sind. also z.B. wenn die Hände und Füße bei einem Stich am Kopf anschwellen, der Hals zuschwillt bei einem Stich in den Fuß etc. .
    Jedes Gefühl von Schwindel, Benommenheit, Übelkeit nach einem Stich deutet auf eine Allergie hin, Bewußtlosigkeit sowieso. In all diesen Fällen gehört ein Mensch zum Arzt, am besten zum Allergologen, um das abklären zu lassen.
    Schwellung an der richtigen Stelle oder in der richtigen Gegend ist die normale, medizinisch gesagt physiologische, Reaktion. Auch das Doppelkinn nach dem Stich neben dem Ohr.


    Gegenmaßnahme gegen eine Allergie ist eine Hyposensibilisierung, bei der der Körper behutsam über Jahre an das Bienengift gewöhnt wird. Ein langer mühsamer Weg (ich habe ihn hinter mir), aber mit einer Erfolgsquote von annähernd 100%. Mich hat die Behandlung sogar ein ganzes Stück immun gegen Bienengift gemacht, ich schwelle kaum noch an bei Stichen, und der Schmerz ist auch schnell weg.


    Und wenn man die Behandlung aus irgendwelchen Gründen nicht möchte, oder auch für die Zeit der Behandlung, bekommt man vom Arzt ein wirksames Notfallpaket mit lebensrettenden Medikamenten für den Fall des Falles mit auf den Weg. Ein bißchen Calzium reicht da nämlich nicht.
    Bitte nicht auf die leichte Schulter nehmen. Mir war jahrelang "nur" ein bißchen schlecht nach einem Stich, bis mich der Stich erwischte, bei dem mir der Hals zuschwoll und es verdammt knapp wurde.


    Also bitte ganz ganz vorsichtig sein mit einer Bienengiftallergie. Sie kann jederzeit lebensgefährlich werden.


    Viele Grüße
    wunderbiene

  • Hallo zusammen,


    ich habe mir ein paar Sachen überlegt:


    - ich habe mit meinem Vater gesprochen, er will wahrscheinlich erst 2007 wieder anfangen wenn er in Rente ist, und wieder genug Zeit hat sich auch tagsüber um die Bienen zu kümmern (also auch tagsüber wenns gewittrig aussieht in aller Ruhe die Beuten durchsehen kann....).
    - ich will mal einen Nachbarn fragen, der noch Bienen hält, ob ich mal mitarbeiten kann, mit der festen Absicht herauszufinden ob es etwas für mich ist (phychologisch (=gefallen) und physiologisch (=vertragen))....


    Das Problem ist nämlich ich kann nicht mir Sicherheit sagen ob und wann ich jemals gestochen wurde..... also ob ich noch ein allergologisch unbeschriebenes Blatt bin, oder schon sensibilisiert bin oder keines von beiden.


    Sollte, was ich nicht hoffe, eine Allergie dabei sein, werd ich mich wohl mal mit dem Thema Hypersensibilisierung beschäftigen....


    Aufs beste hoffend und auf den Frühling wartend.


    Steffen

  • Hallo,


    ich habe letztes Jahr ausnahmsweise ohne Handschuhe an einem Volk gearbeitet und irgendwie nicht aufgepasst. Ich war fast fertig, dann haben`s
    meine Mädels mir`s aber gegeben und mir gleich 12 Stiche in beide Hände verpasst. Mir rauschte das Blut in den Ohren und meine Kopfhaut zog sich zusammen. Nach 2 Sekunden war dieses Gefühl allerdings wieder vorbei. Von den Schwellungen war am übernächsten Tag kaum etwas noch zu sehen.
    Ist dieses kurzzeitiges Gefühl nach dem Stich normal oder doch schon bedenklich ?


    Gruß
    Badener

  • hi,
    ich habe letztes jahr mit dem imkern angefangen, und wurde natürlich auch einige male gestochen, ich habe immer mit starken schwellungen der stichstelle reagiert. als ich dann im herbst sowieso einen allergietest gemacht habe, habe ich mich auch auf bienengift untersuchen lassen(geht nur mit blutabnmahme). dabei ist leider rausgekommen, dass ich allergisch bin, mein arzt hat mir empfohln aufzuhören, was ich aber nicht will, weil ich sehr viel spaß am imkern habe, und bisher auch alle stiche unbeschadet überstanden habe. ich habe jetzt tabletten, die ich nach einem stich nehmen soll. außerdem geh ich im frühjahr ins krankenhaus zu genaueren untersuchung welche gegenmaßnahmen sinnvoll sind.
    man überlebt die stiche also auch mit allergie, und kann es auch als nichtimker nie ausschließen gestochen zu werden, also fang an, es it echt spaßig!
    mfg jeffrey

  • Hallo,


    nee, jeffrey, das stimmt so nicht!


    Starke Schwellungen der Einstichstelle sind völlig normal, und KEIN Allergieanzeichen.


    Gefährlich wird es, wenn du kreislaufmäßig reagierst, und Schwellungen weitab der Einstichstelle entstehen.


    Sprich, Stich im Fuß und Luftröhre schwillt zu. Und damit ist nicht zu spaßen!


    Du hast wahrscheinlich schon Antikörper im Blut, also sensibilisiert, aber allergisch bist du nicht wirklich, WEIL:


    dann gibt es keine Tabletten, sondern ein Notfallset mit Adrenalin und Anti-Histaminen zum Spritzen, und zwar durch die Klamotten!
    Mit Einweisung!!!


    Bis Tabletten wirken, könntest du schon längst erstickt sein! :evil:


    Glaub mir, ich weiß, wovon ich rede, ich bin selbst allergisch.


    Und ich will auch nicht aufhören :oops:


    Logische Konsequenz: Gummistiefel, Overall mit angezipptem Schleier, Handschuhe.


    IMMER!


    Und Notfallset so griffbereit, daß ich innerhalb von Sekunden drankomme.


    Im Sommer bei 30°C im Schatten nicht wirklich witzig, aber erträglich...
    ...wenn man es wirklich will.


    Und immer Handy griffbereit und möglichst jemanden dabeihaben.
    Mit einem Kreislaufkollaps machst du nämlich NICHTS mehr selbst...


    Also, bitte hör auf, eine echte Allergie zu verharmlosen!


    Das Gefühl, langsam zu ersticken, wünsche ich niemandem!


    Wer die Möglichkeit hat, sich hyposensibilisieren zu lassen, sollte das unbedingt machen, wenn er wirklich allergisch ist.

    "Meet me in a land of hope and dreams"
    Bruce Springsteen

  • hallo,
    ich habe doch geschrieben, dass ich im frühjahr noch zur genaueren diagnose ins krankenhaus muss, da wird dann entschieden, welcher gegenmaßnahmen sinnvoll sind, und welche notfallmedikamente ich dann bekomme, ich hoffe es kommt nicht so weit, dass ich eine notfall spritze ins herz brauche, sondern dass ich hyposensibilisiert werden kann.
    mfg jeffrey

  • Hallo Steffen, Sabi(e)ne und Wunderbiene,


    Sabiene hat vollkommen recht. Mit einer Allergie nach einem Bienenstich ist absolut nicht zu spaßen, es kann lebensgefährlich sein. Der zweite Stich kann der letzte sein.


    Am Samstag in Neustadt berichtete ein Arzt bei seinem Vortrag, dass etwa 5% der Menschen allergisch auf Bienenstiche reagieren. Zwar führe nicht bei jedem Allergiker der Stich zum lebensbedrohlichen anaphylaktischem Schock, dennoch sei größte Vorsicht geboten.


    Toxische und allergische Reaktionen müssen voneinander unterschieden werden: Schwellungen an der Einstichstelle können hingenommen, wenn es dabei bleibt. Treten dazu noch anderer Stelle Schwellungen auf, sollte sofort der Arzt aufgesucht werden.


    Viele Anzeichen sind schon genannt worden: Atemnot, kalter Schweiß, Herzrasen, Hautjucken, Hustenreiz, rötliche Quaddeln in den Arm- und Kniebeugen, Übelkeit, Angst- bzw. Panikattacken usw. Bei einigen Anzeichen muß sofort der Notarzt gerufen werden (Tel. 112), nicht zögern, unbedingt handeln. Erste Hilfe sieht so aus: Stich und Hals kühlen; Herzschlag ständig prüfen und Atmung kontrollieren im Zweifelfall ist zu beatmen!!!!


    Desensibilisierung ist anzuraten, bietet aber auf Dauer keine 100%ige Sicherheit. Allergiker, also auch Desensibilisierte, sollten auf jeden Fall, jeden weiteren Stich vermeiden. Also nur noch vermummt und in Ritterrüstung an die Bienen, so wie es Sabiene beschreibt. Selbst bei den friedlichsten Völkern immer Schleier, Anzug und Handschuhe - auch der versehentliche Druck bei der zahmsten Biene löst den Stichreflex aus. Laßt die anderen reden oder lästern, der Umgang mit den Bienen ist für Mutproben nicht geeignet!


    Steffen schreibt, dass seine Ärztin sagt, er solle es doch einmal darauf anlegen. So eine Aussage ist jedenfalls kritisch zu hinterfragen. Sie hat aber insofern Recht, nur wer schon einmal gestochen worden ist, zeigt bei einer Untersuchung entsprechende Reaktionen. (Hautritzungen wie oft üblich sind eigentlich nicht geeignet, eine Allergie zu diagnostizieren, sie zeigen nur mögliche Empfindlichkeiten. Zur eigentlichen Untersuchung ist nur eine Blutanalyse geeignet.)


    Wer sich nicht sicher ist, sollte unbedingt mit einem Allergologen sprechen.


    Viele Grüße
    Christoph

  • Christoph schrieb:

    Steffen schreibt, dass seine Ärztin sagt, er solle es doch einmal darauf anlegen. So eine Aussage ist jedenfalls kritisch zu hinterfragen. Sie hat aber insofern Recht, nur wer schon einmal gestochen worden ist, zeigt bei einer Untersuchung entsprechende Reaktionen. (Hautritzungen wie oft üblich sind eigentlich nicht geeignet, eine Allergie zu diagnostizieren, sie zeigen nur mögliche Empfindlichkeiten. Zur eigentlichen Untersuchung ist nur eine Blutanalyse geeignet.)


    Wer sich nicht sicher ist, sollte unbedingt mit einem Allergologen sprechen.


    Viele Grüße
    Christoph


    Hallo Christoph,


    ist diese Blutanalyse auch geeignet, wenn noch keine Sensibilisierung stattgefunden hat?


    Die Imkerei bei uns würde ich schon sehr gerne übernehmen/mitmachen, wenn es mir Spass macht, mein Opa hat angefangen und daher ist eigentlich alles Gerät und sogar ein eigenes Bienenhaus da.
    Sollte sich eine Allergie herausstellen, wäre ich auf alle Fälle für eine Desensibilisierung zu haben. Wie sieht das eigentllich mit Kosten udn Übernahmen seitens der KK aus?


    Gruß
    Steffen