Waldwanderung

  • Hallo zusammen
    Ich will dieses Jahr in den heimischen Wald wandern, also Mischwald. Wann besetze ich am besten den festen Waldstand mit Wirtschaftsvölkern?
    Spricht etwas dagegen, diese Völker das ganze Jahr im Wald zu belassen? (denke da an Pollen/Futterangebot)
    Laut Förster besteht ein ganzjähriges Futterangebot in diesem Wald.

    Das Leben sollte keine Reise sein, mit dem Ziel,attraktiv und mit einem gut erhaltenen Körper an unserem Grab anzukommen.
    Wir sollten lieber seitlich hineinrutschen, Schokolade in einer Hand,Eis in der anderen, unser Körper total verbraucht und schreiend
    "Wow, was für eine Fahrt!"....

  • Hallo Guido,


    Du solltest dir einen Platz im jungen, lichteren Mischwald suchen.
    Jung, weil die Bäume noch nicht zu viel Schatten werfen. Licht, klar, damit Du nicht im Halbdunkel stehst, und im Winter keine nassen Füße bekommst.
    Optimal sind Plätze, wo vor Jahren der Sturm mit dem schönen Namen "Wiebke" alles platt gemacht hat.
    Diese Flächen wurden im Saarland oft als "Naturwaldzellen" konzipiert, und da die Bäume maximal 12-13 Jahre alt sind, sind sie noch nicht zu groß.
    Wichtig für die Bienen ist vor allen Dingen auch, dass krautende Pflanzen sowie Büsche, Hecken usw. vorhanden sind.
    Irgend etwas sollte immer blühen.
    Ich habe seit letztes Jahr einen Dauerstandplatz in einer Naturwaldzelle unter Lärchen.
    Dies hat den Vorteil, im Sommer schön schattig zu stehen, aber den Nachteil, dass die Beuten im Winter unter Zentimeter dicken Nadelschichten liegen. :-?

    Grüße an alle


    Michael



    -Denken ist wie googeln. Nur krasser-

  • Guido schrieb:

    Hallo zusammen
    Ich will dieses Jahr in den heimischen Wald wandern, also Mischwald. Wann besetze ich am besten den festen Waldstand mit Wirtschaftsvölkern?


    Hallo Guido,
    ein Standplatz mit den Wald im Rücken, vielleicht noch an einer windgeschützten Seite, ist immer als ideal zu betrachten. Aber um Waldhonig zu ernten bzw. bewußt anzuwandern sind andere Voraussetzung zu beachten. Als erstes braucht du Völker, die im Mai nicht schwärmen, ansonsten hast du keine Chance Waldhonig zu ernten. Das Ernten von Waldhonig ist auch eine Glücksache, denn oft ist nur ein Kilometer Entfernung das Entscheidende über den Ernteertrag. Ich musste es schon erleben, dass bei mir tagelang einige schwere Platzregen nieder prasselten und einen Kilometer weiter war es trocken und die Imker dort ernteten Waldhonig und unsere Läuse gingen sprichwörtlich baden. Eine idale Voraussetzung wäre es, wenn dich ein befreundeter Imker beim Einsetzen der Waldtracht verständigt, aber solche Freunde sind selten. Eine weitere Möglichkeit wäre es, an mehreren Wädern, wo immer wieder Waldhonig gererntet wird eine Beute aufzustellen, deren Zunahmegewicht überwacht wird und wo du sofort nach Einsetzen einer Tracht deine Völker hinstellst. Bei möglichen Tageszunahmen von 10 kg oder mehr sicherlich ein lohnendes Unterfangen.

  • Hallo Guido,
    es gab auch einen ähnlich tollen Sturm namens "Lothar" :lol: ...
    Möchtest Du einen Wanderstand oder einen Dauerstand errichten?
    Das habe ich nicht genau herausgelesen.
    Für einen Dauerstand würde ich darauf achten, das in der Nähe Weiden,
    Wildkirschen, Ahorn, Brom- und Himbeeren stehen. Sehr gut sind auch Blaubeersträucher. Beachten würde ich noch, was sonst alles am Wegrand, Waldrand, Wiesen usw. an Blütenpflanzen wächst.
    Gut ist in jedem Fall das Vorhandensein von Waldameisen.
    Wasser in der Nähe ist auch wichtig.
    Der Aufstellungsplatz sollte trocken, morgends sonnig und windstill sein.
    Schön ist, wenn die Völker an einer Lichtung stehen, deren Randbäume
    im Frühjahr die Sonne durchlässt und im Sommer ein Dach bilden, das Schatten spendet und weitgehend vor Regen schützt.
    Vier bis zwölf Völker halte ich für so einen Platz für die richtige Anzahl.
    Viele Grüße
    Lothar

    Solange Menschen denken, das Tiere nichts fühlen,
    müssen Tiere fühlen, das Menschen nicht denken.

  • Hallo zusammen
    Danke euch drei für die Antworten. Werde sie auch beherzigen. Laut Förster soll ja alles anwesend sein, was die Bienen befliegen. Brombeeren hab ich auch gesehen. Ameisen sind direkt daneben, deshalb muß ich mir was ausdenken. Es ist eine versteckte Waldlichtung, da machen mir nur die Jäger Sorgen, denn ich weiß nicht, ob die immer das richtige treffen. ;-)
    Werde mir weitere Plätze nach euren Kriterien anschauen gehen.

    Das Leben sollte keine Reise sein, mit dem Ziel,attraktiv und mit einem gut erhaltenen Körper an unserem Grab anzukommen.
    Wir sollten lieber seitlich hineinrutschen, Schokolade in einer Hand,Eis in der anderen, unser Körper total verbraucht und schreiend
    "Wow, was für eine Fahrt!"....

  • Hallo ,


    du schreibst:

    Zitat

    es gab auch einen ähnlich tollen Sturm namens "Lothar" ..


    Du verwechselst da etwas:
    Der hieß Loddar Maddäus und war Stürmer. :lol:

    Grüße an alle


    Michael



    -Denken ist wie googeln. Nur krasser-

  • Hallo, gemeint war schon der Sturm.
    Ist schon ´ne Weile her.
    Die über dreißigjährigen werden sich erinnern :wink: .
    Viele Grüße
    Lothar


    für die närrischen unter uns: Beitrag Nr. 1111.
    Man tau!

    Solange Menschen denken, das Tiere nichts fühlen,
    müssen Tiere fühlen, das Menschen nicht denken.

  • Lothar schrieb:

    Hallo, gemeint war schon der Sturm.
    Ist schon ´ne Weile her.


    Wenn ich schon Lothar oder Wiebke höre, geht mir der Hut hoch. Hat mich damals 2 Wochen Urlaub gekostet, um 50 - 70 Festmeter umgestürzter Bäume von den Wurzelstöcken zu befreien und in ein Sägewerk zu fahren. Wenigstens habe ich dafür jetzt eine große Halle, um meine Imkerutensilien unterzubringen. :lol::lol::lol:

  • Hallo Xare,
    wenn ich geahnt hätte, was mein Name bei Dir auslöst :( .
    Werde mir einen anderen Nutzernamen zulegen.
    Aprospros Wiebke: Viele Grüße nach Norden, vielleicht erinnert man sich :wink: .
    Viele Grüße
    ...
    ( Um Xare zu schonen)

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  • Hallo Zusammen!
    Trachtprognosen für den Wald sind recht aufwendig, wenn man nicht genug Helfer motivieren kann, wenn ich die Empfehlungen von Herrn Liebig richtig verstanden habe.
    Was wenn ich keine Zeit für die Prognose habe...einfach irgendwo hinstellen?
    Habe mich mal im Verein umgehört und mir konnte leider keiner der Imker sagen, wo der Wald recht regelmäßig honigt, oder ob er das überhaupt tut.
    Wir haben hier (Im Sauerland) echt massig Fichte, da müßte doch mit ein wenig Glück was zu holen sein, oder?
    Also Kontrollvölker einfach irgendwo im Wald aufstellen und dann beobachten, oder? Ist zwar recht im Anfang denke ich recht mühselig, alle Plätze abzufahren, aber wenn einer Honigt, sollte sich das rentieren. Die Leute hier fragen mich nämlich immer nach Waldhonig.
    Sollten die Kontrollvölker eigentlich nach möglichkeit nur Wald im Flugradius haben? Sind Waldameisen ein Hinweis auf Tracht?

  • Hi,
    es kommt auf den Aufwand an. Die Völker in den Wald fahren und stehen lassen, ist eine Möglichkeit, allerdings muss dann garantiert werden, dass die Völker nicht verhungern, falls der Wald nicht honigt. Ich habe es die letzten beiden Jahre so gemacht, und pro Volk jeweils ca. 15-20kg Waldhonig geerntet. Ist fast kein Aufwand, aber auch eine Glücksache. Laus zu beobachten ist aufwändiger, lässt aber eine genauere Prognose zu.
    MfG Jeffrey

  • Hallo Guido


    Ich tendiere auch eher zu Plätzen mit breitgefächertem Angebot.
    Himbeeren sind besser als Brombeeren und halten länger an.
    Bei ganzjähriger Aufstellung brauchst Du auch eine akzeptable Frühtracht und einen warmen Standort. Weiden und Streuobst in der Nähe, sind da genial.
    Beobachtung der Lachniden ist gut, Waldtrachten können aber auch schlagartig zu Ende sein, ein Mischwald bietet dann evt. noch Alternativen.
    Grüße Musikus