• Hallo Ihrs,


    ichhabe einige Völker, die nicht so nette Bienen haben! Also möchte ich neue - sanfte - fleissige - Königinnen zusetzen. Und nun eine wahrscheinliche absolute Anfänger Frage an euch Profis und erfahrenen:


    a) Wann istder beste Zeitpunkt
    b) wie setzte ich am besten zu
    c) wer kannmir Königinnen empfehlen?


    Gruss udn danke


    REDDI

    "Wenn ich einem Hund in die Augen schaue, schäme ich mich ein Mensch zu sein!"

  • Moin,

    RedDiamondBonny schrieb:


    a) Wann istder beste Zeitpunkt


    erstens mußt Du mal die Königin haben :wink:, also schließen sich Termine am Jahresanfang normalerweise leider aus, es sei denn Du bekommst überwinterte Ableger, doch das ist ein Sonderfall. Ansonsten kann man mit Begatteten nahezu jederzeit Umweiseln, wenn nicht gerade Schwarmstimmung herrscht. Ich denke Du bist eher vom Zeitpunkt der Verfügbarkeit von Königinnen abhängig.

    Zitat


    b) wie setzte ich am besten zu

    Du findest wahrscheinlich hunderte von Ideen in der Suchfunktion. Ich setzte ohne Schnick-Schnack zu. Mit Begleitbienen im Transportkäfig. (alte Weisel raussuchen, entnehmen, Zuckerteig im Transportkäfig, oft hart und trocken geworden, gegen festen Rapshonig tauschen, Nase zur Futterkammer ausbrechen, Transportkäfig mit Nagel dort in die Wabengasse hängen, wo die Alte war, Waben zusammenschieben, daß vorerst keine Bienen auf die Flächen des Käfigs können, etwas Rapshonig über dem Käfig auf die Oberträger schmieren damit viele Bienen her kommen, nach 3 Tagen Transportkäfig entfernen, fertig!)

    Zitat


    c) wer kannmir Königinnen empfehlen?

    Jeder hier. :lol: Frag' mal bei Michael nach!

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Hallo Reddi
    Michael ist Züchter und kommt aus dem Saarland. Zu erkennen an dem Avatar mit der "Saarschleife".
    Oder Suchfunktion Mitgliederliste/Autor.

    Das Leben sollte keine Reise sein, mit dem Ziel,attraktiv und mit einem gut erhaltenen Körper an unserem Grab anzukommen.
    Wir sollten lieber seitlich hineinrutschen, Schokolade in einer Hand,Eis in der anderen, unser Körper total verbraucht und schreiend
    "Wow, was für eine Fahrt!"....

  • Man kann gute Königinnen auch bei den meisten Instituten und den Imkerschulen bekommen. Ich persönlich würde von Königinnen aus befreundeten europäischen Staaten abraten! :lol:


    Und es gibt auch gute Züchter in der Umgebung, einfach mal bei der Versammlung die Imkerkollegen nach Ihren Erfahrungen fragen, den die Biene sollte ja auch in die Region und zu der Betriebsweise passen.


    Grüsse
     :wink:

    Bis die Tage, ich komm wieder, keine Frage !

  • Hallo,


    sehe ich aber auch so!
    Auch wenn ich jeden Euro gerne mitnehme, den es zu verdienen gibt. :wink: 
    Hör dich ruhig mal in deiner Gegend, Vereinskreis um, du findest sicher jemanden, der dir weiter hilft.

    Grüße an alle


    Michael



    -Denken ist wie googeln. Nur krasser-

  • Hallo RedDiamondBonny,


    Theo Höckesfeld aus dem Imkerverein Rheine züchtet und verkauft Königinnen. Das müßte auch noch in Deiner Reichweite sein. Sie sind sehr friedlich, aber über die Honigleistung kann ich noch nichts sagen, da ich sie erst im letzten Jahr bekommen habe.


    Gruß


    Thomas

    Gruß Thomas (Hatte mal vier Jahre lang Bienen. Dann aufgrund einer Bienengiftallergie aufgehört.)

  • Thomas.Reimelt schrieb:

    . Sie sind sehr friedlich, aber über die Honigleistung kann ich noch nichts sagen, da ich sie erst im letzten Jahr bekommen habe.


    Moin,
    ich muss noch mal in die selbe Kerbe hauen wie bereits an anderer Stelle getan, was heißt den "sehr friedlich", das kommt doch immer auf den Ausgangangspunkt an, den man hat. Im Gegensatz zu Michael2, brauche ich keine Hut bei den Bienen! :wink:


    Aber dieses ist eigendlich der Normalzustand. Wie man hier vielfach liest, soll es noch Bienen geben, an denen man ohne Schleier aber auch ohne Lederhandschuhe nicht arbeiten kann. Na dann mal viel Spass!


    Andererseits ist es auch Aufgabe eines solchen Forums mit diesen Vorurteilen aufzuräumen. Es muss niemand eine stechige Biene haben, daran ist er selbst schuld. Sicherlich kann mal eine Anpaarung nicht passen aber das gehört eigendlich zu den Ausnahmen.


    Grüsse

    Bis die Tage, ich komm wieder, keine Frage !

  • Hallo, Henry,


    Zitat

    Waben zusammenschieben, daß vorerst keine Bienen auf die Flächen des Käfigs können


    Warum? Ich habe es so gelernt und praktiziert, daß die Bienen Kontakt zum Käfiggitter haben sollen, damit sie sich an die neue Bundespräsidentin gewöhnen können. Der Kunststoffverschluß sei erst herauszubrechen, wenn man sieht, daß das Verhalten der Königin gegenüber freundlich ist (ruhig sitzende Bienen, die sie durchs Gitter füttern). Das sei die Methode der Wahl für wertvolle Zuchtmütter, die auf keinen Fall verloren gehen dürfen. (Aber da ich noch in dem Stadium bin, in dem mir das für jede zuzusetzende Königin gilt... :oops: )


    Viele Grüße, Johannes

  • Hallo Johannes,


    die Bienen auf die Flächen des Gitters laufen zu lassen hat den Vorteil, dass der Kontakt mit der neuen Königin schneller gewährleistet ist.
    Hat aber den entschiedenen Nachteil, dass die Bienen mit ihrem Stachel und vor allem ihren Beißwerkzeugen verdammt nahe kommen und der Dame schon mal ein Beinchen abbeißen.
    Schau dir mal herkömmliche Zusatzkäfige an, da kann die Königin sich nirgendwo hin flüchten und warten, bis die Luft rein ist.
    Die alten Dinger (die aus Holz, nach Wohlgemuth oder Zander) hatten mit vollster Absicht eine Seite verglast bzw mit Kunststoff bedeckt, so dass die Königin sich da relativ sicher verkrümeln konnte.
    Ich bin auch ein Verfechter der Methode, die Königin so eng in die Wabengasse zu hängen, dass Kontakt nur von oben oder unten möglich ist und sie sich in der Mitte für die ersten stürmischen Stunden in Sicherheit bringen kann.

    Grüße an alle


    Michael



    -Denken ist wie googeln. Nur krasser-

  • Moin Johannes,


    Michael hat ja schon ganz genau erklärt, was ich meine. Alle Methoden die nach dem Einhängen, Einlegen, Einstecken, Aufstecken ect. nomals Eingriffe erfordern, also manuelles Freilassen oder erneute Nachschau und wieder Berührung und Bewegung von Zusetzkäfig oder Wabe sind mir nüschd und für den echten Wochenendimker ohnehin nicht geeignet. Wer fährt nach zwei Tagen schon nochmal zu den Bienen um eine Königin frei zu lassen oder eben noch nicht, wenn die Bienen die nicht mögen und man sich nicht sicher ist. Früher hab' ich auch immer nachgesehen, ob der Zuckerteig weg ist und die Weisel frei, bei unbegatteten kommt es ja auch auf Zeit an, damit die in der Brunst noch fliegt und nicht gleich Drohnen legt. Das ist aber völlig überflüssig, seit ich harten Rapshonig nehme. Den kriegen die in drei Tagen raus, in vieren ganz sicher. Und dann nimmt man am nächsten WE den Käfig raus und das war's.


    Die meisten Königinnen gehen ja auch erst kurz nach dem Zusetzen und nicht dabei drauf. Also erhöht jede Nachschau vor 6 Wochen das Risiko. Eine besonders edle oder eben teure Königin würde ich ganz genauso zusetzen. Vielleicht würde ich dann den Käfig besonders spät und vorsichtig entfernen und das Völk wirklich in Ruhe lassen. Aber solche Mätzchen mit erstmal Reinlegen oder in Zeitung einpacken oder gar Zusetzmethoden mit dem Nur-eine-Biene-Loch oder sonstige Tricks machen das Ganze nur Fehleranfällig und damit riskanter. Je mehr "Gewese" Du mit der vermeintlichen Edel-Königin machst, desto aufgeregter bist Du und desto wahrscheinlicher sind Fehler und Probleme. Wer ein spezielles Zusetzverfahren für spezielle Königinnen zum ersten Mal an genau dieser speziellen Königin durchführt, muß sich auch fragen, ob er auch einen völlig neuen und natürlich selbstgebauten Wecker der noch nie funktioniert hat genau vorm wichtigsten Termin aller Zeiten ausprobieren würde. :lol: (Schlaf schön, und frag Dich, ob Du in so einer Nacht ruhig gelassen und danach erholt wärst. Imkerei kann so spannend sein! :lol: )


    Wenn Du die 100%ige Zusetzmethode brauchst, dann setze die Königin in ein ausgekehrtes EWK oder einen Ablegerkasten ohne jede Biene und gib schlüpfende Brut dazu, bzw. laß die EWK-Wabe schlüpfen. Das geht nur unter besten Klimabedingungen und die Bienen müssen auch gerade beim Schlüpfen sein. Wenn die Brut geschlüpft ist, hast Du Bienen, die garantiert zu ihrer Königin stehen, wenn die halbwegs was taugt. Allerding brauchst Du dann noch jede Menge Eingriffe und Umhängen oder Vereinigen, ehe da ein harmonisches Volk drauß wird. Und dann wirst Du die Super-Queen vielleicht irgendwie anders einbüßen. :cry: Außerdem bekommt einer Jungen Königin sowas bestimmt nicht gut, weil ihr ja doch zeitweise die Pflege fehlt.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Hallo,
    in meinen Hinterbehandlungsbeuten (Kuntzsch, DNM) wird die alte Weisel entfernt. Nach einer Woche werden die nunmehr entstandenen Nachschaffungszellen beseitigt und die neue Weisel unter Zuckerteigverschluss im Zanderkäfig eingesetzt. Die Kontrolle, ob die junge Königin angenommen ist erfolgt wiederum eine Woche später, allerdings sehr vorsichtig.
    Ob das auf Magazinbeuten anwendbar ist, weiß ich nicht. Meine Methode hat vielleicht den Nachteil, daß drei Eingriffe nötig sind. verläuft aber auch seit vielen Jahren verlustfrei.
    Grüße ralf_2

  • Hallo,


    das Zusetzen einer wertvollen Königin soll auch mit der Methode "Freiluft-Kunstschwarm" oder "Volk zur Königin in Beute laufen lassen" gut funktionieren. Ist das richtig ?


    Gruß
    Badener