Beuten - Reinigung

  • Hallo Ihr,


    kann mir mal einer einen Rat geben, wie man die Beuten am besten reinigen kann? Eine sprechen von Natronlauge (ziemlich grosser Behälter von Nöten) andere reden von "Abbrennen" (Toll bei Styropor). Was für Tipps habt ihr und wie bekommt ihr eure Beuten, die über Winter nicht eingesetzt werden, sauber?


    Gruss



    RED

    "Wenn ich einem Hund in die Augen schaue, schäme ich mich ein Mensch zu sein!"

  • Moin Red,


    ich habe inzwischen nur noch Styroporbeuten. Die stehen im Winter als Wabenschränke rum. Dabei sind sie der Außentemperatur ausgesetzt und irgendwann im Winter wird es sicher eisig kalt. Oft stehen die schon so da, wie die im Frühjahr aufgesetzt werden. Erst vorm Aufsetzten hole ich die rein zum warm werden. Deshalb reinige ich meine Zargen garnicht.


    Ich kratze die nach dem Abnehmen ordentlich mit dem Stockmeisel aus und repariere Schläge und Dellen und manchmal müssen die Auflagen neu, aber das war's auch. Das Rumgematze mit augengefährlichen Laugen in nochdazu recht geringer Konzentration ist mir nüschd und ich vertraue auch der Wirkung nicht. Abflammen geht ja ohnehin nicht. Im Bienenhaus oder -wagen war das eben die einzige Möglichkeit die eingebauten Beuten überhaupt zu desinfizieren. Die Gegenprobe hat damals auch keiner gemacht. :wink: Kein Mensch schruppt heute einen Krankenhausflur noch mit Natronlauge, aber der Imker glaubt weiter an das Zeug. Warum werden nicht einfach die Sprühdesinfektionsmittel empfohlen oder die Mittel mit denen man Keimfreiheit anderswo erreicht? Wahrscheinlich, weil die Desinfektion dank Propolis ansich unnötig ist. :wink:


    Außerdem hab' hier noch einen Stapel Zargen die ich mit Trockeneis behandelt hab'. Das bringt erstens deutlich Kälte in den Stapel und zweitens verdrängt es jeden Sauerstoff. Nebenbei ist es billig, rückstandsfrei und sicher. Das richtet sich aber vor allem gegen die Motten und deren Eier.

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Hallo


    bitte erklär das mit dem Trockeneis genauer.
    Es wundert mich immer wieder auf welche "Hämmer " ich hier immer wieder stoße.



    MfG Klaus

    Ich mag keine Signaturen mit ach so Schlauen Sprüchen.

  • Moin Klaus,


    Trockeneis ist festes, weil sehr kaltes CO2. Trockeneis nimmt an Volumen unheimlich zu, wenn's schmilzt. Deshalb haben ich auf einen Turm Zargen samt Waben auf einem geschlossnen Boden eine Futterzarge voll Trockeneis draufgepackt und den Deckel aufgelegt. Das Trockeneis wird zu sehr kaltem CO2 und sinkt sehr schnell durch die Zargen und vor dem Flugloch bildet sich Reif. Dann habe ich das Flugloch mit Panzertape zugeklebt. So steht der Stapel heute noch.


    Ich erhoffe mir damit die Abtötung von so ziemlich allem, was man abtöten kann, einschließlich der Wiederbesiedelung. Ohne Luft bzw. Sauerstoff und bei minus 40°C oder noch tiefer glaube ich kaum das da irgendwas überlebt. Weil die Zargen aus Styropor sind, hält sich die Kälte sehr lange und sobald es wärmer wird schmilz wieder etwas Trockeneis. So geht das mindestens über eine Woche. Welches Vieh oder Virus oder Bacterizium sollte das wohl überleben? :lol:

    Mit vielen freundlichen Grüßen
    Henry Seifert (Honig-Bienen-Kurse-Gutachten)
    Faulbrutsanierer, Königinnenverschicker, Schwarmfänger, Bienenretter, Streitschlichter, Kunstschwarmkehrer, Belegstellenwirt, Imkerpate, Probennehmer, Schadenschätzer, Ablegerbilder

  • Hallo Henry,


    also, wissen weiß ich es von:


    -Clostridium Tetani
    -Bazillus Antracis
    -Clostridium Botulinum


    aber keine Bange, in Beuten kommen die ganz sicher nicht vor. :wink::wink:


    Bei mir werden die Beuten im Herbst ausgekratzt, evtl. beim Wiederaufsetzen im Frühjahr kurz kontrolliert und das wars dann.

    Grüße an alle


    Michael



    -Denken ist wie googeln. Nur krasser-